Bis 1991 war Til Schweiger nur als Jo Zenker aus der „Lindenstraße“ bekannt. Doch dann kam die Actionkomödie „Manta Manta“ und machte aus dem Freiburger einen Kinostar. Heute Abend könnt ihr mit dem längst zum Kult-Streifen avancierten Film von Regisseur Wolfgang Büld („Gib Gas, ich will Spaß!“) und Drehbuchautor Rochus Hahn („Das Wunder von Bern“) noch einmal die 1990er hochleben lassen:
Kabel Eins zeigt „Manta Manta“ am heutigen 5. Oktober 2026 um 20.15 Uhr. Eine Wiederholung folgt noch am selben Abend um 23.50 Uhr. Alternativ könnt ihr den FSK-6-Titel aktuell ohne Aufpreis im Rahmen der Flatrate-Abos von Netflix und Paramount+* schauen. Wer bereit ist, ein paar Euro zu investieren, kann auch auf Blu-ray und DVD* oder Video-on-Demand ausweichen:
Falls ihr ein Abo von Amazon Prime Video haben solltet, könnt ihr „Manta Manta“ unter dem obigen Link übrigens ebenfalls ohne Aufpreis streamen. Dazu müsst ihr euch lediglich für den siebentägigen Gratis-Test des Paramount+-Channels* anmelden. Sofern ihr vor Ablauf des Probezeitraums nicht wieder stornieren wollt, werden im Anschluss daran 5,99 Euro pro Monat fällig.
Ein echter Kultfilm
Ende der 1980er/Anfang der 1990er waren in Deutschland Mantawitze populär – so wie ein paar Jahre zuvor Scherze über Ostfriesen oder Häschen modern waren. Von dieser Welle wollten im Frühherbst 1991 zwei nahezu gleichzeitig in die Lichtspielhäuser gebrachte Kinofilme profitieren: „Manta - Der Film“ und „Manta Manta“. Während ersterer trotz Stars wie unter anderem Helge Schneider, Dieter Thomas Heck und Ralf Richter in Gastrollen heute so gut wie vergessen ist, genießt letzterer Kultstatus unter Retro-Fans. Und das, obwohl die Kritiken damals verheerend waren und dem Streifen Niveaulosigkeit und Klischees galore beziehungsweise das Fehlen einer überzeugenden Story vorgeworfen wurden.
1,2 Millionen Zuschauer*innen strömten damals in die Lichtspielhäuser – was zwar ein beachtlicher Erfolg war, aber knapp an einer Platzierung unter den Top 20 des Jahres 1991 vorbeischrammte. So richtig einschlagen konnte „Manta Manta“ dann allerdings als VHS-Kassette fürs Heimkino sowie bei seiner Erstausstrahlung im Free-TV. 11,48 Millionen Zuschauer*innen schalteten am 12. April 1993 ein. Das war nicht nur ein Rekord für den Sender RTL, sondern für einen Film im gesamten deutschen Privatfernsehen.
Neben Til Schweiger feierten auch Tina Ruland („Nicht von schlechten Eltern“) und Michael Kessler („Die Vampirschwestern 1-3“) mit „Manta Manta“ ihren Durchbruch. Vor allem war es aber ersterer, der hier den wohl entscheidenden Karriereschritt zum heutigen Topstar machte.
Aber kann man sich „Manta Manta“ dreieinhalb Dekaden später überhaupt noch anschauen? Ja, kann man. Viele der Jüngeren unter euch werden sich über so manche verbale Anspielung oder auch gesellschaftliche sowie technische Eigenheit von damals sicher schon mal kurz am Kopf kratzen. Verständlich ist die in der Tat sehr rudimentär gehaltene Story aber weiterhin allemal. „Manta Manta“ macht gerade auch wegen seiner erzählerischen Defizite sowie Schweigers Spiel als dummdreistem Autofreak noch immer Spaß – und das nicht nur 1990er-Nostalgiker*innen.
Den noch immer erstaunlichen Status des Werkes bewies „Manta Manta - Zwoter Teil“, der 2023 – immerhin 32 Jahre nach dem Original! – in die Kinos kam. 1,25 Millionen wollten das späte, dieses Mal von Schweiger inszenierte Sequel mit ihm selbst sowie unter anderem auch wieder Ruland und Kessler auf der großen Leinwand sehen.
"Manta Manta": Das ist die Story
Bertie (Til Schweiger) und seine Ruhrpott-Tuner-Clique um Gerd (Stefan Gebelhoff aus „Gegen die Wand“), Hakan (Ömer Simsek, „Bang Boom Bang“) und Klausi (Michael Kessler) fiebern auf das Wochenende hin. Denn dann können sie sich endlich wieder mit ihren Opel-Mantas, die sie mit Blut, Schweiß und Tränen zu imposanten Sportwagen aufgemotzt haben, der ganzen Stadt präsentieren. Frisch frisiert und in zu engen Jeans sowie auf Hochglanz polierten Cowboystiefeln soll dann so richtig Gas gegeben werden.
Doch da kommt Bertie und Co. ein Yuppie (Martin Armknecht, ebenfalls aus der „Lindenstraße“) von der örtlichen Mercedes-Benz-Fraktion in die Quere und fordert die Manta-Piloten zu einem Rennen heraus. Und weil Bertie – für ihn typisch unüberlegt und großkotzig – sofort einwilligt, nimmt das Unheil seinen Lauf: Erst gibt sein geliebter Wagen den Geist auf, dann steigt seine „Perle“ Uschi (Tina Ruland) bei einem Ferrari-Typen (Uwe Fellensiek, „Voll normaaal“) ein und schließlich gesteht der Verräter Gerd ihm auch noch, dass er heimlich sein Abitur nachgemacht hätte. Wie soll Bertie sich unter diesen Umständen nur auf das Rennen konzentrieren?
Nach dem Erfolg von „Manta Manta - Zwoter Teil“ soll noch ein weiterer Superhit mit Til Schweiger aus den 1990ern fortgesetzt werden. Um welchen Film es sich handelt und wie weit das Ganze bereits gediehen ist, erfahrt ihr im folgenden Artikel:
Das Original sahen 6,5 Millionen Zuschauer in Deutschland: Kultfilm soll nach 32 (!) Jahren überraschend fortgesetzt werden*Bei diesen Links handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf über diese Links oder beim Abschluss eines Abos erhalten wir eine Provision. Auf den Preis hat das keinerlei Auswirkung.