Die 3 besten Filme, die ihr diese Woche bei Amazon Prime Video schauen müsst

Euch erschlägt die riesige Auswahl bei den Streamingdiensten? Dann helfen euch unsere ausgewählten Tipps. Auch in dieser Woche möchten wir euch wieder drei empfehlenswerte Filme für die kommende Woche im Prime-Video-Abo ans Herz legen.

Beinahe jeden Tag kommen bei den Streaminganbietern neue Titel hinzu – Filme, Serien, Mini-Serien und Dokus. Da verliert man schnell mal den Durchblick. Aber zum Glück habt ihr uns! Woche für Woche suchen wir im Angebot von Amazon Prime Video für euch nach empfehlenswerten Klassikern, übersehenen Filmperlen und absoluten Geheimtipps, die mit gültigem Abo ohne Aufpreis abrufbar sind.

Diesmal mit dabei: Eine deutsche Kult-Komödie, ein oscarprämiertes Drama und eine rührende Indie-Perle, die hierzulande viel zu unbekannt ist...

"Lammbock" (2001)

Christian ZübertsLammbock“ feierte dieses Jahr sein 25-jähriges Jubiläum, darf sich aber nicht nur deshalb Kult-Komödie nennen. Die locker-lässige Buddy-Comedy strotzt nämlich nur so vor guten Ideen, Situationskomik und sympathischen Charakteren. Dass die beiden Protagonisten – die Marihuana-Verkäufer UND -konsumenten Stefan und Kai – nicht zu reinen Kiffer-Karikaturen verkommen, ist neben dem cleveren Drehbuch auch deren Darstellern Lucas Gregorowicz und Moritz Bleibtreu zu verdanken.

Diese verleihen dem Film mithilfe der teils improvisierten Dialoge, die irgendwo zwischen Banalität und Tiefgründigkeit angesiedelt sind, trotz zahlreicher schräger Momente eine sehr authentische Atmosphäre. Man möchte den beiden Freunden am liebsten stundenlang beim Diskutieren und Philosophieren zusehen, ob es nun um Mehmet Scholls Gemächt oder Pamela Andersons Brustimplantate geht.

Natürlich reiten sich die zwei Cannabis-Chaoten zwischendurch immer tiefer ins Dilemma, was zu brüllend komischen Szenen führt. „Lammbock“ ist zweifellos eine der besten deutschen Komödien der vergangenen 30 Jahre und funktioniert auch heute noch ganz wunderbar.

"Manchester By The Sea" (2016)

Ist es möglich, sich selbst zu vergeben, wenn man große Schuld auf sich geladen und das Leben von unschuldigen Menschen zerstört hat? Diese komplexe Frage stellt das Drama „Manchester By The Sea“ rund um einen schwermütigen Einzelgänger (unvergessen: Casey Affleck) der nach dem Tod seines Bruders widerwillig in seine Heimat zurückkehrt. Dort soll er sich um seinen 16-jährigen Neffen kümmern – muss sich aber vor allem seiner traumatischen Vergangenheit stellen.

Der mit zwei Oscars (Bester Hauptdarsteller, Bestes Drehbuch) prämierte Film war zum Zeitpunkt seines Erscheinens ein großer Erfolg. Nicht nur waren die Kritiker voll des Lobes (beachtliche 96 (!) Prozent positive Besprechungen bei Rotten Tomatoes), auch an den Kassen räumte der erschütternde, feinfühlig inszenierte „Manchester By The Sea“ ab. Bei einem Budget von nur rund 9 Millionen Dollar lag das weltweite Einspielergebnis am Ende bei starken 79 Millionen Dollar – bemerkenswerte Zahlen für eine Arthouse-Produktion.

Das fast 140-minütige Meisterwerk zählt zu den eigenwilligsten, nachhaltigsten Dramen der 2010er. Und das liegt neben der rührenden Darbietung Afflecks und dem raffinierten Drehbuch vor allem an der außergewöhnlichen Tonalität, die stimmig zwischen tiefer Verzweiflung, Tragikomik und leise aufkeimender Hoffnung changiert.

"My Old Ass" (2024)

Gerade einmal sieben User-Bewertungen bei FILMSTARTS stehen sinnbildlich dafür, dass „My Old Ass“ hierzulande bedauerlicherweise noch viel zu unbekannt ist. Das sollte sich unbedingt ändern, denn diese kleine Indie-Filmperle von Regisseurin Megan Park ist einfach viel zu gut, um so unbeachtet zu bleiben. Die 90 Prozent-Quote an positiven Kritiken bei Rotten Tomatoes kommt schließlich nicht von ungefähr.

Park bringt in „My Old Ass“ Coming-of-Age-Drama mit Zeitreise-Comedy stimmig und unaufdringlich zusammen und verpasst so beiden Genres gleichermaßen eine Frischzellenkur. Die Geschichte der Jugendlichen Elliott (Maisy Stella), die nach der Einnahme von halluzinogenen Pilzen ihrem 39-jährigen Ich (Aubrey Plaza) begegnet, ist so witzig wie berührend und hat dabei auch noch einige tiefgründige Wahrheiten über das Leben zu bieten.

Stella und Plaza spielen sich vor der Kamera gekonnt die Bälle zu und finden genau die richtige Balance zwischen Komik und Tragik. Dank ihnen und der sympathisch-smarten Story ist „My Old Ass“ das perfekte Werk für Herz und Verstand.

Was euch derweil im August noch an Neuheiten im Prime-Video-Abo erwartet, erfahrt ihr in unserer großen Monatsübersicht:

Neu bei Amazon Prime Video im August 2026: "Reacher", ein 5-Sterne-Meisterwerk, Marvel-Murks und ein Highlight der Konkurrenz

Hinweis: Beim vorliegenden Text handelt es sich um eine Zusammenstellung von Streaming-Tipps, die schon zuvor in verschiedenen Artikeln auf FILMSTARTS erschienen sind.

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Sebastian Daniels
Sebastian Daniels
-Freier Autor
Sebastians perfekte Welt: Tarantino geht niemals in Rente, die dramatische Filmtrailer-Stimme aus den 90ern feiert ein Comeback, Einbrecher Marv aus "Home Alone" erhält sein eigenes Spin-off und Bill Murray kriegt endlich einen Oscar für seine bloße Existenz.
Mitarbeit von:
Björn Schneider
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