Auch fast fünf Jahre nach der „Squid Game“-Premiere belegt Staffel 1 mit 265,2 Millionen Views in den ersten 91 Tagen nach Release nach wie vor Platz 1 der meistgeschauten Serien auf Netflix – beeindruckend, gerade in einer schnelllebigen Zeit wie heute. Wirft man einen Blick auf die All-Time-Charts der erfolgreichsten nicht-englischsprachigen Netflix-Serien, folgen auf den Plätzen 2 und 3 dann auch schon die „Squid Game“-Seasons 2 und 3. Ganz zu schweigen von den unzähligen Preisen wie beispielsweise sechs Emmys. Ja, Serien-Schöpfer Hwang Dong-hyuk hätte wohl selbst nicht für möglich gehalten, dass sein perfides Spiel um Leben und Tod ein derartiges Phänomen werden würde.
Während in der Zwischenzeit mit „Squid Game: The Challenge“ auch schon eine dem Hit nachempfundene Reality-Show auf die Beine gestellt wurde, wurde kürzlich bekannt, dass aus dem geplanten Hollywood-Spin-off von David Fincher nichts mehr wird. Dafür wissen wir nun endlich, was Hwang Dong-hyuk als nächstes vorhat: Der „Squid Game“-Macher wird 2027 seinen ersten Kinofilm seit zehn Jahren drehen – und hat auch den Superstar seiner Netflix-Serie wieder mit an Bord.
Nach "Squid Game" kommt "K.O. Club"
Wie nun bekannt wurde, arbeitet der Drehbuchautor und Regisseur aktuell an einem Science-Fiction-Thriller – in dem eine gehörige Portion „Squid Game“ mitschwingen wird.
Denn die Hauptrolle soll kein Geringerer als Lee Byung-hun spielen. Der aus Seoul stammende Charaktermime ist bekannt für Ausnahmefilme wie „I Saw The Devil“, „Bittersweet Life“, und „JSA - Joint Security Army“ und gilt als eines der Aushängeschilder des koreanischen Autorenkinos. Sein Talent wurde zwar längst auch in Hollywood entdeckt, dort allerdings entweder noch nicht ausgeschöpft oder bloß als Randerscheinung verheizt (u.a. in „Terminator 4“ und „G.I. Joe - Die Abrechnung“). Außerdem spielte Lee Byung-hun in „Squid Game“ auch schon die entscheidende Rolle als Frontmann, der die todbringenden Spiele leitet. Als Synchronsprecher war er zudem auch noch im größten Film-Hit der Netflix-Geschichte dabei („KPop Demon Hunters“).
Und die ersten Plotdetails zu „K.O. Club“ lassen ebenfalls eine gewisse Nähe zu „Squid Game“ erahnen: Laut Screen Daily spielt der Film in einer dystopischen Zukunft, in der sich die Elite ein längeres Leben erkaufen kann. Während die oberen Zehntausend nach Belieben walten und schalten, bestreitet die jüngere Bevölkerung tagtäglich einen erbarmungslosen Kampf um Leben und Tod.
Das klingt nach genau der Art gesellschaftskritischem Kino, für das Südkorea bekannt ist. Ob „K.O. Club“ am Ende aber auch mit so Meisterstücken wie „Peppermint Candy“, „Parasite“, „Burning“ oder „No Other Choice“ mithalten kann? Das muss sich erst noch zeigen. Die Dreharbeiten sollen in der ersten Jahreshälfte 2027 beginnen, eine Veröffentlichung dürfte dann 2028 folgen.
Außerdem Teil des Casts sind der ebenfalls aus „Squid Game“ bekannte Park Hae-soo, Cho Yeo-jeong („Parasite“), Oh Jung-se („Hi-Five“) sowie Soo-jin Kim („Escape From Mogadishu“).
Ihr wollt jetzt schon einen Film von Hwang Dong-hyuk schauen? Kein Problem! Auf Netflix findet ihr aktuell sein preisgekröntes Drama „Silenced“. Basierend auf wahren Ereignissen erzählt er darin die Geschichte einer Schule für Hörgeschädigte, in der die Kinder von den Lehrkräften systematisch missbraucht werden. Hier ist der Trailer, der auf den über alle Maßen schwer verdaulichen Film einstimmt: