Fünf Oscars, fast 500 Millionen Dollar Einspiel, Spitzenplätze in zahllosen All-Time-Rankings sowie die vollen fünf Sterne in der FILMSTARTS-Kritik und durchschnittlich 4,5 Sterne der Community: Es herrscht weitestgehend Einigkeit darüber, dass „Der Soldat James Ryan“ ein absolutes Meisterwerk und die perfekte Mischung aus Blockbuster-Bombast und emotionalem Drama ist. Steven Spielbergs Weltkriegs-Epos steht für sich und bedarf eigentlich keiner weiteren Erklärungen …
… dass diese aber auch nicht unbedingt schaden, zeigt ein Film aktuell im Kino. Seit dem 17. September läuft dort nämlich „Pressure“, der gewissermaßen die Vorgeschichte zum D-Day erzählt! Die beiden Filme direkt hintereinander zu schauen, ergibt dabei aus mehreren Gründen Sinn. Wer sich das in Summe rund viereinhalbstündige Double Feature aber in Ruhe vom Sofa aus zu Gemüte führen will, muss sich noch ein wenig gedulden. Doch obwohl „Pressure“ erst am 17. Dezember seine Heimkino-Premiere feiert, könnt ihr euch euer Exemplar bereits jetzt sichern. Wer es auf die DVD* oder die Blu-ray* abgesehen hat, braucht sich wohl nicht zu beeilen. Ihr wollt euch den Kriegsfilm als limitierte 4K-Version* nach Hause holen? Dann macht ihr sicherlich nichts falsch, wenn ihr schon mal vorbestellt.
Das Sammlerstück kommt im Steelbook mit alternativem Design daher – und enthält den durchaus groß bebilderten Streifen obendrein in der besten Bild- und Tonqualität. Aber warum lohnt sich der Film nun überhaupt?
"Pressure": Das Wetterbericht-Prequel zu "Der Soldat James Ryan'"
Der Film setzt 72 Stunden vor dem D-Day – und damit drei Tage vor der unvergesslichen, durch Mark und Bein gehenden Eröffnungsszene des Spielberg-Films – an. Während so weit alles für die größte Seeinvasion der Geschichte vorbereitet ist, bleibt nach wie vor eine unbekannte Variable: das britische Wetter.
Meteorologe James Stagg (Andrew Scott) wird deshalb damit beauftragt, Licht ins Dunkel zu bringen und die wohl folgenreichste Prognose seit Anbeginn der Wettervorhersagen abzugeben. Es steht nicht weniger als das Schicksal von Millionen Menschen auf dem Spiel, über das letztlich Oberbefehlshaber Dwight D. Eisenhower (Brendan Fraser) entscheidet…
„Pressure“ ist nicht nur inhaltlich eine sinnvolle Ergänzung zu „Der Soldat James Ryan“, sondern empfiehlt sich noch aus einem weiteren Grund für eine Back-to-Back-Sichtung der beiden Filme. Während Spielbergs Odyssee durch den Zweiten Weltkrieg ein gewaltiges Spektakel bietet, ist der Film von „Hotel Mumbai“-Regisseur Anthony Maras ein kammerspielartiger Thriller, der das altbekannte Geschehen aus einem völlig neuen Blickwinkel schildert. Basierend auf dem gleichnamigen Theaterstück von Schauspieler David Haig („Downton Abbey“) lebt das Wettervorhersagen-Prequel zum Oscar-Meisterwerk von einer völlig anderen Tonalität – und sorgt damit für ein wenig Abwechslung.
Hauptschauplatz ist nämlich nicht etwa das Schlachtfeld, sondern das improvisierte Hauptquartier der Alliierten in Südengland, in dem der unvorstellbare Druck, dem sich die Protagonisten des Krieges ausgesetzt sehen, zu einem hochkonzentrierten und intensiven Szenario führt – was nicht zuletzt auch seinem stark aufspielenden Cast (allen voran Andrew Scott) zu verdanken ist.
In der FILMSTARTS-Kritik gab es für „Pressure“ letztlich gute 3,5 von 5 möglichen Sternen – und eine konkrete Empfehlung. Denn die überhaupt nicht nötigen und visuell eher dürftig umgesetzten Action-Momente im Finale hätten sich die Macher durchaus sparen können. Der Vorschlag unseres Chefredakteurs Christoph Petersen lautet daher: Zehn Minuten vor Schluss einfach vom „Pressure“-Finale zum „James Ryan“-Opening rüberswitchen.
Ihr brennt für das Kriegsfilm-Kino, habt aber irgendwie das Gefühl, schon alle Highlights des Genres gesehen zu haben? Dann ist der Geheimtipp vielleicht etwas für euch, den euch unser Autor Björn Schneider im nachfolgenden Artikel ans Herz legt.
Dieser viel zu unbekannte Kriegsfilm ist ein Muss für Fans von "Platoon" und "Apocalypse Now"!*Bei den Links zum Angebot von Amazon handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf über diese Links erhalten wir eine Provision.