Ted Kaczynski war der Meinung, dass der rasende technologische Fortschritt und die moderne Industriegesellschaft zunehmend dafür sorgen würden, dass sich die Menschen voneinander entfremden und ein sozialer Verfall stattfindet. Um auf diesen Missstand aufmerksam zu machen, griff der ehemalige Mathematikprofessor schließlich zu extremen Mitteln.
Zwischen den Jahren 1978 und 1995 verschickte er insgesamt 16 Brief- und Paketbomben, anfangs primär an Universitäten und Airlines (woraus sich auch das vom FBI geprägte Akronym Unabomber ableitete). Bei seinen Anschlägen sind drei Menschen getötet und 23 weitere schwere verletzt worden. Doch wie kam es überhaupt dazu, dass der hochintelligente Mann sich so sehr radikalisierte?
Genau das versucht nun der neue Netflix-Film „Unabomber“ zu ergründen, der ab dem heutigen 24. September 2026 beim Streamingdienst abgerufen werden kann.
Terror-Porträt auf zwei Zeitebenen: Das ist die Story von "Unabomber"
„Unabomber“ zeigt einerseits die von FBI-Agentin Joanne Miller (Shailene Woodley) geführte Suche nach Ted Kaczynski in den 90er Jahren, führt aber vor allem auch in die Vergangenheit zurück, als Kaczynski mit gerade mal 16 Jahren bereits ein Stipendium für die Elite-Uni Harvard bekommen hat. An der renommierten Ausbildungsstätte wird der weitere Werdegang des Wunderkinds (Jacob Tremblay) jedoch womöglich schon in die Wege geleitet.
Unter der Leitung von Professor Henry Murray (Russell Crowe) wird Kaczynski hier experimentellen Studien unterzogen, bei denen er gezielt widersprüchlichen und belastenden Situationen ausgesetzt und so seine Reaktionen auf mentale Manipulation untersucht wird. Doch genau das hinterlässt schon bald tiefe Spuren bei dem Jugendlichen – mit fatalen Folgen ...
Namhafter Cast – und neue deutsche Stimme für Russell Crowe
Neben „Raum“-Nachwuchsstar Jacob Tremblay, „Gladiator“-Krieger Russell Crowe und „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“-Hauptdarstellerin Shailene Woodley in den Hauptrollen gehören unter anderem noch Annabelle Wallis („Malignant“), Alexander Ludwig („Vikings“) sowie der in erster Linie aus „The Walking Dead“ und als Fanliebling Trevor Philips aus dem Videospiel-Megahit „Grand Theft Auto V“ bekannte Steven Ogg zum illustren Cast von „Unabomber“. Inszeniert wurde das Ganze von Janus Metz, der als Regisseur zuletzt für einige der besten und intensivsten Folgen der gefeierten „Star Wars“-Serie „Andor“ verantwortlich zeichnete.
Hiesige Fans von Russell Crowe müssen sich in dem Film allerdings mit einer anderen deutschen Synchronstimme für den Oscarpreisträger anfreunden. Sein Stammsprecher Martin Umbach gab nämlich bereits im Juni 2026 bekannt, dass er den Job wegen der umstrittenen KI-Klausel in Netflix-Synchronverträgen diesmal nicht übernehmen wird. Mehr dazu erfahrt ihr im folgenden Artikel:
KI-Synchronstreit mit Netflix spitzt sich zu: Jetzt verliert auch Russell Crowe seine deutsche Stimme!