Vor 33 Jahren brauchte Steven Spielberg nur ein Glas Wasser und eine Gitarrensaite, um eine der spannendsten Szenen der Filmgeschichte zu erschaffen

„Jurassic Park“ brachte die Dinosaurier 1993 so lebensecht wie nie zuvor auf die Leinwand. Doch einer der effektivsten Tricks des Films hat nichts mit Animatronics oder CGI zu tun – Spielberg brauchte dafür lediglich ein Glas und eine Gitarrensaite.

An „Jurassic Park“ gab es im Jahr 1993 kein Vorbeikommen: Mit einem weltweiten Einspielergebnis von 978 Millionen US-Dollar war Steven Spielbergs bahnbrechender Dino-Blockbuster nicht nur der mit Abstand umsatzstärkste Kino-Hit des Jahres, er wurde auch zum bis dahin erfolgreichsten Film aller Zeiten (zuvor hielt ein anderes Meisterwerk von Spielberg diesen Rekord: „E.T. – Der Außerirdische“!).

Jurassic Park
Jurassic Park
Starttermin 2. September 1993 | 2 Std. 02 Min.
Von Steven Spielberg
Mit Sam Neill, Laura Dern, Jeff Goldblum
Pressekritiken
4,1
User-Wertung
4,5
Filmstarts
4,5
Im Stream

Auch der kulturelle Nachhall des Films kann kaum hoch genug eingeschätzt werden: „Jurassic Park“ setzte neue Maßstäbe in Sachen visuelle Effekte und begründete ein Milliarden-Franchise, das bis heute regelmäßig neue Ableger hervorbringt. Für viele Fans bleibt der erste Teil allerdings unerreicht. Kein Wunder, steckt das dreifach oscarprämierte Abenteuer doch voller unvergesslicher Momente: Vom ersten ehrfürchtigen Blick auf den gewaltigen Brachiosaurus bis hin zur legendären Küchen-Sequenz, in der die beiden Kinder Lex (Ariana Richards) und Tim (Joseph Mazzello) von zwei Velociraptoren gejagt werden.

Die Verbindung von praktischen Spezialeffekten und damals neuer CGI-Technik, mit deren Hilfe Spielberg die Urzeitriesen so lebensecht wie nie zuvor auf die Leinwand brachte, war wie gesagt absolut revolutionär – eine der berühmtesten Szenen des Films kam allerdings mit vergleichsweise einfachen Mitteln aus: einem Glas Wasser und einer Gitarrensaite.

So entstand eine der berühmtesten Szenen von "Jurassic Park"

Kurz bevor der T-Rex erstmals zu sehen ist, kündigt der Film dessen Ankunft auf so simple wie effektive Art und Weise an: Mit jedem dumpfen Schritt des noch unsichtbaren Raubsauriers entstehen kreisförmige Wellen in einem Wasserglas auf dem Armaturenbrett des Fahrzeugs, in dem Lex und Tim auf die Rückkehr von Dr. Alan Grant (Sam Neill) und Dr. Ian Malcolm (Jeff Goldblum) warten.

Auf die Idee kam Spielberg ausgerechnet beim Musikhören im Auto. Wie Special-Effects-Supervisor Michael Lantieri später erzählte, hörte der Regisseur einen Song von Earth, Wind & Fire und bemerkte, dass der Bass seinen Rückspiegel zum Vibrieren brachte. Genau dieses Gefühl wollte Spielberg für die Ankunft des Tyrannosaurus nutzen.

Doch die Umsetzung dieser Idee stellte sich als unerwartet schwieriges Unterfangen heraus: Lantieri und sein Team experimentierten mit verschiedenen Methoden, ohne das gewünschte Ergebnis zu erzielen. Das änderte sich, als der Effekt-Spezialist eines Abends ein Glas auf seine Gitarre stellte – und bemerkte, dass eine bestimmte Frequenz genau die Wellen erzeugte, nach denen er die ganze Zeit gesucht hatte.

Für den Dreh wurde deshalb eine Gitarrensaite unter dem Armaturenbrett des Ford Explorer gespannt. Ein Crewmitglied zupfte sie im richtigen Moment und übertrug damit die Vibration auf das Wasserglas. Das Ergebnis ist auf der Leinwand nur für wenige Sekunden zu sehen – und wurde dennoch zu einem der berühmtesten Spannungsmomente des modernen Blockbuster-Kinos!

Um ein geniales, aber oft übersehenes „Jurassic Park“-Detail dreht sich der nachfolgende Artikel:

Gleich zu Beginn von "Jurassic Park" zeigt dieses geniale Detail, dass John Hammond nicht weiß, was er tut!
Michael Bendix
Michael Bendix
-Redakteur
Schaut pro Jahr mehrere hundert Filme und bricht niemals einen ab. Liebt das Kino in seiner Gesamtheit: von Action bis Musical, von Horror bis Komödie, vom alten Hollywood bis zum jüngsten "Mission: Impossible"-Blockbuster.
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