Eva Marie Saint war die dienstälteste Oscar-Preisträgerin. Sie wurde am 4. Juli 1924 in New Jersey geboren und begann ihre Karriere im Fernsehen, bevor sie Anfang der 50er-Jahre auf die Bühnen des Broadway wechselte. 1953 überzeugte Saint im Stück „The Trip to Bountiful“ und wurde für ihre Leistung mit dem angesehenen Theatre World Award ausgezeichnet.
Nur ein Jahr später folgte schließlich der Sprung auf die große Kinoleinwand – und dieser wurde ein voller Erfolg. In dem heute als Klassiker geltenden Sozialdrama „Die Faust im Nacken“ (1954) stand sie an der Seite von Marlon Brando („Der Pate“) vor der Kamera. Als Edie Doyle begeisterte sie mit einer eindringlichen Darstellung. Zudem gewann Saint für die Rolle den Oscar als Beste Nebendarstellerin – den sie hochschwanger entgegennahm.
Aus übereinstimmenden Medienberichten geht hervor, dass die Hollywood-Ikone jetzt im Alter von 102 Jahren in ihrem Haus in Los Angeles eines natürlichen Todes gestorben ist.
Nach ihrem Oscar folgte die große Karriere
Für Eva Marie Saint war die Auszeichnung erst der Anfang einer jahrzehntelangen KarriereIn den darauffolgenden Jahren wirkte sie an zahlreichen hochkarätigen Projekten mit. Am bekanntesten ist hier sicherlich ihre Rolle in Alfred Hitchcocks Thriller-Meisterwerk „Der unsichtbare Dritte“ (1959). Zu ihren weiteren großen Filmen zählen das Bürgerkriegsdrama „Das Land des Regenbaums“ (1957), das Monumental-Epos „Exodus“ (1960) sowie der Motorsport-Klassiker „Grand Prix“ (1966).
Auch wenn die Schauspielerin auch später noch im Kino zu sehen war, verlagerte sich ihre Karriere wieder stärker ins Fernsehen. Einem Millionenpublikum blieb sie dabei vor allem durch den TV-Dreistünder „People Like Us“ im Gedächtnis – für den sie auch mit einem Emmy ausgezeichnet wurde. Einem jüngeren Publikum könnte die Mimin durch ihre Rolle der Martha Kent in „Superman Returns“ aus dem Jahre 2006 präsent sein. Ihren letzten Filmauftritt hatte sie schließlich 2014 an der Seite von Colin Farrell im Fantasy-Drama „Winter's Tale“.