Marvel-Boss nennt diesen Film sein "größtes Versagen" – der Hauptdarsteller stimmt ihm zu 100 Prozent zu
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Wie ein „gigantischer Verlierer“ fühlt sich MCU-Mastermind Kevin Feige, weil man es nicht geschafft hat, einen „Blade“-Film mit Mahershala Ali auf die Beine zu stellen. Dies sei sein größtes Versagen als Marvel-Chef, womit ihm Ali jetzt recht gibt.

Disney und seine verbundenen Unternehmen
Von Björn Becher

Im Juli 2026 wurde bekannt, dass Marvels Versuch eines neuen „Blade“-Films mit Mahershala Ali in der Hauptrolle nach Jahren in der Entwicklungshölle tot ist. Kevin Feige bestätigte dies damals im Podcast Happy Sad Confused, um selbstkritisch festzustellen: „Ich fühle mich wie ein gigantischer Verlierer und Versager, weil wir das mit Mahershala nicht auf die Beine gestellt haben.“ Ali äußerte sich schon damals öffentlich und erklärte: „Wenn sie es hätten machen wollen, hätten sie es gemacht.“ Doch jetzt nahm er noch einmal ausführlicher Stellung.

Angesprochen auf das Feige-Zitat im Magazin GQ erklärte er unverblümt: „Ich stimme ihm zu. Ich stimme ihm zu einhundert Prozent zu. Einhundert Prozent. Er sollte sich auch so fühlen. Ich stimme zu.“

Ali hat so hart für "Blade" trainiert, dass es ihm das "Knie ruinierte"

Warum „Blade“ genau gescheitert ist, bleibt aber weiterhin unklar. Ali will oder kann da kein Licht ins Dunkel bringen. „Das ist eine Frage für Kevin Feige“, wiegelt er erst ab, nur um anschließend noch einmal die Ausgangslage zu verdeutlichen: „Sie hatten, wie Sie schon sagten, einen zweifachen Oscar-Preisträger unter Vertrag und verfügen über Milliarden von Dollar. Das ist eine Frage an sie. Ich meine das nicht persönlich gegen Sie, aber ich weiß nicht, warum es nicht geklappt hat. Bis heute weiß ich nicht, warum es nicht passiert ist. Ich weiß nur, dass es so war.“

Mahershala Ali (hier in Disney und seine verbundenen Unternehmen
Mahershala Ali (hier in "Alita: Battle Angel") blickt noch einmal auf "Blade" zurück.

Dass es an ihm nicht gelegen hat, macht auch noch mal seine Beschreibung deutlich, wie intensiv er sich auf das Projekt vorbereitet hat: „Ich habe ein Jahr lang trainiert. […] Ich habe so hart trainiert, dass ich mir das Knie ruiniert habe. [...] Ich habe meine Familie entwurzelt und bin nach Atlanta gezogen.“ Doch dort ging es nicht voran: „Wir sitzen dort und warten darauf, dass es losgeht. Und sie schieben es einfach immer weiter auf, immer weiter, immer weiter“, erinnert er sich an die zahlreichen Verzögerungen.

Dass „Blade“ mit Ali eines Tages noch einmal wiederbelebt wird, ist übrigens ziemlich ausgeschlossen. Bereits vor wenigen Wochen erklärte der Star: „Ich bin damit durch. [...] Ich habe damit abgeschlossen. Ich bin damit fertig.“

Statt "Blade" gab es "Blood & Sinners" und "Your Mother Your Mother Your Mother"

Immerhin haben wir dem Aus von „Blade“ mittelbar gleich zwei andere Projekte zu verdanken, die es vielleicht sonst nicht gegeben hätte. Schon bekannt ist, dass Kostümdesignerin Ruth E. Carter ihre gesamten Entwürfe für „Blade“, die wegen der Verzögerungen in einem Lagerhaus einstaubten, direkt zu Ryan Cooglers „Blood & Sinners“ mitnehmen konnte. Diese Kostenersparnis half dem mit unter anderem vier Oscars preisgekrönten Vampir-Horror-Drama ungemein.

Und auch Ali sowie der eigentlich für „Blade“ als Regisseur vorgesehene Bassam Tariq kamen zu dem Schluss, dass all die Vorbereitungen nicht verschwendet sein dürfen. Weil der Schauspieler so intensiv Schwertkampf gelernt hat, schrieb ihm Tariq die Hauptrolle im Action-Drama „Your Mother Your Mother Your Mother“ auf den Leib. Der Film wurde gerade bei seiner Weltpremiere von Kritik und Publikum gefeiert, hat aktuell aber leider noch keinen deutschen Kinostarttermin. Einen Trailer gibt es aber schon, den ihr zum Abschluss dieses Artikels sehen könnt:

Björn Becher
Björn Becher
-Mitglied der Chefredaktion
Seit mehr als 25 Jahren schreibt Björn Becher über Filme und Serien. Hier bei FILMSTARTS.de kümmert er sich um "Star Wars" und alles, was gerade im Kino läuft.
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