Ich fliege bereits morgen zum Filmfest nach Venedig – und mein meisterwarteter Film in diesem Jahr ist nicht etwa „Wild Horse Nine“ von Martin McDonagh oder „Bucking Fastard“ von Werner Herzog, sondern ganz eindeutig „Possible Love“ von Lee Chang-dong. Schließlich haben wir acht lange Jahre gewartet, bis es nach dem markerschütternden 5-Sterne-Meisterwerk „Burning“ endlich Nachschub gibt.
Meine FILMSTARTS-Kritik zu „Possible Love“ wird pünktlich zur Weltpremiere am 6. September bei uns erscheinen. Aber keine Sorge, das ist keiner dieser Fälle, in denen ein Film auf einem Festival gezeigt wird und dann erst ein oder zwei Jahre später nach Deutschland kommt (wenn überhaupt). Stattdessen hat sich Netflix die weltweiten Rechte an „Possible Love“ gesichert – und dort wird er nicht in zwei Jahren, sondern bereits in zwei Monaten erscheinen, nämlich am 6. November 2026.
Auf dem US-Poster ist außerdem der Schriftzug zu lesen, dass „Possible Love“ bereits ab dem 23. Oktober auch in ausgewählten Kinos zu sehen sein wird. Aber ob das auch in Deutschland der Fall sein wird oder ob „Possible Love“ hierzulande womöglich doch ein reiner Streaming-Titel bleibt, können wir euch leider bisher nicht sagen.
Das ist "Possible Love"
Wir erinnern uns noch ganz kurz an das Fazit der 5-Sterne-FILMSTARTS-Kritik zu „Burning“ zurück: „Lee Chang-dongs herausragend gespieltes Mystery-Meisterwerk ist ein mitreißend zurückgenommen erzählter Psycho-Thriller über Neid, Klassenunterschiede und Rache, bei dem man erst nach gut zwei Stunden überhaupt durchblickt, was für eine Art von Film man sich eigentlich gerade anschaut – und einen schockierenden Schlag in die Magengrube als fulminantes Finale gibt’s dann noch als Zugabe obendrauf.“
Diesmal scheint Meisterregisseur Lee Chang-dong („Poetry“) jedoch etwas andere Töne anzuschlagen. Im Zentrum des 164 Minuten langen „Possible Love“ stehen zwei Paare: Auf der einen Seite ein kürzlich arbeitslos gewordener Mann und seine Frau, die versuchen müssen, irgendwie mit der neuen Situation klarzukommen. Auf der anderen eine Dokumentarregisseurin und ihr Partner, die einen Film über die Herausforderungen des anderen Paares drehen wollen.
Während die Kamera das Leben der Beteiligten festhält, geraten auch ihre persönlichen Wünsche, Enttäuschungen und verborgenen Sehnsüchte zunehmend in den Mittelpunkt. Die Begegnungen zwischen den beiden Paaren führen dazu, dass festgefahrene Beziehungen hinterfragt werden und jeder von ihnen Entscheidungen treffen muss, die das eigene Leben nachhaltig verändern können …
Wie zuvor erwähnt: Genaueres dann in der offiziellen FILMSTARTS-Kritik am 6. September – und in Deutschland spätestens am 6. November dann im Angebot von Netflix. „Burning“-Superfans, von denen wir auch in der Redaktion einige haben, sollten sich den Termin also schon mal dick und fett im Kalender anstreichen.
Und falls ihr „Burning“ noch nicht gesehen habt: Holt es nach, der Film ist der totale Wahnsinn:
*Bei diesem Link handelt es sich um einen sogenannten Affiliate-Link. Bei einem Kauf über diesen Link oder beim Abschluss eines Abos erhalten wir eine Provision. Auf den Preis hat das keinerlei Auswirkung.