„Wo Liam Neeson draufsteht, ist Action drin“: Dieser Satz trifft insbesondere auf das Spätwerk des Darstellers zu, denn der Ire hat 2008 mit „96 Hours – Taken“ sein Image auf links gedreht – und ist zu einer festen Action-Instanz geworden. Seit inzwischen fast 20 Jahren ballert sich der Mime durch Filme wie „Das A-Team“, „Run All Night“ oder „Unknown Identity“ oder übt sich in Produktionen wie „The Grey – Unter Wölfen“ im knallharten Überlebenskampf.
Auch in „Cold Storage“ greift das mürrische Hollywood-Urgestein wieder zum Schießprügel – wenngleich er hier nur in einer größeren Nebenrolle zu sehen ist. Den Platz im Rampenlicht überlässt er dieses Mal „Stranger Things“-Star Joe Keery und Georgina Campbell („Barbarian“), die sich als verplantes Duo in einem Self-Storage-Depot mit einem außerirdischen Pilzvirus herumschlagen müssen, das seine Wirte in hirnlose Zombie-Kreaturen verwandelt.
Herausgekommen ist ein durchwachsenes Vergnügen, das aber genügend launige Einfälle besitzt, um bei einem feucht-fröhlichen Filmabend zu unterhalten. Wer den Film schon länger auf seiner Watchliste hatte, kann sich freuen, denn jetzt ist „Cold Storage“ endlich bei Amazon Prime Video verfügbar:
Darum geht es in "Cold Storage"
Ende der 1970er-Jahre wird NASA-Bioterrorismus-Spezialist Robert Quinn (Liam Neeson) gemeinsam mit seiner Partnerin (Lesley Manville) und einer Mikrobiologin (Sosie Bacon) ins australische Outback entsandt. In einer abgelegenen Siedlung hat ein mutierter Pilz-Organismus unter den Bewohner*innen ein tödliches Massaker angerichtet. Obwohl jede Hilfe zu spät kommt, gelingt es dem Team, die mysteriöse Substanz zu sichern und in eine Militäranlage in den USA zu bringen, wo sie unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen verwahrt werden soll.
Viele Jahrzehnte später hat die längst aufgegebene Militärbasis eine völlig neue Funktion: Sie dient inzwischen als Self-Storage-Anlage, in der Travis (Joe Keery) und seine neue Kollegin Naomi (Georgina Campbell) ihre Nachtschichten verbringen. Tief unter den Lagerabteilen schlummert allerdings noch immer der gefährliche Organismus. Als dieser aus seinem unterirdischen Gefängnis entkommt, verwandelt er sämtliche Lebewesen, mit denen er in Berührung kommt, in zombieähnliche Infizierte. Plötzlich müssen Travis und Naomi einen Weg finden, die sich immer schneller ausbreitende Seuche aufzuhalten, bevor sie außer Kontrolle gerät.
Kein Meisterwerk – aber durchaus spaßig
Zombies, außerirdische Seuchen und Liam Neeson? Was kann da schon schiefgehen? Wenn man keine Sternstunde des Action- respektive Sci-Fi-Kinos erwartet, kann man mit der launigen Seuchen-Komödie auf den Spuren von „The Last Of Us“ durchaus eine vergnügliche Zeit haben. Dafür sorgt allein schon der in die Jahre gekommene Action-Star, der hier immer wieder die Wehwehchen des gehobenen Alters aufs Korn nimmt, dennoch aber kräftig austeilt.
In der offiziellen FILMSTARTS-Kritik gibt es von Redakteur Markus Trutt dafür 3 von 5 möglichen Sternen. In seinem Fazit heißt es: „Vieles in ‚Cold Storage‘ hat man so – und auch besser – schon in anderen Filmen gesehen. Dennoch sorgen nicht zuletzt die gut aufgelegten Stars und die stimmige Balance aus Zombie-Horror und Splatter-Spaß für einen kurzweiligen Film-Fast-Food-Snack – selbst wenn der nach dem Rollen des Abspanns schnell wieder vergessen sein dürfte.“
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