Jeffrey Dahmer, die Menendez-Brüder und Ed Gein: In der Netflix-Anthologie „Monster“ wurden bereits einige der berüchtigtsten Kriminalfälle der US-amerikanischen Geschichte unter die Lupe genommen. Mit „Monster: Die Geschichte von Lizzie Borden“ steht ab heute die vierte Staffel der äußerst erfolgreichen Hit-Serie zum Abruf bereit. Natürlich dreht sich auch diesmal alles um ein spektakuläres Verbrechen, das bis heute nicht vollständig aufgeklärt ist!
Wie schon „Die Geschichte von Ed Gein“ ist auch „Die Geschichte von Lizzie Borden“ keine faktenbasierte Rekonstruktion des historischen Falls, sondern vielmehr eine hochgradig ästhetisierte Interpretation desselben. „Monster“ bleibt sich damit offenbar treu und möchte sich keinesfalls als trockene True-Crime-Abhandlung präsentieren. Stattdessen setzt die Anthologie erneut auf eine stilisierte Erzählweise, die historische Ereignisse mit fiktionalen Elementen und einer ausgeprägten visuellen Handschrift verbindet.
Das ist "Monster: Die Geschichte von Lizzie Borden"
Wie es heißt, soll die vierte Staffel Gothic-Drama, Horror-Elemente und schwarzen Humor zu einem packenden Genre-Cocktail verbinden. Darüber hinaus soll die Geschichte auch als Parabel auf die gesellschaftlichen Zwänge verstanden werden können, denen Frauen im späten 19. Jahrhundert ausgesetzt waren. Damit rückt die Serie nicht nur das Verbrechen selbst, sondern auch die sozialen Strukturen und Geschlechterrollen jener Zeit in den Mittelpunkt.
Der Fall Lizzie Borden sorgt – vor allem in den Vereinigten Staaten – auch heute noch für Aufsehen. Die damals 32-Jährige wurde beschuldigt, ihre Stiefmutter Abby und ihren Vater Andrew Borden brutal mit einer Axt getötet zu haben. Da die Beweislage nicht ausreichte, um sie zweifelsfrei zu überführen, wurde Lizzie Borden schließlich vor einem Gericht in Massachusetts freigesprochen. Bis heute werfen die Umstände, unter denen Andrew und Abby Borden ums Leben kamen, zahlreiche Fragen auf. Der Fall gilt deshalb als einer der bekanntesten ungelösten Kriminalfälle der US-amerikanischen Geschichte.
In der Rolle der Lizzie Borden ist Elle Beatty („If I Had Legs I'd Kick You“) zu sehen. Rebecca Hall („Onslaught“) verkörpert ihre Stiefmutter Abby Borden, während Charlie Hunnam („Sons Of Anarchy“) als Andrew Borden auftritt. Zudem ist auch Vicky Krieps („Der seidene Faden“) mit von der Partie. Sie übernimmt die Rolle der Haushälterin Maggie Sullivan, die in der Serie eine entscheidende Rolle im Leben von Lizzie einnimmt.
Außerdem gehört „American Horror Story“-Ikone Sarah Paulson zum Cast. Sie wird die reale Serienmörderin Aileen Wuornos verkörpern. Damit steht auch fest, dass die neue Staffel auf mehreren Zeitebenen spielt. Wuornos erlangte nämlich erst rund 100 Jahre nach dem Fall Lizzie Borden Berühmtheit, nachdem sie sieben Männer getötet haben soll. Ihre Geschichte bildet damit einen weiteren historischen Bezugspunkt innerhalb der neuen Staffel und erweitert die Handlung um eine zusätzliche Perspektive auf weibliche Gewalt und gesellschaftliche Zuschreibungen.
Nachfolgend könnt ihr euch den Trailer in der englischsprachigen Originalversion anschauen: