Dieser verstörende Horror-Meilenstein war jahrzehntelang verboten – ein erstes Bild stimmt jetzt auf sein einzigartiges Remake ein

Selbst wer Neuverfilmungen nichts abgewinnen kann, dürfte in diesem Fall hellhörig werden. Denn bevor „Obsession“-Macher Curry Barker „Texas Chainsaw Massacre“ adaptiert, erhält Tobe Hoopers Terror-Klassiker einen ganz besonderen neuen Anstrich.

„The Texas Chainsaw Massacre“ von Tobe Hooper machte mächtig Eindruck, als er Mitte der 70er für Angst und Schrecken in den Kinosälen sorgte – auch in Deutschland, wo das legendäre Kettensägenmassaker unter dem Titel „Blutgericht in Texas“ für Furore sorgte: Er kam zunächst nur gekürzt in die Kinos, wurde seit der VHS-Ära sowohl in der Uncut-Version als auch in der gekürzten Fassung immer wieder indiziert – und aufgrund der expliziten, zuweilen verstörenden Gewaltdarstellungen sogar beschlagnahmt.

Über 50 Jahre später gilt der Film zwar immer noch als schonungslos-dreckiger Kult-Klassiker, ist aber immerhin längst ganz regulär in voller Länge erhältlich. Dennoch ließ man im Laufe der Jahre nichts unversucht, um die Leatherface-Saga zu erweitern oder neu aufzurollen – und so am Leben zu erhalten. Während so etwa Curry Barker („Obsession - Du sollst mich lieben“) aktuell an seiner eigenen Interpretation des Terror-Meilensteins arbeitet, steht aber erst einmal ein Rotoscope-Remake ins Haus!

"Texas Chainsaw Massacre": Erster Blick auf das Rotoscope-Remake

Nachdem wir bereits im vergangenen Juli erstmals davon berichteten, hat Produktionsschmiede Dark Sky Films jetzt auch schon ein erstes Bild via Instagram daraus enthüllt:

Aber was genau ist Rotoscope eigentlich? Beim sogenannten rotoscoping handelt es sich um ein spezielles Verfahren, bei dem zunächst Filmaufnahmen gedreht werden, die anschließend – Frame für Frame – übermalt und nachgezeichnet werden. Auf diese Weise sind unter anderem auch schon der Sci-Fi-Thriller „A Scanner Darkly“ mit Keanu Reeves oder der Netflix-Geheimtipp „Apollo 10 ½: Eine Kindheit im Weltraumzeitalter“ entstanden.

Für das Rotoscope-„Blutgericht in Texas“ wurde allerdings überhaupt kein neues Material gedreht, sondern das verstörende Meisterwerk aus dem Jahr 1974 mit viel Liebe zum Detail überarbeitet. Und zwar von Paul Beck, der auch schon an den gerade erwähnten Rotoscope-Filmen beteiligt war.

Was nach einer Aufgabe für eine KI klingt, die das Ganze wohl in Windeseile umsetzen könnte, wurde in einer Presseaussendung vor ein paar Wochen bereits ausdrücklich betont, dass bei der Realisierung von „Texas Chainsaw Massacre“ keine Künstliche Intelligenz zum Einsatz kam – und jedes einzelne Bild von Hand illustriert werde. So wolle man garantieren, dass die authentischen Darstellungen des Original-Casts ihre Intensität bewahren. Zugleich soll dem Publikum damit aber auch ein völlig neues visuelles Erlebnis ermöglicht werden.

Wann wir das Ganze zu sehen bekommen, ist derweil unklar. Während eine Veröffentlichung im Laufe des Jahres 2027 angepeilt wird, soll in den USA aber bereits am 18. August ein Behind-the-Scenes-Beitrag gezeigt werden – und zwar im Zuge des „Texas Chain Saw Day“, an dem auch Hoopers Kult-Schocker noch einmal in 4K auf die Leinwände kommt.

Welcher Horrorfilm demnächst fortgesetzt wird, der unter anderem auch Quentin Tarantino begeistern konnte, lest ihr im nachfolgenden Artikel.

Der Horror geht in New York weiter: Einer der laut Quentin Tarantino besten Filme 2019 wird endlich fortgesetzt – jetzt stehen die Hauptdarsteller fest

Daniel Fabian
Daniel Fabian
-Senior-Redakteur
Horror ist in seiner DNA verankert – ob irre wie „Braindead“ und „Eraserhead“ oder packend wie „Halloween“ und „High Tension“. Hauptsache ungekürzt!
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