Wenn es um die legendärsten Horror-Ikonen der Kinogeschichte geht, kommt man an drei Namen nicht vorbei: Michael Myers aus dem „Halloween“-Franchise, Jason Voorhees aus „Freitag der 13.“ und natürlich Freddy Krueger aus „Nightmare On Elm Street“. Wer mit diesen Horror-Reihen bislang noch nicht vertraut ist und sich für das diesjährige Halloween-Programm noch auf der Suche nach den passenden Filmen befindet, darf sich jetzt besonders freuen:
Im Abo von HBO Max stehen ab sofort nämlich alle sieben Teile der „Nightmare“-Reihe zum Abruf bereit. Das Beste daran: Während sich sowohl „Halloween“ als auch „Freitag der 13.“ neben einigen echten Highlights auch den einen oder anderen derben Ausrutscher leisten, macht die „Nightmare“-Reihe durchweg Spaß. Denn hier wurde stets versucht, dem Thema des nächtlichen Grauens mit einem hohen Maß an Kreativität zu begegnen und dem Albtraum-Horror immer wieder neue Facetten abzugewinnen.
Darüber hinaus ist der Auftakt „Nightmare - Mörderische Träume“ ein absolutes Muss für jeden Horror-Fan. Der Film zählt nicht nur zu den großen Highlights des 1980er-Jahre-Kinos, sondern gilt bis heute als echtes Meisterwerk des Genres. Wie Wes Craven („Scream“) hier eine neue Slasher-Ikone erschafft, die von Robert Englund grandios verkörpert wird, ist auch mehr als 40 Jahre nach der Veröffentlichung noch beeindruckend. Gleichzeitig gelingt es Craven, eine nahezu durchgehend nervenaufreibende Spannung aufzubauen und aus seinem ebenso originellen wie verstörenden Szenario auch gesellschaftskritische Aspekte herauszuarbeiten.
Darum geht's in "Nightmare - Mörderische Träume"
Freddy Krueger (Robert Englund), ein grausames Monster mit messerscharfen Stahlklingen an den Fingern, taucht zunächst nur in den Albträumen der Teenagerin Nancy (Heather Langenkamp) auf. Anfangs scheint der nächtliche Schrecken noch vergleichsweise harmlos zu sein: Wenn Nancy aus ihren Träumen erwacht, entdeckt sie lediglich ein zerschlitztes Nachthemd. Doch schon bald wird aus dem vermeintlich unwirklichen Grauen tödlicher Ernst, als Freddy Nancys beste Freundin ermordet. Plötzlich wird klar, dass die Grenze zwischen Traum und Realität längst nicht so eindeutig verläuft, wie Nancy gehofft hatte.
Niemand scheint vor dem unheimlichen Killer sicher zu sein. Freddy verfolgt all jene, die ihm in ihren Träumen begegnen, und schlägt zu, sobald sie wieder einschlafen. Mit jeder neuen Begegnung wächst die Angst, während die Jugendlichen zunehmend erkennen müssen, dass sie dem mörderischen Albtraum nicht einfach entkommen können. Doch Nancy weigert sich, ihrem Peiniger hilflos ausgeliefert zu sein. Entschlossen nimmt sie den Kampf gegen Freddy auf und setzt alles daran, das Geheimnis seiner unheimlichen Macht zu entschlüsseln.
Das Remake könnt ihr euch sparen!
So groß die Horror-Freude über die „Nightmare“-Filme ist, erstreckt sie sich jedoch nicht auf einen weiteren zugehörigen Titel: Im Abo von HBO Max findet sich neben den sieben Teilen der ursprünglichen Reihe nämlich auch das unsägliche Remake aus dem Jahr 2010. Immerhin kann die Neuauflage mit einem durchaus bemerkenswerten Besetzungscoup aufwarten: „Watchmen“-Star Jackie Earle Haley schlüpft in die Rolle von Freddy Krueger. Abgesehen davon hat der Film allerdings nur wenig zu bieten. Statt auf die beklemmende Atmosphäre, die kreative Bildsprache und den psychologischen Schrecken des Originals zu setzen, verlässt sich das Remake vor allem auf plump-donnernde Schockeffekte.
Ein echtes Gespür für jene unheimliche Stimmung, die Wes Cravens Klassiker so besonders macht, lässt sich dabei kaum erkennen. Wer sich einen Eindruck davon verschaffen möchte, wie wenig überzeugend die Neuauflage geraten ist, muss sich deshalb nicht einmal den ganzen Film ansehen. Tatsächlich reicht es völlig aus, wenn ihr euch einfach den Trailer zu „A Nightmare On Elm Street“ anschaut:
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