Neu im Streaming-Abo: Die vielleicht beste Neo-Western-Serie überhaupt – 6 grandiose Staffeln & ein unvergesslicher Held!

„Yellowstone“, „Reacher“, „Landman“, „Fargo“ und der Geheimtipp „Dark Winds“ sind großartige Neo-Western-Serien. Für FILMSTARTS-Autor Oliver Kube steht ein anderer Titel jedoch noch über allen. Und den gibt es jetzt komplett im Streaming-Abo:

Steht ihr auch darauf, wenn klassische Western-Motive für Filme oder TV-Shows gekonnt in ein gegenwärtiges Szenario transportiert werden? Dann solltet ihr unbedingt „Justified“ eine Chance geben. Die Serie basiert auf einer Vorlage des „Jackie Brown“- und „Todeszug nach Yuma“-Autors Elmore Leonard. Sie bietet nicht nur ein authentisches Ambiente voller kurioser Figuren und spannender Storys, sondern auch einen exzellenten Cast, angeführt von „Deadwood“-Star Timothy Olyphant und Walton Goggins („Fallout“) als seinem teuflisch brutalen Widersacher.

Alle sechs Staffeln (78 Episoden) von „Justified“ sind ab sofort Teil des Flatrate-Programms von Paramount+. Den Streaming-Service könnt ihr direkt über die eigene App oder als Zusatzkanal auf Amazon Prime Video buchen. Bei letzterer Variante besteht die Möglichkeit, das auch sonst lohnende Programm im Rahmen eines siebentägigen Gratis-Tests des Paramount+-Channels* zu sichten. Sofern ihr vor Ablauf des Probezeitraums nicht wieder stornieren wollt, werden im Anschluss daran je nach Abo-Modell ab 5,99 Euro pro Monat fällig.

Alternativ ist „Justified“ derzeit übrigens auch im Flatrate-Programm von Disney+* enthalten. Wer keines dieser Abos hat oder erst einmal reinschauen möchte, bevor er/sie ein solches abschließt, kann für jeweils ein paar wenige Euro auch einzelne Episoden als Video-on-Demand erwerben. Das geht bei diversen Anbietern wie unter anderem Amazon Prime Video*, Apple TV, MagentaTV oder maxdome.

Darum geht es in "Justified"

Deputy-Marshal Raylan Givens (Timothy Olyphant) ist ein Gesetzeshüter im Stil des Wilden Westens, der aber in der heutigen Zeit lebt. Seine unkonventionelle Art der Verbrechensbekämpfung macht ihn immer wieder zur Zielscheibe für Kriminelle sowie zu einem ernsthaften Problem für seinen Vorgesetzten Chief Mullen (Nick Searcy). Als Reaktion auf einen umstrittenen Schusswechsel, bei dem er in Miami einen Mafiakiller erschossen hat, wird Givens in die Provinz von Kentucky strafversetzt.

Zu seinem neuen Zuständigkeitsbereich gehört auch Harlan County – die Gemeinde, in der der kleine Raylan einst geboren und aufgewachsen ist und die er eigentlich hinter sich lassen wollte. Denn hier leben noch immer seine Ex-Frau Winona (Natalie Zea), sein aktuell mal wieder im Knast sitzender Vater Arlo (Raymond J. Barry) und sein zum Bomben legenden Rassisten mutierter Jugendfreund Boyd (Walton Goggins) …

Justified
Justified
Starttermin 2010-03-16
Serie: Justified
Mit Timothy Olyphant, Nick Searcy, Joelle Carter
User-Wertung
4,0
Auf Disney+ streamen

Ein charismatischer Antiheld

Der von Timothy Olyphant mit einer perfekt austarierten Mischung aus Coolness, Wut und Melancholie gespielte Marshal ist eine Erfindung von Tarantino-Idol Elmore Leonard. Der Bestsellerautor kreierte den eigenwilligen Antihelden für seine Romane „Jede Wette“ (1993) und „Volles Risiko“ (1995). 2001 veröffentlichte er dann die Kurzgeschichtensammlung „Fire In The Hole“. Protagonist der Titelstory war erneut Raylan Givens. Basierend darauf erschuf „Silo“-Macher Graham Yost seine Serie „Justified“. Als diese auf Anhieb bei Kritik und Publikum ein großer Erfolg war, legte Leonard 2012, ein Jahr vor seinem Tod, noch mit einem dritten Roman nach: „Raylan“.

Gewürzt mit reichlich Gewalt, aber auch einem Schuss Romantik und jeder Menge schwarzem Humor funktioniert „Justified“ als Rachedrama, als düsterer Crime-Thriller und als absolut stimmige Charakterstudie. Schon nach wenigen Episoden glauben wir als Zusehende, den Mann im Zentrum der Serie zu kennen. Gemeinsam mit ihm verzweifeln wir aufgrund des scheinbar hoffnungslos von Mördern, Drogendealern und Erpressern terrorisierten Landstrichs mitten im Nirgendwo von Kentucky.

Raylan besitzt ein Gespür für Menschen und ihre kriminellen Absichten. Obwohl er sich eigentlich bemüht, die Dinge friedlich zu lösen, sieht er sich immer wieder gezwungen, sein Schießeisen zu benutzen. Meist versucht er tatsächlich, den Gesetzen entsprechend zu handeln. Bestimmte, seiner Meinung nach absolut bösartige und gefährliche Gegner treibt er aber auch schon mal mit der festen Absicht in die Enge, um sie am Ende zu töten. Und genau diese Tendenz führt dazu, dass er zurück in seine Heimat kommt, wo er beschließt, im Alleingang mit dem alles überwuchernden Verbrechen aufzuräumen

Das ist die Besetzung von "Justified"

Der Cast von „Justified“ ist exzellent zusammengestellt. Neben der Hauptbesetzung um Timothy Olyphant, Walton Goggins, Nick Searcy („Auf der Flucht“), Joelle Carter („High Fidelity“) und Natalie Zea („La Brea“) tauchen im Laufe der sechs Staffeln noch jede Menge andere bekannte Gesichter auf. So könnt ihr euch auf jeweils längerfristige Nebenrollen für Raymond J. Barry („Geboren am 4. Juli“), Jere Burns („Breaking Bad“), Brent Sexton („Bosch“), Stephen Root („Widow’s Bay“), Kaitlyn Dever („The Last Of Us“), „Supernatural“-Fan-Favorit Jim Beaver, Jeremy Davies („Black Phone 1+2“) und Margo Martindale („The Americans“) freuen.

Weiterhin prominent dabei sind auch noch Neal McDonough („Tulsa King“), Patton Oswalt („King Of Queens“), die immer erstklassige Alicia Witt („Longlegs“), Mary Steenburgen („Undercover im Seniorenheim“), Sam Elliott („Tombstone“), David Meunier („Arrow“), Damon Herriman („Better Man“), Scott Grimes („The Orville“), Wood Harris („The Wire“) und Garret Dillahunt aus „No Country For Old Men“.

Und falls ihr nach den sechs Staffeln noch mehr „Justified“ wollt, schaut doch mit der lohnenden Ableger-Miniserie „Justified: City Primeval“ auf Disney+ einfach weiter. Auch hier spielt Timothy Olyphant wieder den Marshal Raylan Givens.

Mr. Olyphant wird übrigens auch in David Finchers heiß ersehntem „The Further Mis-Adventures Of Cliff Booth“ zu sehen sein, der Fortsetzung zu Quentin Tarantinos „Once Upon A Time... In Hollywood“. Was der Star zu seiner Arbeit am Set zu sagen hatte, lest ihr im folgenden Artikel:

Darsteller begeistert: Die "Once Upon A Time In Hollywood"-Fortsetzung soll den Stil zweier Regie-Legenden perfekt vereinen

*Bei diesen Links handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf über diese Links oder beim Abschluss eines Abos erhalten wir eine Provision. Auf den Preis hat das keinerlei Auswirkung.

Oliver Kube
Oliver Kube
-Freier Autor & Kritiker
Oliver Kube liebt clever gemachte Serien – von "The West Wing" über "The Wire" und "True Detective" bis "Better Call Saul"; von "Black Mirror" bis "Ted Lasso" oder "Archer" und natürlich "Star Trek".
Ähnliche Nachrichten
Das könnte dich auch interessieren