Nach der Weltpremiere in Cannes, bei der die Filmemacher Javier Calvo und Javier Ambrossi mit dem Preis für die beste Regie ausgezeichnet wurden, entbrannte umgehend ein Wettbieten um die US-Rechte ihres Dramas „La Bola Negra“. Den Zuschlag sicherte sich schließlich Netflix. Der Streamingdienst setzte sich dabei unter anderem gegen die Indie-Verleiher A24 und Neon durch und soll dafür eine Rekordsumme auf den Tisch gelegt haben.
In Nordamerika wird „La Bola Negra“ bereits am 16. Oktober 2026 in den Kinos starten. Der Grund für die Kinoauswertung ist dabei schnell erklärt: Netflix möchte das gefeierte spanische Drama für die Oscars ins Rennen schicken. Eine entsprechende Kinoauswertung ist Voraussetzung für die Teilnahme an den Academy Awards. „La Bola Negra“ wird in den USA ganze 47 Tage exklusiv auf der großen Leinwand zu sehen sein, bevor er anschließend ins Streamingangebot von Netflix aufgenommen wird. Für einen Netflix-Film ist das ein neuer Rekord. Den bisherigen Höchstwert hielt Noah Baumbachs „Marriage Story“, der 2019 immerhin 30 Tage exklusiv im Kino lief.
Hierzulande müssen sich Kinofans hingegen noch etwas länger gedulden. In Deutschland startet „La Bola Negra“ am 19. November 2026 in den Kinos. Unser Redakteur Björn Becher hatte bereits beim Filmfestival in Cannes die Gelegenheit, das Drama zu sehen, und vergab in der offiziellen FILMSTARTS-Kritik starke 4 von 5 möglichen Sternen.
Wer nun neugierig auf den Film geworden ist, kann sich mit dem neuen Trailer, den wir über diesem Artikel für euch eingebunden haben, schon einmal auf „La Bola Negra“ einstimmen.
Drei Männer, drei Epochen, eine Geschichte: Das ist "La Bola Negra"
Das Epos erzählt von drei schwulen Männern, deren Lebensgeschichten sich über verschiedene Epochen der spanischen Geschichte erstrecken.
Im Jahr 1932 möchte der junge Carlos (Milo Quifes) Mitglied eines elitären Geheimbundes werden. Über seine Aufnahme entscheidet eine Abstimmung mit weißen und schwarzen Kugeln. Obwohl bereits mehrere Männer aus seiner Familie der Vereinigung angehörten, wird Carlos aufgrund von Gerüchten über seine Homosexualität abgelehnt.
Fünf Jahre später erlebt der naive Sebastián (Guitarricadelafuente) den Spanischen Bürgerkrieg. Nachdem italienische Soldaten sein Dorf angegriffen haben, schließt er sich ausgerechnet der Armee des faschistischen Diktators Francisco Franco an. In einem Militärkrankenhaus erhält er den Auftrag, den verwundeten republikanischen Gefangenen Rafael (Miguel Bernardeau) zu bewachen. Zwischen den beiden Männern entwickelt sich nach und nach eine verbotene Liebesgeschichte.
Im Jahr 2017 erforscht schließlich der unglückliche Theaterautor Alberto (Carlos González) queere Spuren in der spanischen Kulturgeschichte. Der Tod seines ihm unbekannten Großvaters führt ihn auf eine persönliche Suche nach seinen familiären Wurzeln. Dabei setzt sich Alberto nicht nur mit der Vergangenheit auseinander, sondern muss sich auch seinem schwierigen Verhältnis zu seiner Mutter Teresa (Lola Dueñas) stellen.
Welche Film- und Serien-Highlights euch bereits im September 2026 bei Netflix erwarten, erfahrt ihr im nachfolgenden Artikel:
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