Kaum ein Wort löst in Fankreisen mehr Kurzschlussreaktionen aus als das Wort „Reshoots“. Dabei gehören sogenannte Nachdrehs, also zusätzliche Dreharbeiten nach Ende der eigentlichen Dreharbeiten, bei fast jedem Film dazu. Häufig stellt sich nämlich erst im Laufe der Postproduktion beim Schnitt heraus, dass hier und da noch ein paar kleine Szenen oder Schnipsel fehlen, um den Film verständlicher und runder zu machen. Doch im Internet werden Nachdrehs häufig so verstanden, dass der komplette Film überarbeitet werden muss. Auch solche Fälle gibt es natürlich – doch was bei Greta Gerwigs „Die Chroniken von Narnia“ Sache ist, ist nicht ganz klar.
Fakt ist: Aktuell werden in den Shepperton Studios in der Nähe von London zusätzliche Szenen für „Narnia: The Magician's Nephew“ (so der offizielle Titel des mindestens 200 Millionen Dollar teuren Netflix-Films) gedreht – sechs Monate, nachdem die Dreharbeiten Ende Januar 2026 offiziell abgeschlossen wurden. Über die Gründe für diese Nachdrehs und über deren Ausmaß herrscht allerdings ein wenig Unklarheit.
Muss Greta Gerwigs "Narnia" komplett überarbeitet werden?
So berichtete der bestens vernetzte Hollywood-Insider Jeff Sneider kürzlich in seinem Newsletter TheInsneider, dass die letzten Testvorführungen von „Narnia“ nicht gut wie erhofft gelaufen seien, weswegen die Netflix-Verantwortlichen Nachdrehs angeordnet hätten. Auch Jordan Ruimy von der Seite World Of Reel hat bereits von eher mäßigen Testvorführungs-Ergebnissen gehört, was eher dafür sprechen würde, dass „The Magician's Nephew“ kräftig umgebaut werden muss.
Oder fehlen nur ein paar kleine Szenen?
Nun allerdings berichtet die uns in Sachen Narnia als sehr verlässlich bekannte Fanseite Narniaweb, dass die zusätzlichen Dreharbeiten nicht so umfangreich ausfallen sollen, wie man angesichts der Berichte über enttäuschende Testvorführungen glauben könnte. Eine Quelle aus dem Umfeld des Films betont so etwa, dass hier keine der gefürchteten „Reshoots“ stattfinden sollen, sondern lediglich „Additional Photography“ (also zusätzliche Aufnahmen). Beide Begriffe meinen eigentlich dasselbe, doch wie einleitend erwähnt sind „Reshoots“ deutlich negativer besetzt.
Das deckt sich auch mit den weiteren Details, die Narniaweb berichtet: So sollen die Nachdrehs nicht mehr als zwei Wochen dauern und ohne den Hauptcast der Serie stattfinden – was auch eher dafür spricht, dass hier nur ein paar fehlende Schnipsel und Verbindungsglieder ergänzt werden sollen, und nicht etwa der ganze Film umgekrempelt wird. Womöglich werden wir näher zum Kinostart mehr darüber erfahren.
„Narnia: The Magician's Nephew“ wird nämlich tatsächlich am 11. Februar 2027 groß ins Kino kommen, obwohl es sich dabei um eine Netflix-Produktion handelt und der Streamingdienst mit dem roten N seinen Filmen normalerweise keine großen Kinostarts spendiert.
Übrigens könnte „Narnia“ dann schlussendlich der teuerste Netflix-Film überhaupt werden, erst recht, weil nun ja noch einmal Nachdrehs stattfinden. Mehr dazu erfahrt ihr in diesem Artikel:
Über 320 Millionen Dollar Budget?! Heißerwartetes Fantasy-Epos könnte der teuerste Netflix-Film aller Zeiten werden