"Breaking Bad"-Star RJ Mitte mit 34 Jahren gestorben: Auch Bryan Cranston verabschiedet sich emotional von seinem Serien-Sohn
von Björn Becher
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Traurige Nachrichten für alle „Breaking Bad“-Fans: RJ Mitte, der in der Kultserie Walter White Jr. verkörperte, ist im Alter von nur 34 Jahren gestorben. Seine ehemaligen Kollegen nehmen bewegend Abschied.

AMC

Der amerikanische Schauspieler RJ Mitte ist tot. Wie sein Management am Montag, dem 12. Oktober 2026, bestätigte, starb der vor allem durch seine Rolle als Walter White Jr. in der gefeierten Serie „Breaking Bad“ bekannte Darsteller im Alter von nur 34 Jahren im texanischen Brownsville. Nach Angaben seines Vertreters gegenüber TVLine nahm er sich das Leben. In der Erklärung würdigte sein Team Mitte als beliebten Schauspieler, Philanthropen und leidenschaftlichen Aktivisten für die Rechte von Menschen mit Behinderungen.

RJ Mitte: Weltberühmt durch "Breaking Bad"

Roy Frank Mitte III wurde am 21. August 1992 in Mississippi geboren und wenige Wochen nach seiner mit Komplikationen verbundenen Geburt von der Familie Mitte adoptiert. Wie seine berühmteste Serienfigur lebte er mit Zerebralparese, einer neurologisch bedingten Bewegungsstörung. Als seine Adoptiveltern für die Schauspielkarriere seiner jüngeren Schwester Lacianne Carriere nach Los Angeles zogen, wurde dort auch sein Interesse für Rollen vor der Kamera geweckt.

Unter anderem ein Statistenpart in „Hannah Montana“ brachte ihn dazu, Schauspielunterricht zu nehmen. Schon kurz darauf wurde ihm der Part angeboten, für den ihn heute alle kennen. Als Walter White Jr. verkörperte er in allen fünf Staffeln von „Breaking Bad“, die zwischen 2008 und 2013 ausgestrahlt wurden, den wie er selbst mit Zerebralparese lebenden Sohn von Walter (Bryan Cranston) und Skyler White (Anna Gunn).

RJ Mitte in AMC
RJ Mitte in "Breaking Bad"

Auch nach dem Ende der Kultserie blieb Mitte als Schauspieler aktiv. Unter anderem war er in „Switched At Birth“, „The Recall“ und der Netflix-Serie „The Guardians Of Justice“ zu sehen. Zuletzt hatte er die Hauptrolle in dem Indie-Drama „Talking To Strangers“ inne, das in den USA im Sommer erschienen ist. Zudem soll dieses Wochenende der Horrorfilm „One Eye Open“ in ausgewählten US-Kinos starten. Mit dem aktuell für Februar 2027 terminierten Thriller „Cassi“ hat Mitte vor seinem Tod noch mindestens einen weiteren Film abgedreht. Mehrere Projekte waren derweil in Arbeit.

Neben seiner Schauspielkarriere engagierte sich Mitte intensiv für Inklusion und die Rechte von Menschen mit Behinderungen. Unter anderem fungierte er als Botschafter für United Cerebral Palsy und Shriners Children's. Im Jahr 2013 wurde er für seinen Einsatz mit dem SAG-AFTRA Harold Russell Award ausgezeichnet.

Bryan Cranston trauert um seinen "Breaking Bad"-Sohn

Mittes Tod löste auch bei seinen ehemaligen „Breaking Bad“-Kollegen große Bestürzung aus. Besonders bewegende Worte fand Bryan Cranston, der in der Serie dessen Vater Walter White verkörperte. Auf Instagram veröffentlichte Cranston ein emotionales Statement, in dem er an seinen verstorbenen Kollegen erinnerte: „Ich bin zutiefst verzweifelt, während ich das heute Abend schreibe. RJ Mitte, mein lieber Sohn aus ‚Breaking Bad‘, ist gestorben.“

Cranston erinnerte sich daran, wie er Mitte kennenlernte, als dieser gerade einmal 14 Jahre alt war. Der junge Schauspieler habe seine Rolle mit großer Freude und Begeisterung gespielt und sich auch von seiner Zerebralparese nie davon abhalten lassen, sich den Herausforderungen der Dreharbeiten zu stellen. Gemeinsam mit seiner Serien-Ehefrau Anna Gunn habe Cranston den damals noch jugendlichen Mitte aufwachsen sehen. Aus einem unerfahrenen Nachwuchsdarsteller sei nach und nach ein wirklich guter Schauspieler geworden, der seinen Erfolg später auch dafür nutzte, sich für Menschen mit Behinderungen einzusetzen.

Besonders erschütternd ist für Cranston offenbar, dass die beiden bis zuletzt Kontakt hatten. Erst vor wenigen Wochen hätten sie noch Nachrichten ausgetauscht, um einen Termin für ein gemeinsames Mittagessen zu finden. „Ich weiß nicht, ob dieses Mittagessen seine Zukunft verändert hätte“, schrieb Cranston. Er wisse aber, dass er Mitte geliebt und die gemeinsame Zeit mit ihm sehr genossen habe. Seinen Abschied beendete er mit den Worten: „Ich werde dich vermissen, mein Sohn.“ Zugleich appellierte Cranston an alle Menschen mit Suizidgedanken, sich Unterstützung zu suchen.

Weitere "Breaking Bad"-Stars nehmen Abschied

Neben Cranston meldeten sich weitere ehemalige Kollegen zu Wort. Aaron Paul, der in „Breaking Bad“ Jesse Pinkman spielte, erklärte in einer Stellungnahme gegenüber Deadline, dass er untröstlich und fassungslos sei. Er verabschiedete sich mit den Worten: „RJ, ich liebe dich, mein Freund. Du wirst uns fehlen.“

Dean Norris, der in der Serie als Hank Schrader zu sehen war, erklärte auf Instagram, dass sein „Herz gebrochen“ sei. Obwohl Mitte nicht seinen Seriensohn gespielt habe, habe er am Set immer ein Auge auf ihn gehabt. Mitte sei ein ausgesprochen liebenswerter junger Mann gewesen, der zutiefst vermisst werde.

Hinweis: Wenn du selbst Suizidgedanken hast oder dir Sorgen um einen Menschen machst, findest du bei der Telefonseelsorge kostenlose und anonyme Hilfe unter 0800 / 111 0 111 und 0800 / 111 0 222 oder 116 123. Auf der Webseite der TelefonSeelsorge kann man zudem via Chat oder Mailberatung Hilfe in Anspruch nehmen.  Auf der Webseite der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention gibt es zudem eine Übersicht über weitere Beratungsstellen in deiner Region.

Björn Becher
Björn Becher
-Mitglied der Chefredaktion
Seit mehr als 25 Jahren schreibt Björn Becher über Filme und Serien. Hier bei FILMSTARTS.de kümmert er sich um "Star Wars" und alles, was gerade im Kino läuft.
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