Wie sieht die Zukunft von DC Studios unter der Leitung von James Gunn und Peter Safran aus? Nach dem Megaflop „Supergirl“ werden alle Augen auf „Superman 2“ gerichtet sein, dessen Erfolg maßgeblich dafür sein dürfte, wie es mit den weiteren Plänen von DC weitergeht. Und wie sieht es im Serien-Bereich aus? Während mit „Lanterns“ am 17. August ein neuer Titel an den Start geht, hat man nun bei gleich drei anderen Serien die Entscheidung getroffen, sie in der bisherigen Form nicht weiterzuverfolgen.
Wie verschiedene Branchenmagazine übereinstimmend berichten, werden die bereits vor Jahren angekündigte Serie über Amanda Waller (Viola Davis) als auch „Paradise Lost“, bei der es sich um ein Prequel zu „Wonder Woman“ handeln sollte, nicht länger aktiv entwickelt, da sie für das Studio offenbar keine Priorität besitzen. Auch die Serie „Booster Gold“, die Gunn und Safran 2023 angekündigt hatten, wird zumindest in der ursprünglich geplanten Form nicht kommen. Dies bestätigte inzwischen auch der ursprüngliche Autor und Showrunner David Jenkins, dessen Version der Serie verworfen wurde. Hier ist zumindest die Hoffnung, sie in einer anderen Form doch noch zu bringen.
Keine DC-Antwort auf "Game of Thrones"
Warum man sich dazu entschieden hat, die Serien nun doch nicht mehr aktiv zu entwickeln, ist bislang nicht bekannt. Man kann allerdings davon ausgehen, dass James Gunn und Peter Safran schlicht nicht mehr an die Formate geglaubt beziehungsweise nicht das notwendige Erfolgs- und Zuschauerpotenzial darin gesehen haben, um sie voranzutreiben. Womöglich hat man auch einen ähnlichen Blick auf die Lage wie Konkurrent Marvel. Dort hat sich zuletzt die Überzeugung durchgesetzt, dass die aufwändigen Live-Action-Serien aus dem eigenen Superhelden-Universum nur in Ausnahmefällen funktionieren. Daher wird es dort vorläufig wohl auch nur noch einige wenige Realserien geben.
Einen ähnlichen Weg scheint DC einzuschlagen. Dabei erhofften sich gerade von „Paradise Lost“ viele Fans eine Menge. Die Serie sollte auf der Insel Themyscira und damit lange vor der Geburt von Wonder Woman angesiedelt sein. James Gunn verglich das Format sogar mit „Game Of Thrones“, da sich auch in „Paradise Lost“ zahlreiche Intrigen und Machtkämpfe entspinnen sollten. Ein reizvoller Ansatz, hätte die Serie doch die Möglichkeit geboten, eine bislang weitgehend unbekannte Seite der Welt von Wonder Woman zu beleuchten.
Wichtig ist allerdings: Über die Serien wurde zwar bereits seit Jahren gesprochen – „Waller“ fand beispielsweise schon im Mai 2022 erstmals Erwähnung –, offiziell in Auftrag gegeben wurden die Produktionen nie. Es handelt sich bei den aktuellen Entscheidungen daher weniger um klassische Absetzungen als vielmehr um das Ende von Projekten, die nie über die Entwicklungsphase hinausgekommen sind.
Die jüngsten Entscheidungen machen vor allem deutlich, dass Gunn und Safran ihr DC-Universum offenbar stärker fokussieren wollen. Nicht jedes einst angekündigte Projekt wird zwangsläufig Teil der neuen Strategie – und gerade angesichts des hohen Drucks auf das Studio dürfte die Frage, welche Geschichten man erzählt, ebenso wichtig sein wie jene, auf welche man verzichtet.
Nathan Fillion in "Mister Miracle" dabei!
Allerdings wurden nicht alle DC-Serien eingestampft. Das „Superman“-Spin-off um Jimmy Olsen soll weiterhin kommen und befindet sich in der Entwicklung. Zudem wurde nun von Entertainment Weekly berichtet, dass Nathan Fillion als Guy Gardner in „Mister Miracle“ mitmischen wird.
Das Mitglied der Green Lanterns hat Fillion bereits in „Superman“, in der zweiten Staffel von „Peacemaker“ sowie in der kommenden Serie „Lanterns“ übernommen. In „Mister Miracle“, in dem der weltbekannte Entfesselungskünstler Scott Free im Mittelpunkt steht, wird Fillion allerdings nur zu hören sein, denn bei dem Projekt handelt es sich um eine Animationsserie.
Auch mit einem Netflix-Hit geht es unterdessen weiter, denn ein Spin-off befindet sich bereits in Arbeit. Was es damit auf sich hat, erfahrt ihr im nachfolgenden Artikel:
Einer der größten Netflix-Hits geht doch noch weiter: Spin-off mit "How I Met Your Mother"-Star kommt!