Etliche Fans von Sylvester Stallone haben sich den 26. November 2026 bestimmt schon dick und fett im Kalender markiert. Es ist der Tag, an dem das von Peter Farrelly („Dumm und Dümmer“) inszenierte Biopic „I Play Rocky“ in den deutschen Kinos anläuft. Der Film erzählt die Entstehungsgeschichte des legendären, dreifach Oscar-prämierten Boxfilm-Klassikers „Rocky“, in dem Stallone 1976 die Titelrolle spielte.
Stallone ist jedoch nicht in den Film involviert – weder vor noch hinter der Kamera. Da kam bei vielen die Frage auf, wie er wohl auf das Projekt blickt. Immerhin ist „I Play Rocky“ ist ein sehr persönliches Werk und die Hollywood-Ikone wird darin eine jüngere Version von sich selbst (gespielt von Anthony Ippolito) auf der Leinwand sehen. Jetzt hat der Schauspieler seine ausführliche Meinung dazu geteilt. Aus seinem Statement lassen sich anfängliche Vorbehalte und eine gehörige Portion Selbstironie herauslesen – aber auch große Anerkennung für den Hauptdarsteller.
Sylvester Stallones Meinung zum "I Play Rocky"-Hauptdarsteller
Während eines Promo-Termins zu seinem Buch „The Steps“ in New York, brachte der mittlerweile 80-Jährige zunächst seine gemischten Gefühle auf den Punkt. „Mein erster Gedanke war: ‚Ich bin noch nicht tot. Sind wir da nicht ein bisschen voreilig?‘“ (via Hollywood Reporter). Diese Skepsis erscheint durchaus nachvollziehbar, denn das eigene Leben auf der Leinwand zu sehen, hat etwas Befremdliches – als betrachte man den eigenen (filmischen) Nachruf.
Als Stallone jedoch Ippolito in der Titelrolle sah, wichen diese Bedenken regelrechten Momenten der Faszination. „Am Anfang dachte ich tatsächlich, das sei ich. In manchen Einstellungen ist die Ähnlichkeit so verblüffend, dass ich zu meiner Tochter gesagt habe: ‚Das ist einfach unglaublich.‘“ Selbstironisch kommentierte die Action-Legende außerdem Mimik und Sprache des 27-jährigen Ippolito: „Ich überlegte kurz: ‚Spreche ich wirklich so?‘“
Dass die Performance des Shootingstars extrem glaubhaft an das reale Vorbild heranreicht, erkannte dann aber auch Stallone. „Jetzt verstehe ich es. Jetzt verstehe ich es“, sagte er verblüfft. Darüber hinaus bekräftigte er, sich komplett aus dem Projekt herausgehalten habe. Er habe jedoch mit Ippolito gesprochen und ihm seine Unterstützung angeboten. „Ich habe zu ihm gesagt: ‚Wenn du irgendwelche Fragen hast, bin ich da.‘ Aber sie haben das alles alleine gemacht. Ich lehne mich jetzt einfach zurück und verfolge den Film ganz entspannt.“
Außerdem sprach Stallone darüber, mit welchen Gefühlen er heute auf die alten „Rocky“-Filme zurückblickt. „Es ist so, als würde man ein Foto von sich ansehen. Allen anderen gefällt es, aber man selbst ist nicht zufrieden.“ Am meisten scheint der Star mit dem (auch bei Fans extrem umstrittenen) „Rocky 5“ (1990) von Regisseur John G. Avildsen („Karate Kid“) zu hadern. „Ich hätte die Regie übernehmen sollen. Außerdem wollte ich vor dem Publikum übertrieben cool rüberkommen.“ Sollte er je eine neue Schnittfassung anfertigen dürfen, würde diese „nicht großartig, aber durchaus akzeptabel“ ausfallen, scherzte er.
Warum der Film und sein Hauptdarsteller beste Chancen auf eine Oscar-Nominierung haben, erfahrt ihr im folgenden Artikel.
Der neue "Rocky"-Film und Sylvester Stallones Nachfolger sind auf einmal heiße Kandidaten für die Oscars 2027 – das steckt dahinter