"Eine Professionalität, wie ich sie noch nie erlebt hatte": Denzel Washington empfahl vor 5 Jahren diesen Schauspieler für eine Rolle, die ihm fast einen Oscar einbrachte
von Michael Bendix
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2018 stand Denzel Washington mit einem jungen Schauspieler auf der Theaterbühne, der ihn so beeindruckte, dass er ihn persönlich für die Hauptrolle in einem Musik-Biopic empfahl – und ihm so zu seinem Durchbruch verhalf!

Austin Butler ist längst ein Weltstar. Doch bevor es so weit war, erhielt er unerwartete Unterstützung von niemand Geringerem als Denzel Washington! Der zweifache Oscar-Preisträger („Glory“, „Training Day“) war von der Disziplin seines jungen Schauspiel-Kollegen nämlich dermaßen beeindruckt, dass er ihn persönlich für jene Rolle empfahl, die ihm zum endgültigen Durchbruch verhelfen sollte.

Dabei standen sie zuvor nicht einmal gemeinsam vor der Kamera. Washingtons Bewunderung für Butler entstand während der Arbeit an dem Theaterstück „The Iceman Cometh“, das sie im Jahr 2018 zur Aufführung brachten. Der „The Equalizer“-Star zeigte sich so angetan von der Arbeitsweise des ehemaligen Disney-Channel-Darstellers, dass er kurzerhand Regisseur Baz Luhrmann anrief, um ihm den damals noch weitgehend unbekannten Schauspieler ausdrücklich für die Titelrolle seines geplanten Biopics „Elvis“ ans Herz zu legen.

Das hat der „Moulin Rouge“-Macher später selbst in den Presseunterlagen zu seinem Kino-Hit bestätigt (via AlloCiné): „[...] Ich bekam einen Anruf von Denzel, den ich bis dahin gar nicht kannte“, so Luhrmann. „Er sagte mir, dieser junge Mann habe eine Professionalität, wie er sie noch nie erlebt habe.“

Elvis
Elvis
Starttermin 1. Oktober 2020 | 2 Std. 39 Min.
Von Baz Luhrmann
Mit Austin Butler, Tom Hanks, Olivia DeJonge
User-Wertung
3,5
Filmstarts
3,5

Washington geriet dabei nicht nur über Butlers Arbeitsethik ins Schwärmen, er hob auch ausdrücklich hervor, dass der heute 35-Jährige den enormen Vorbereitungsaufwand für die anspruchsvolle Rolle problemlos meistern könne – ob es nun um lange Proben geht, um körperliche Veränderungen oder stundenlange Sitzungen in der Maske.

Washington sollte natürlich Recht behalten. Schon bevor Butler die offizielle Zusage erhielt, begann er, sich intensiv mit dem Leben von Elvis Presley auseinanderzusetzen. „Ich entwickelte eine regelrechte Obsession für Elvis“, so der „Once Upon A Time... In Hollywood“-Mime in einem Interview. „Ich las alles, was ich über sein Leben, seine Freunde und seine Beziehungen finden konnte, und sah mir jede Dokumentation an. Ich hörte ausschließlich seine Musik. Noch vor dem Vorsprechen schickte ich Baz ein Video, auf dem ich am Klavier ‚Unchained Melody‘ spielte und dazu sang.“

Dieser außergewöhnliche Einsatz war schließlich einer der entscheidenden Gründe dafür, dass Butler den Zuschlag bekam. Eine gute Entscheidung! Der gebürtige Kalifornier erhielt für seine aufopferungsvolle Performance nicht nur reichlich Kritikerlob, sondern auch einen Golden Globe sowie eine Oscar-Nominierung als Bester Hauptdarsteller – allerdings zog er bei den Academy Awards gegen Brendan Fraser („The Whale“) den Kürzeren.

Wenn ihr übrigens wissen wollt, welche Hollywood-Legende für Washington zum Mentor wurde (obwohl sie keinen einzigen gemeinsamen Film gedreht haben), dann lest auch den nachfolgenden Artikel:

"Diese Gelegenheit habe ich verpasst": Denzel Washington (71) bedauert bis heute, dass er nie mit dieser Hollywood-Legende vor der Kamera stand

Dies ist eine aktualisierte Wiederveröffentlichung eines bereits zuvor auf FILMSTARTS erschienenen Artikels. Ein ähnlicher Artikel ist zuvor bereits auf unserer französischen Schwesternseite AlloCiné erschienen.

Michael Bendix
Michael Bendix
-Redakteur
Schaut pro Jahr mehrere hundert Filme und bricht niemals einen ab. Liebt das Kino in seiner Gesamtheit: von Action bis Musical, von Horror bis Komödie, vom alten Hollywood bis zum jüngsten "Mission: Impossible"-Blockbuster.
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