Ein Streaming-Abo kann fast schon überfordern, wenn man partout nicht weiß, welche Filme sich lohnen und welche nicht. Genau hier helfen wir euch weiter und empfehlen drei Filme, die auf unserer Favoritenliste ganz weit oben stehen.
Dieses Mal erwartet euch in unserem Filmtipp-Dreierpack ein bunter Mix aus unterschiedlichen Genres. Was jedoch alle Werke gemeinsam haben: Sie sind grandios inszeniert, fabelhaft gespielt und bleiben lange im Gedächtnis.
"The Gentlemen" (2019)
Nicht wenige fragten sich, ob Regisseur Guy Ritchie nach seiner langjährigen Blockbuster-Phase („Sherlock Holmes“, „Aladdin“) überhaupt noch in der Lage ist, clevere Gangster-Komödien wie „Snatch“ aus den Anfangstagen seiner Karriere zu erschaffen. 2019 besann er sich auf seine Wurzeln und bewies mit „The Gentlemen“ allen: Ja, er kann es noch!
Mit trockenem Witz, einer genial konstruierten Story sowie unbändigem Stilwillen kreierte Ritchie einen Brit-Pulp-Genuss der Extraklasse. Sein Gespür für die perfekte Besetzung machte sich auch hier bezahlt: Matthew McConaughey („Interstellar“) als charismatisch-tougher Drogenboss, Hugh Grant („Heretic“) als schmieriger Privatdetektiv oder Colin Farrell („The Batman“) als besonnener Boxtrainer verstehen es famos, die rhythmischen Dialoge Ritchies vor der Kamera pointiert abzuliefern.
"Die Kreidelinie" (2022)
Zugegeben, Thriller von Netflix haben nicht gerade den besten Ruf, da es sich hier oftmals um recht generische Austauschware ohne große Spannungsmomente handelt. Mit „Die Kreidelinie“ brachte der Streaming-Gigant 2022 aber einen Film heraus, der sich als behutsam aufgebauter und nervenzerreißender Schlag in die Magengrube entpuppte.
Darin liest ein kinderloses Ehepaar mitten in der Nacht ein verwahrlostes und traumatisiertes Mädchen auf, von dem niemand weiß, woher es kommt und was es erlebt hat. Das unbekannte Kind agiert aggressiv und scheint sich nur zu beruhigen, wenn um es herum eine Kreidelinie gezogen wird. Die Gründe für dieses Verhalten könnten kaum verstörender sein, wie Ersatzmutter Paula (Elena Anaya) schrittweise herausfindet. Der spanische Thriller fesselt bis zur schockierenden Auflösung, die umso mehr nachhallt, wenn man um die realen Hintergründe von „Die Kreidelinie“ weiß.
"Dogtown Boys" (2005)
Die sogenannten Z-Boys waren keine Boygroup, sondern eine Gruppe Jugendlicher, die in den 1970er-Jahren den Skateboard-Sport populär machten und zu den ersten großen Stars der Szene wurden. Der Entstehung dieser faszinierenden Subkultur widmet sich der brillant inszenierte „Dogtown Boys“ von Regisseurin Catherine Hardwicke („Twilight“), der gleichermaßen als Coming-of-Age-Drama, Biopic und Zeitporträt hervorragend funktioniert.
Skateboard-Legende Stacy Peralta (dessen junge Version selbst einer der Protagonisten ist) schrieb höchstpersönlich das Drehbuch zum Film, was die äußerst authentische und fast schon dokumentarisch anmutende Atmosphäre erklärt. „Dogtown Boys“ lebt von seiner ungeschliffenen Ästhetik, den spannenden Charakteren und einem tollen Cast (u. a. Heath Ledger, Emile Hirsch). Sicher einer der besten Filme der 2000er-Jahre und leider zu Unrecht in Vergessenheit geraten!
Und falls ihr wissen wollt, welche Neuheiten ebenfalls diesen Monat bei Netflix landen, schaut am besten noch in unsere große Monatsübersicht rein:
Neu auf Netflix im September 2026: Ein absolutes Sci-Fi-Meisterwerk, die neue Staffel eines Netflix-Mega-Hits & mehr