Wer etwas für (Anti-)Kriegsfilme übrig hat und womöglich noch nie von „Dead To Rights - Das Massaker von Nanjing“ gehört hat, sollte nun unbedingt die Ohren spitzen. Denn es erwartet euch nicht weniger als eines der größten Genre-Highlights der jüngeren Vergangenheit.
Der Film spülte über 380 Millionen Dollar in die Kinokassen und konnte nicht nur das breite Publikum, sondern auch die Fachpresse überzeugen: Bei Letterboxd stehen aktuell sehr gute 3,9 von 5 Sternen zu Buche, bei Rotten Tomatoes fallen 100 Prozent der Kritiken und 97 Prozent der Zuschauerwertungen positiv aus. Nicht von ungefähr kommt daher auch, dass der Film von Regisseur Ao Shen („My Dear Liar“) mit zahlreichen Preisen überhäuft und von China 2026 obendrein ins Oscar-Rennen geschickt wurde. Kurzum: „Dead To Rights“ ist ein Erfolg auf ganzer Linie – von dem ihr euch in Kürze im Heimkino überzeugen könnt.
„Dead To Rights - Das Massaker von Nanjing“ erscheint am 23. Oktober digital im Streaming sowie am 6. November auf Blu-ray.
Die weiter oben angeführten Zahlen sprechen zwar für sich, einen richtigen Eindruck von dem Film könnt ihr euch aber natürlich vor allem anhand von Bewegtbildern machen. Daher freuen wir uns, euch heute exklusiv auf FILMSTARTS den deutschen Trailer zu „Dead To Rights“ präsentieren zu können (siehe oben). Aber lohnt sich der Film nun wirklich?
Nichts für schwache Nerven: Das ist "Dead To Rights - Das Massaker von Nanjing"
Zunächst einmal zur Story: Erzählt wird die auf wahren Ereignissen basierende Geschichte des Postboten A-Chang (Liu Haoran), der sich – wie die gesamte chinesische Bevölkerung – im Jahr 1937 mit den Invasoren der Kaiserlich Japanischen Armee konfrontiert sieht. Indem er sich als Fotolabortechniker ausgibt, gelingt es ihm jedoch gerade noch, seinen Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Zumindest vorerst.
Als solcher erfüllt A-Chang nämlich einen Zweck – und zwar für Militärfotograf Ito Hideo (Daichi Harashima), der die Dienste des Chinesen regelmäßig in Anspruch nimmt. So hält ihn einzig und allein die Tatsache am Leben, dass er die Aufnahmen schrecklicher Gräueltaten entwickeln soll, die die Japaner seinem Volk tagtäglich antun. Doch A-Chang bemerkt früher oder später, dass ihn das in eine durchaus mächtige Position versetzt...
„Dead To Rights“ übermannt einen von der ersten Szene an mit seiner schieren Bildgewalt. Wenn etwa die Kamera hautnah an den unterdrückten Chinesen ist, als plötzlich die japanischen Flieger den Himmel verdunkeln, ist das Gänsehaut-Kino par excellence. Regisseur Ao Shen läuft zwar immer wieder Gefahr, den Krieg zu sehr als Spektakel zu inszenieren – etwa, wenn ein mit Menschen besetzter Transporter in Zeitlupe in die Luft fliegt –, kriegt letztlich aber doch noch die Kurve, weil seine Erzählung eben nicht nur visuelle, sondern vor allem emotionale Wucht erzeugt.
Wir wollen natürlich nicht zu viel verraten. Eines sei an dieser Stelle jedoch gesagt: Auch wenn „Dead To Rights“ zunächst wie einige andere chinesische Kriegsfilme wie ein Hochglanz-Blockbuster anmutet, macht der Film keine Gefangenen, wenn es darum geht, die Schrecklichkeit der von der japanischen Armee begangenen Kriegsverbrechen zu demonstrieren – und legt dabei eine durchaus beachtliche Gratwanderung hin. Es dürfte wohl die größte Herausforderung für die Macher gewesen sein, die verstörenden Geschehnisse in all ihrer Schonungslosigkeit darzulegen, die Gewalt dabei aber nie zum Selbstzweck verkommen zu lassen. Während das sehr gut gelang, sei dennoch gesagt:
„Dead To Rights“ kommt nicht nur mit einem Schlag in die Magengrube um die Ecke, sondern hält gleich eine Vielzahl wirklich krasser Schockmomente und Überraschungen bereit, an denen Zartbesaitete auch noch lange nach dem Abspann zu kauen haben dürften…
Man darf gespannt sein, ob das immer wieder mit Steven Spielbergs Meisterwerk „Schindlers Liste“ verglichene Drama in Zukunft vielleicht sogar zu den besten Kriegsfilmen aller Zeiten gezählt wird. Welche zehn Werke für die FILMSTARTS-Community aktuell die Speerspitze des Genres bilden, erfahrt ihr im nachfolgenden Artikel.
4,52 von 5 Sternen! Das ist der beste Kriegsfilm aller Zeiten – laut den deutschen Zuschauern*Bei dem Link zum Angebot von Amazon handelt es sich um einen sogenannten Affiliate-Link. Bei einem Kauf über diesen Link erhalten wir eine Provision.