Seit mittlerweile 40 Jahren werden bei Spieleabenden Wände verschoben, neue Gänge geöffnet und Mitspieler möglichst gemein vom direkten Weg zum nächsten Schatz abgeschnitten. „Das verrückte Labyrinth“ gehört zu den bekanntesten Brettspielen aus Deutschland und ist seit seiner Veröffentlichung 1986 ein internationaler Dauerbrenner. Wie zeitlos das Spiel ist, zeigt sich daran, dass es den Autor dieser Zeilen damals zur Veröffentlichung in der eigenen Kindheit begleitete und er es jetzt 40 Jahre später seinem Neffen zum Geburtstag schenkt.
Schon vor zwei Jahren konnten wir berichten, dass Constantin Film und Ravensburger den Spiele-Klassiker auf die große Leinwand bringen wollen. Doch jetzt hat das Projekt auch einen konkreten Starttermin: „Das verrückte Labyrinth“ kommt am 20. Januar 2028 in die deutschen Kinos.
Und wer sich bislang gefragt hat, wie man aus dem ziemlich abstrakten Spielprinzip überhaupt einen abendfüllenden Film machen will, bekommt darauf inzwischen ebenfalls eine Antwort. Dank einer Mitteilung des FilmFernsehFonds Bayern, der die Produktion Anfang 2026 mit einer Million Euro förderte, liegt uns eine Inhaltsangabe vor und wir wissen, dass im Kino aus der bekannten Vorlage eine waschechtes Fantasy-Abenteuer-Komödie werden soll. Dafür bedient man sich der Figuren, die in der Spielevorlage auf den Labyrinth-Plättchen abgebildet sind und man dort erreichen muss.
Darum geht es in "Das verrückte Labyrinth"
Im Zentrum steht die 17-jährige Lou, die mit dem neuen Freund ihrer Mutter so gar nichts anfangen kann. Der heißt Nico, ist 42 Jahre alt und verdient sein Geld als Twitch-Streamer. Bei einem gemeinsamen Spieleabend nimmt die ohnehin angespannte Situation dann jedoch eine äußerst unerwartete Wendung.
Aus einer antiken Ausgabe von „Das verrückte Labyrinth“ wird versehentlich der freche Kobold Zephyr befreit. Damit beginnt für Lou und Nico eine abenteuerliche Schatzsuche, bei der das unfreiwillige Duo ein undurchdringliches Labyrinth überwinden muss. Auf dem Weg begegnen ihnen auch ein charmanter Ritter und sogar Drachen.
Der Regisseur eines Kult-Films übernimmt
Inszeniert wird „Das verrückte Labyrinth“ von Peter Thorwarth. Der deutsche Regisseur machte sich zunächst mit Filmen wie „Bang Boom Bang“ und „Was nicht passt, wird passend gemacht“ einen Namen, die nicht nur im Ruhrpott Kult-Status erlangten. Vor allem „Bang Boom Bang“ hat auch heute noch zahlreiche Fans, die ihn regelmäßig schauen und jedes Wort mitsprechen können. Zuletzt machte der Filmemacher für Netflix „Blood Red Sky“ und „Blood & Gold“, vor allem Ersterer war auch international ein größerer Erfolg. Das Drehbuch zur Brettspiel-Adaption stammt von Jakob Grahl, Fabian Carl und David Benke. Über mögliche Darsteller*innen ist noch nichts bekannt.
„Das verrückte Labyrinth“ ist übrigens nicht der einzige Brettspiel-Klassiker, den Constantin für die Leinwand entdeckt hat. Im Rahmen der Partnerschaft mit Ravensburger wurden auch Verfilmungen von „Scotland Yard“ und „Lotti Karotti“ angekündigt. Während „Scotland Yard“ ebenfalls als Live-Action-Abenteuer entwickelt wird, ist für „Lotti Karotti“ eine Animationsfilm-Umsetzung geplant. Am weitesten fortgeschritten ist jedoch die Verfilmung von „Das verrückte Labyrinth“, die nun als erstes der angekündigten Projekte einen festen Kinostart hat.
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