Wer von „Reacher“ nicht genug bekommen kann, sollte sich schon einmal den Namen Lucas Davenport merken. Denn wie Deadline berichtet, hat MGM+ die neue Crime-Thriller-Serie „Rules Of Prey“ bestellt, in der Jensen Ackles („Supernatural“, „The Boys“) die Hauptrolle übernimmt. Wie Kenner beider Buchreihen nur zu gut wissen, gibt es einige Parallelen zwischen „Reacher“ und der „Prey“-Reihe.
Letztere gibt es sogar noch länger. 1989 veröffentlichte Autor John Sandford das erste von mittlerweile 36 (!) Büchern rund um den unkonventionellen Ermittler Lucas Davenport, während Jack Reacher erst seit 1997 erbarmungslos für Gerechtigkeit sorgt. Beide Figuren weisen Ähnlichkeiten auf, werden sie von einem eigenen, unerschütterlichen moralischen Kompass getrieben und setzen ihre Vorstellung von Gerechtigkeit notfalls auch mit brutaler Gewalt abseits des Gesetzes durch. Genau wie sein Bestseller-Kollege Lee Child schreibt auch John Sandford so packend, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Doch es gibt auch Unterschiede, was die geplante Serie nicht zu „Reacher 2“, sondern zu einem eigenständigen Titel machen dürfte.
The CW
Während Jack Reacher als ehemaliger Militärpolizist durchs Land zieht und immer wieder in Verschwörungen und Verbrechen gerät, ist Lucas Davenport klassischer im Polizeimilieu verankert. Er ist ein ungewöhnlicher Cop in Minneapolis, der den Beruf eigentlich gar nicht ausüben müsste. Denn er ist sehr reich, fährt auch so einen Porsche und liebt maßgeschneiderte Anzüge. Es ist sein Drang, die Welt besser zu machen und Serienkiller zu stoppen, der ihn weiterarbeiten lässt.
"Rules Of Prey": Das ist die Story der neuen Thriller-Serie
Grundlage der neuen Serie ist mit „Rules Of Prey“ der allererste Davenport-Roman, der in Deutschland unter dem Titel „Schule des Todes“ erschien. Darin bekommt Davenport es mit einem besonders perfiden Serienkiller zu tun. Der Anwalt Louis Vullion hat sich Regeln auferlegt, mit denen er verhindern will, dass die Polizei bei seinen Morden ein Muster erkennt: kein persönlicher Bezug zu den Opfern, kein erkennbares Motiv, keine wiederkehrende Methode.
Nach dem dritten Mord wird Davenport auf den Fall angesetzt und erkennt bald, dass der Täter seine Verbrechen als intellektuelles Spiel begreift. Zwischen Ermittler und Killer entwickelt sich ein gefährliches Katz-und-Maus-Spiel.
"Rules Of Prey" wird bereits gedreht
Lange warten müssen wir möglicherweise nicht einmal auf die Adaption. Die Dreharbeiten zu Staffel 1 laufen bereits im kanadischen Toronto, wo übrigens in unmittelbarer Nachbarschaft gerade auch die fünfte Staffel „Reacher“ gedreht wird, und sollen bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. Als Showrunner ist Bruce Terris („The Cleaning Lady“) an Bord, Regie bei den ersten beiden Episoden führt Daniel Sackheim („Game Of Thrones“).
Neben Hauptdarsteller Jensen Ackles wurde bislang kein weiterer Cast enthüllt. Dafür wissen wir bereits, dass „Rules Of Prey“ auch in Deutschland bei MGM+ erscheinen wird. Der Streamingdienst ist hierzulande als buchbarer Zusatz-Channel über Amazon Prime Video verfügbar*.
In den Amazon-Charts musste „Reacher“ gerade übrigens einer anderen Serie Platz machen. Traurig dürften die Verantwortlichen deswegen aber nicht sein:
In 36 Ländern auf Platz 1: Dieser neue Prime-Video-Hit lässt sogar "Reacher" hinter sich*Bei diesen Links handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf über diese Links oder beim Abschluss eines Abos erhalten wir eine Provision. Auf den Preis hat das keinerlei Auswirkung.