Neuer Horrorfilm ist in Wahrheit die Vorgeschichte zu einem kompletten Kino-Universum: Das steckt dahinter
von Julius Vietzen
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„Clayface“ erzählt aktuell in den deutschen Kinos, wie aus dem Schauspieler Matt Hagen der Batman-Bösewicht Clayface wird. Was viele dabei jedoch nicht wissen: Der Film ist Teil des neuen DC-Universums – und spielt sogar vor der ersten DCU-Serie!

„Clayface“ ist in den deutschen Kinos angelaufen – und damit bestätigt sich nun auch, was James Gunn, der „Superman“-Regisseur und das Mastermind hinter dem neu gestarteten DC-Universum (DCU), vorher angedeutet hatte: „Clayface“ ist zwar der dritte DCU-Film nach „Superman“ und „Supergirl“, steht jedoch in chronologischer Reihenfolge an erster Stelle. Und nicht nur das: Dank des Endes von „Clayface“ wissen wir nun auch, dass der neue Horrorfilm den eigentlichen Auftakt der DCU-Timeline bildet – wobei die kürzlich zu Ende gegangene Serie „Lanterns“ die Sache etwas verkompliziert.

Das Ende von "Clayface" erklärt

Doch fangen wir mit dem Ende von „Clayface“ an (Achtung, Spoiler!): In den letzten Minuten des Films sehen wir den in Ungnade gefallenen und immer unmenschlicher agierenden Schauspieler Matt Hagen (Tom Rhys Harries) zum ersten Mal richtig als Clayface – also so, wie man den gestaltwandelnden Superschurken auch aus den DC-Comics kennt: eine hünenhafte, monströse Gestalt, die kaum noch als Mensch zu erkennen ist.

Im Anschluss daran scheint es kurz, als ob Matt durch die Not-Abschaltung der Nanoroboter, die ihm seine Gestaltwandler-Fähigkeiten gegeben haben, getötet und in die Kanalisation von Gotham gespült wird. Doch das Ende enthüllt, dass Matt noch lebt: Er kann weiterhin menschliche Gestalt annehmen, bleibt jedoch zumeist in seiner monströsen Form. Und er trauert Caitlyn (Naomi Ackie) hinterher, wie die eindrucksvoll-tragische Schlusseinstellung zeigt, in der Clayface aus seinem Körper sowohl seine menschliche Gestalt als Matt als auch die von Caitlyn formt, die sich umarmen.

"Clayface" ist ein Prequel zu "Creature Commandos" – und damit auch dem restlichen DCU

Die endgültige Verwandlung von Matt in Clayface ist jedoch nicht nur der Abschluss einer Superschurken-Origin-Story, sondern bestätigt auch die Position von „Clayface“ auf der DCU-Timeline. Denn wir haben diesen monströsen, schurkischen Clayface im DC-Universum bereits gesehen – und zwar in der Serie „Creature Commandos“, die im Dezember 2024 als erster DCU-Titel überhaupt erschienen ist.

In „Creature Commandos“ wird Clayface von der pokolistanischen Prinzessin Ilana Rostovic für ihre finsteren Pläne rekrutiert. Er gibt sich als Professorin Aisla MacPherson aus, wobei er einen merkwürdigen Fetisch für Amazonen wie Wonder Woman offenbart, und kämpft in seiner Monstergestalt gegen Rick Flag Sr. (Frank Grillo, auch bekannt aus „Peacemaker“) und Eric Frankenstein (einen der titelgebenden Creature Commandos).

Clayface in der DCU-Serie Warner
Clayface in der DCU-Serie "Creature Commandos"

Zwar unterscheidet sich dieser Clayface in „Creature Commandos“ merklich von der Inkarnation der Figur am Ende von „Clayface“, jedoch ist unklar, wie viele Jahre zwischen beiden Titeln vergangen sind (dazu gleich mehr). Zudem macht der Solofilm deutlich, dass der vermeintlich so sympathische Jungschauspieler Matt Hagen düstere Charakterzüge besitzt, die durch Verbitterung und Ablehnung im Laufe der Jahre immer stärker hervortreten.

Damit ist also endgültig klar, dass „Clayface“ VOR „Creature Commandos“ angesiedelt ist – und weil James Gunn außerdem bestätigt hat, dass „Creature Commandos“ wiederum vor „Superman“ spielt, ergibt sich ein klarer Zeitstrahl, der nur durch die Erscheinungsreihenfolge der einzelnen Titel etwas verwirren kann. Hinzu kommt, dass wohl selbst viele DC-Fans „Creature Commandos“ nicht gesehen haben und somit gar nicht wissen, dass es bereits einen weiteren Auftritt von Clayface gibt, der (in chronologischer Reihenfolge) nach seinem Solofilm spielt.

Wie passt "Lanterns" ins Bild?

Erschwert wird die Sache außerdem durch „Lanterns“, denn die DCU-Serie ist auf zwei Zeitebenen angesiedelt: im Jahr 2016 und im Jahr 2026. Hinzu kommen einige Flashbacks, die sogar noch weiter in die Vergangenheit reichen.

Wann genau „Clayface“ spielt, ist wie erwähnt nicht bekannt, jedoch hat Co-DCU-Chef Peter Safran in einem Interview bestätigt, dass Batman während der Handlung des Films bereits aktiv ist. Aus „Lanterns“ wissen wir zudem, dass es den Dunklen Ritter und das Batsignal im DCU schon 2016 gab. Demnach dürfte „Clayface“ also irgendwann zwischen 2016 und 2024 (also dem Handlungsjahr von „Creature Commandos“) angesiedelt sein, womöglich aber auch schon früher.

Da Gunn in der Vergangenheit jedoch andeutete, dass „Lanterns“ in der Timeline an erster Stelle steht und ansonsten jeder Titel einfach in seinem Erscheinungsjahr spielt, sieht die chronologische Reihenfolge des DCU also wohl wie folgt aus:

  • „Lanterns“ (Handlung in 2016)
  • „Clayface“
  • „Creature Commandos“
  • „Superman“
  • „Peacemaker“ Staffel 2
  • „Lanterns“ (Handlung in 2026)
  • „Supergirl“

Ganz frisch wurde übrigens eine weitere DCU-Serie angekündigt, die ebenfalls in Gotham spielt und vermutlich an „Clayface“ anknüpft. Mehr dazu erfahrt ihr in diesem Artikel:

Bekannt aus einer der besten DC-Serien und einem legendären Flop: Nächster Batman-Bösewicht bekommt seine eigene Serie

Julius Vietzen
Julius Vietzen
-Senior-Redakteur
Egal, ob "Joker", "The Batman" oder "The Dark Knight", egal, ob DCEU, Arrowverse oder das mit "Superman" gestartete DCU: Julius behält auch im DC-Multiversum den Überblick.
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