Sci-Fi-Megahit in "Spider-Man: Brand New Day": Hinter diesem Easter Egg steckt mehr als gedacht – auch wenn es für ein MCU-Problem sorgt

Gar nicht mal so versteckt laufen in einer Szene von „Spider-Man: Brand New Day“ im Hintergrund Ausschnitte aus Will Smith‘ 90er-Jahre-Kulthit „Men In Black“. Und das ist im Hinblick auf die Story des Marvel-Blockbusters sogar recht clever...

Dass in Filmen auf andere Filme angespielt wird, ist natürlich längst nichts Ungewöhnliches. Manchmal geschieht das über Zitate, manchmal über Hommagen oder Parodien und manchmal einfach nur, indem das entsprechende Werk irgendwo im Kino oder auf einem Fernseher läuft. Einen solchen Fall gibt es nun auch in „Spider-Man: Brand New Day“.

Vielen dürfte es aufgefallen sein: Bevor Spidey (Tom Holland) das „Büro“ von Yelena aka Black Widow (Florence Pugh) betritt, sind auf einem alten Fernseher am „Empfang“ Szenen aus dem kultigen Sci-Fi-Abenteuer „Men In Black“ von 1997 zu sehen. Während solche Referenzen oftmals auch nur eine Liebesbekundung der Filmschaffenden für ein anderes Werk sind, steckt in diesem Fall aber wohl doch etwas mehr dahinter (und damit meinen wir nicht, dass beide Filme aus dem Hause Sony stammen).

Die Parallelen zwischen "Men In Black" und "Spider-Man: Brand New Day"

Denn tatsächlich gibt es gleich zwei große Parallelen zwischen „Men In Black“ und „Spider-Man: Brand New Day“. Zum einen handelt es sich beim Bösewicht des Will-Smith-Spektakels um eine Alien-Schabe, die in der Lage ist, in die Körper anderer Lebewesen zu schlüpfen und sie so zu steuern, ähnlich wie es also auch die Antagonistin in „Brand New Day“ kann (auch wenn der „Men In Black“-Schurke seine Opfer leersaugt und dann tatsächlich körperlich in deren Haut schlüpft, während es bei „Spider-Man“ „nur“ eine vorübergehende Gedankenkontrolle ist).

Men in Black
Men in Black
Starttermin 11. September 1997 | 1 Std. 38 Min.
Von Barry Sonnenfeld
Mit Will Smith, Tommy Lee Jones, Linda Fiorentino
Pressekritiken
4,0
User-Wertung
4,0
Filmstarts
4,0
Im Stream

Auf der anderen Seite spielen in der „Men In Black“-Reihe die sogenannten Neuralisatoren (die liebevoll von Will Smith‘ Figur Blitzdings getauft werden) eine ganz zentrale Rolle. Mit diesen Geräten ist es auf Knopfdruck möglich, die Erinnerungen anderer Personen zu löschen. Und genau das ist schließlich auch am Ende von „Spider-Man: No Way Home“ passiert, als Doctor Strange (Benedict Cumberbatch) mittels Zauberspruch die Welt die Existenz von Peter Parker vergessen ließ – was nun natürlich auch in „Brand New Day“ noch eine ganz essentielle Rolle spielt. Die Auswahl von „Men In Black“ dürfte daher kein Zufall sein, auch wenn die Hintergründe dazu bislang noch nicht offiziell bestätigt wurden.

Ein MCU-Schurke ist plötzlich Schauspieler?!

Das Auftauchen von „Men In Black“ in „Spider-Man: Brand New Day“ sorgt bei näherer Betrachtung aber zugleich auch für ein amüsantes MCU-Paradoxon. So wird der erwähnte Bösewicht des Films (bzw. die von ihm übernommene menschliche Hülle Edgar) von Vincent D’Onofrio gespielt, der im Marvel Cinematic Universe bekanntlich selbst als Unterweltboss und späterer New Yorker Bürgermeister Wilson Fisk alias Kingpin unterwegs ist.

Das bedeutet also im Umkehrschluss eigentlich, dass es im MCU auch den Schauspieler Vincent D‘Onofrio gibt, der einige Jahre nach „Men In Black“ schließlich seinen Marvel-Einstand in der ersten „Daredevil“-Serie gab. Oder aber es ist eine D‘Onofrio-Variante aus einer Parallelwelt des Multiversums, die nie den Sprung ins MCU gewagt hat und Kingpin nun einfach zum Verwechseln ähnlich sieht. Am Ende sollte man sich darüber natürlich nicht allzu viele Gedanken machen, handelt es sich letztlich doch nur um eine Referenz am Rande, die zwar durchaus smart auf „Brand New Day“ anspielt, aber für das größere MCU natürlich keine wichtigere Bedeutung hat.

Vincent D'Onofrio als Edgar (hier noch als Mensch) in Sony Pictures
Vincent D'Onofrio als Edgar (hier noch als Mensch) in "Men In Black"

Es ist dabei übrigens auch nicht das erste Mal, dass in der Marvel-Kinowelt auf einen Film verwiesen wird, in dem Darsteller*innen aus dem inzwischen gigantischen MCU-Ensemble auftauchen. Man denke nur an die mehrfach vorkommenden Anspielungen auf die „Herr der Ringe“-Trilogie, deren Stars Cate Blanchett, Karl Urban (beide in „Thor: Ragnarok“), Hugo Weaving (in „Captain America“) und Andy Serkis (in „Black Panther“) allesamt auch schon im MCU mitmischten (auch wenn man sich hier eventuell damit rausreden könnte, dass lediglich auf die Bücher von J.R.R. Tolkien und nicht auf die Verfilmungen von Peter Jackson verwiesen wurde).

Besser versteckt als „Men In Black“ ist in „Spider-Man: Brand New Day“ übrigens ein Auftritt einer Hollywood-Ikone – der zudem für eine schöne Reunion sorgt. Um wen es sich handelt, erfahrt ihr im folgenden Artikel:

Hollywood-Ikone spricht über ihren versteckten Auftritt in "Spider-Man: Brand New Day" – zuletzt stand sie vor 14 Jahren mit Tom Holland vor der Kamera!

Markus Trutt
Markus Trutt
-Redakteur
Das Mammut-Projekt MCU hat Markus bis heute in seinem Bann, sodass er alles, was Film und Serie dazu hergeben, genüsslich aufsaugt.
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