Die wohl bekanntesten und populärsten Kiffer- und Slacker-Komödien aus deutscher Produktion dürften „Bang Boom Bang“ und „Lammbock“ sein. Beide Titel werden zu Recht als Kultfilme gehandelt, haben aber auch bereits jeweils über ein Vierteljahrhundert auf dem Buckel.
Da wird es Zeit, endlich mal nachzulegen, scheint sich Regisseur und Drehbuchautor Sedat Aslan gedacht zu haben, und bringt sein Langfilmdebüt „Nichtsnutze“ an den Start. Dabei gibt es offenbar einige Referenzen an Filme aus den 1990ern und 2000ern – auch über die beiden eingangs genannten hinaus.
So ist der von Deniz Arora („Schock“) verkörperte Protagonist Hobby-Rapper und nimmt an einem Underground-Wettbewerb teil, der ähnlich dem im Eminem-Hit „8 Mile“ inszeniert ist. Zudem ist ein „Pulp Fiction“-Poster prominent zu sehen und das zweitägige Abenteuer, das die Hauptfigur und ihre Buddys erleben, erinnert wohl auch nicht ganz von ungefähr an den Hollywood-Superhit „Hangover“.
„Nichtsnutze“ läuft bundesweit am 22. April 2027 mit FSK-12-Freigabe in den deutschen Kinos an.
Bis zum Kinostart ist es also noch eine ganze Weile hin. Wir haben den Titel aber bereits vor ein paar Wochen bei seiner Weltpremiere im Rahmen des 22. Festivals des deutschen Films in Ludwigshafen sehen und für euch rezensieren können. Die offizielle FILMSTARTS-Kritik findet ihr HIER.
"Nichtsnutze": Das ist die Story
Der in Heidelberg lebende Emre (Deniz Arora) ist Ende 20 und zieht eine Bilanz seines bisherigen Lebens. Dabei muss der Dauerstudent und Möchtegern-Rapper ernüchtert feststellen, dass er von dem, was er sich bis zu seinem 30. Geburtstag vorgenommen hatte, so gut wie nichts verwirklichen konnte. Plötzlich erhält er jedoch ein attraktives Jobangebot von seinem Patenonkel (Tim Seyfi) aus Istanbul. Allerdings bleiben ihm nur 48 Stunden, um zu- oder abzusagen.
Soll Emre also seinen kleinkriminellen Bruder (Murat Seven), seine Slacker-Kumpels (Benito Bause und Constantin von Jascheroff) sowie die Frau (Sina Tkotsch), die er liebt, in Deutschland zurücklassen, um am Bosporus einen Neuanfang zu wagen? Oder bleibt er doch besser in vertrauter Umgebung? Gemeinsam mit seiner Clique erlebt Emre zur Entscheidungsfindung ein turbulentes Wochenende, das ihn dazu zwingt, seine Vorstellungen und Erwartungen zu hinterfragen.
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