Bildgewaltige Sci-Fi-Sensation neu im Heimkino: An diesem Film müssen sich 2026 "Dune 3" und Co. messen lassen

Bildhübsche Weltraumeindrücke und eine im Sci-Fi-Kino selten gewordene, herzlich-schöne Geschichte über Optimismus, Verständigung, die Kraft der Wissenschaft und der Lohn dessen, über sich hinauszuwachsen: „Der Astronaut“ ist neu im Heimkino.

Es ist einer der erfreulichsten Triumphe des Kinojahres: Mit der Literaturverfilmung „Der Astronaut – Project Hail Mary“ startete im Frühling 2026 ein atypisch optimistischer, den Wert der Wissenschaft besingender, ebenso rührender wie humorvoller Sci-Fi-Film in den Kinos. Und der räumte ab, wie man es größtenteils von Franchise-Fortsetzungen gewohnt ist!

Weltweit generierte das Ryan-Gosling-Vehikel Einnahmen von 684 Millionen Dollar an den Kinokassen, noch dazu wurde es mit positiven bis euphorischen Pressestimmen überhäuft. Unter anderem winkten der neusten Regiearbeit des „The LEGO Movie“-Duos Phil Lord & Christopher Miller starke vier von fünf Sterne in der FILMSTARTS-Kritik von unserem Autor Markus Trutt!

Jetzt könnt ihr das bildgewaltige und bei aller gebotenen Emotionsachterbahnfahrt verlässlich aufmunternde Spektakel in eure Filmsammlung eingliedern: Diese Woche ist „Der Astronaut – Project Hail Mary“ im deutschen Heimkino auf DVD, Blu-ray und 4K-Blu-ray erschienen!

Als Bonusmaterial gibt es auf der Blu-ray- und der 4K-Edition einen Audiokommentar, eine Featurette und Deleted Scenes zu entdecken. Falls ihr auf das haptische Element verzichten könnt, besteht schon länger die Möglichkeit, „Der Astronaut – Project Hail Mary“ bei Prime Video im Abo* abzurufen. Und wenn ihr den Film mit seiner Inspirationsquelle vergleichen möchtet: Die Buchvorlage ist ebenfalls auf Amazon* zu erwerben.

Darum geht es in "Der Astronaut – Project Hail Mary"

Molekularbiologe Ryland Grace (Ryan Gosling) erwacht desorientiert und ohne Erinnerungsvermögen an Bord des Raumschiffs Hail Mary. Innerhalb kürzester Zeit offenbart sich ihm, dass der Rest der Crew tot ist und er sich Lichtjahre von der Erde entfernt befindet. Während er versucht, sich an diese befremdliche und beängstigende Situation zu gewöhnen, kehrt schleichend sein Gedächtnis zurück.

Ihm wird wieder bewusst, dass die Sonne von einem Mikroorganismus namens Astrophage bedroht wird. Daher hat ihn die Regierungsagentin Eva Stratt (Sandra Hüller) angeheuert, um einen Weg zu finden, diesen Organismus zu bezwingen. Doch Rylands Gedächtnisverlust nagt weiter an ihm und droht somit, seine Mission auszubremsen. Noch dazu entdeckt er ein weiteres Flugobjekt, auf dem sich ein fremdes Wesen befindet...

Wissen schaft!

Dass „Der Astronaut – Project Hail Mary“ wie der Matt-Damon-Hit „Der Marsianer – Rettet Mark Watney“ auf einem Roman von Andy Weir basiert, den Drehbuchautor Drew Goddard in Filmform gebracht hat, ist dem Blockbuster vollauf anzumerken: Goslings Mission, die Sonne und somit auch die Erde zu retten, ist wie Damons Mars-Survival-Abenteuer durchzogen von schnippisch vermittelter, zugleich innig empfundener Begeisterung für wissenschaftliches Vorgehen. Ganz gleich, wie erdrückend die Lage ist: Beim Versuch, einen kühlen Kopf zu bewahren, Neugier aufzubringen und unermüdlich neue Ansätze auszuprobieren, folgen zwangsweise Situationskomik und erhellende Erkenntnisse!

Dank Goslings jovialer Präsenz vor der Kamera artet das nie in Didaktik aus, sondern ist konstant unterhaltsames Popcornkino mit selbstverständlich ausgelebter, inspirierender Haltung: Etwas ungeschickt, doch unermüdlich, ackert sich Ryland, der stets sich selbst aber nie die Möglichkeiten seines Arbeitsfeldes unterschätzt, durch diese mit überraschenden Wendungen, berührenden Tiefen und beflügelnden Glücksmomenten bespickte Weltall-Mission.

Die farbenfroh-schillernden All-Impressionen und das makellose komödiantische Timing seines unverhofften, außerirdischen Wegbegleiters runden dieses Filmvergnügen hervorragend ab. Und dann sind da ja noch die Rückblenden auf die Erde, in denen Hüller punktgenau den Archetyp einer hypereffizienten Deutschen abgibt. Was hinter Hüllers denkwürdigster Szene steckt, haben wir euch übrigens in einem eigenen Artikel aufgedröselt:

Der wohl schönste Moment in "Der Astronaut - Project Hail Mary": Das ist der Song, den Sandra Hüller singt – und das steckt dahinter

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Sidney Schering
Sidney Schering
-Freier Autor und Kritiker
Er findet Streaming zwar praktisch, eine echte Sammlung kann es für ihn aber nicht ersetzen: Was im eigenen Regal steht, ist sicher vor Internet-Blackouts, auslaufenden Lizenzverträgen und nachträglichen Schnitten.
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