Dass es diesen Netflix-Thriller gibt, grenzt an ein Wunder – und jetzt belegt er in 81 Ländern Platz 1 der Streaming-Charts!
von Annemarie Havran
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Bei diesem Film von und mit Ben Affleck ist allein schon die Entstehungsgeschichte ein echter Thriller. Nach zahlreichen Hürden wurde „Animals“ dann aber doch noch gemacht – und das hat sich für Netflix offenbar ausgezahlt.

Die Handlung von „Animals“ ist schnell erzählt: Der Bürgermeisterkandidat von Los Angeles (Ben Affleck) und seine Frau (Kerry Washington) werden aus ihrem scheinbar geordneten Leben gerissen, als ihr Sohn entführt wird. Um das Kind freizubekommen, verstricken sich die beiden in einem immer größeren Netz aus Lügen, Betrug und Abhängigkeiten – um am Ende womöglich einen Preis zu zahlen, der höher ist als das reine Lösegeld. So viel zum Filminhalt selbst. Doch wie der Thriller überhaupt entstanden ist, dafür müssen wir ein wenig weiter ausholen!

Und für diese Entstehungsgeschichte dürften sich so einige Netflix-Abonnent*innen interessieren. Denn wie die Zahlen der Seite Flixpatrol, die sich auf die Auswertung von internationalen Streaming-Charts spezialisiert hat, zeigen, ist „Animals“ ein echter Chart-Stürmer: In 81 Ländern und Territorien steht „Animals“ derzeit an der Spitze der Netflix-Filmcharts. Der Thriller wird also besonders häufig abgerufen – und dass dies überhaupt möglich ist, grenzt fast schon an ein Wunder.

"Animals" mit Ben Affleck, aber ohne Matt Damon

Denn der Entstehung von „Animals“ standen so einige Hürden im Weg, angefangen bei der Freundschaft von Ben Affleck und Matt Damon. Das klingt erst einmal merkwürdig, erklärt sich aber folgendermaßen: Affleck wollte zunächst nur für Regie und Mitarbeit am Drehbuch verantwortlich sein und seinen Kumpel Matt Damon vor die Kamera stellen – zusammen mit seiner Ex-Frau Jennifer Garner.

Dann aber tauchte kurz vor Drehstart ein Problem auf: Denzel Washington und Spike Lee arbeiteten parallel mit „Highest 2 Lowest“ an einem ganz ähnlich gelagerten Entführungs-Thriller und mit diesem wollte sich Ben Affleck nicht überschneiden. Also sagte er zwei Wochen vor Drehbeginn die Arbeit an „Animals“ ab und vertagte sie vorerst. Genau das führte aber zum nächsten Problem!

Christopher Nolan funkte dazwischen

Denn als Ben Affleck einige Monate später entschied, dass er das Projekt doch umsetzen wolle, hatte Matt Damon keine Zeit mehr. Dieser stand inzwischen für Christopher Nolans „Die Odyssee“ vor der Kamera. Also entschied sich Affleck kurzerhand, eben doch selbst die Hauptrolle zu spielen, um nicht noch mehr Zeit mit dem Warten auf Matt Damon zu verlieren. Daraus ergab sich aber ein neues Problem …

… denn mit seiner Ex-Frau Jennifer Garner ausgerechnet ein von Problemen gebeuteltes Ehepaar zu spielen, hielten beide Parteien für keine besonders gute Idee. Als stieg Garner aus und es musste Ersatz gesucht werden, den man schließlich in Kerry Washington fand. Und erst dann konnten die Kameras endlich rollen. Doch ob das wirklich so ein Glück ist, daran lassen zumindest die internationalen Kritiken zweifeln: Mit einem Durchschnittswert von 33/100 Punkten bei 19 berücksichtigten Reviews auf Metacritic fällt das Urteil über „Animals“ ziemlich schlecht aus. Doch eingeschaltet wird bei Netflix eben trotzdem fleißig!

Auch andere Regisseure haben schon so ihre Fehlschläge erlebt. Einen davon könnt ihr aktuell auf Netflix streamen – um welchen es sich handelt, erfahrt ihr hier:

Neu auf Netflix: Dieser Sci-Fi-Horror mit Jason Statham gilt als größter Fehlschlag einer Regie-Legende

Annemarie Havran
Annemarie Havran
-Mitglied der Chefredaktion
Film- und Serien-Fan mit Leib und Seele. Immer, wenn im Kinosaal das Licht ausgeht oder der Vorspann einer starken Serie beginnt, kommt die Gänsehaut.
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