"Das Publikum war nicht zufrieden": Geflopptes "Spider-Man"-Universum um "Venom" ist endgültig tot

Es war schon ein offenes Geheimnis, doch neue Aussagen machen noch einmal deutlich, dass man die Ableger rund um die Spidey-Bösewichte und -Antihelden so nicht weiter verfolgen wird – trotz des aktuellen Erfolgs von „Spider-Man: Brand New Day“.

Sony Pictures

Es war von Anfang an eine gewagte Idee von Sony, ein eigenes Marvel-Universum rund um die Schurken und Antihelden aus dem „Spider-Man“-Kosmos aufzubauen, das (vorerst) gänzlich ohne Spidey selbst auskam (der sich dank einer Übereinkunft mit Disney stattdessen erfolgreich durch das MCU schwang). Doch nachdem der Auftakt „Venom“ weltweit 856 Millionen Dollar einspielen konnte und auch die Fortsetzung „Venom 2: Let There Be Carnage“ trotz Corona-Zeit 507 Millionen Dollar in die Kinokassen spülte, schien das Vorhaben tatsächlich auf einem guten Weg zu sein – bis dann kurz darauf das böse Erwachen folgte.

Bereits „Morbius“ (weltweites Einspiel: 167 Millionen Dollar) blieb 2022 hinter den Erwartungen zurück, „Madame Web“ (100 Millionen Dollar) und „Kraven The Hunter“ (62 Millionen Dollar) wurden zwei Jahre später dann zu waschechten Flops. Dass man weiterhin an den gefassten Plänen für das sogenannte SSU (Sony’s Spider Man Universe) festhalten würde, die früher oder später auf einen Zusammenschluss der Bösewichttruppe Sinister Six und wohl dann auch auf einen Clash mit Spider-Man hinausgelaufen wären, gilt seitdem als äußerst unwahrscheinlich.

Kein neues "Spider-Man"-Spin-off in Arbeit

Und im Grunde hat Sony-Chef Tom Rothman genau das bereits vor einigen Monaten offen eingeräumt. Er erklärte zwar, dass man grundsätzlich am erweiterten „Spider-Man“-Universum festhalten wolle, dieses jedoch einen Reboot mit neuen Leuten bekommen solle. Bis dahin könne es aber noch eine Weile dauern (O-Ton: „Verknappung hat einen Wert… man muss das Publikum einen vermissen lassen.“).

Diese Aussagen bekräftigte Rothman jetzt noch einmal in einem Interview mit Variety. Zum Scheitern der „Spider-Man“-Spin-offs sagte er: „Letztlich war das Publikum einfach nicht zufrieden genug mit ihnen. Ob das eine faire Beurteilung dieser Filme ist – wer weiß das schon. Darüber zu diskutieren, hieße gegen den Wind zu heulen. Das Publikum ist der Boss, und es hat nicht wie erhofft reagiert. So einfach ist das.“

Ein Comeback des Vorhabens unter frischen Vorzeichen steht trotz der vorher geäußerten Reboot-Pläne derweil erstmal in den Sternen. Zumindest ist bislang nichts konkret dazu geplant, wie es weitergehen bzw. neugestartet werden könnte: „Im Moment wissen wir das nicht“, so Rothman gegenüber Variety. „Derzeit befindet sich kein solcher Film in aktiver Entwicklung.“

"Spider-Man: Brand New Day" zeigt, dass es mit Spidey einfach besser läuft

Klar ist also: Das bisherige SSU ist endgültig tot – und auch eine Neuauflage erst einmal nicht in der Mache. Und aktuell zeigt der gigantische Erfolg von „Spider-Man: Brand New Day“, der nach seinem ersten Wochenende schon fast eine Milliarde Dollar eingespielt hat, auch mal wieder, dass Sony in Sachen Marvel am besten fährt, wenn man sich auf Spidey selbst konzentriert.

Dass der eines Tages vielleicht trotzdem noch auf Tom Hardys SSU-Venom trifft, ist aber wohl nach wie vor nicht ausgeschlossen, wie ihr im folgenden Artikel genauer nachlesen könnt:

Kommt das Crossover von Spider-Man & Venom endlich? So steht Marvel-Chef Kevin Feige zum langjährigen Fan-Wunsch

Markus Trutt
Markus Trutt
-Redakteur
Markus ist nicht nur großer MCU-Fan, sondern hat auch sonst ein Faible für Superheldinnen und -helden und ihre meist sogar noch spannenderen Widersacher*innen.
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