Bereits mehrfach musste „The Batman 2“ verschoben werden. Nachdem das „The Batman“-Sequel mit Robert Pattinson ursprünglich im Herbst 2025 in die Kinos kommen sollte, folgten Verschiebungen auf Herbst 2026 und Herbst 2027, bevor schließlich eine Veröffentlichung für Februar 2028 angekündigt wurde. Doch zuletzt standen sogar hinter diesem Termin wieder dicke Fragezeichen. Denn es wurde bekannt, dass die laufenden Dreharbeiten unterbrochen werden mussten, weil sich Regisseur Matt Reeves einer „sensiblen Familienangelegenheit“ widmen muss.
Inzwischen ist klar, dass die Situation dem „Cloverfield“-Macher vorerst keine Rückkehr ans Set erlaubt. Doch es wurde eine schnelle Lösung gefunden, die sicherstellen soll, dass der Starttermin im Februar 2028 gehalten wird und wir im Kino trotzdem die ursprüngliche Vision von Reeves zu sehen bekommen.
Steven Soderbergh übernimmt Regie bei "The Batman 2" – als Hilfe für Matt Reeves
Wie DC Studios mitteilte, habe Regisseur Steven Soderbergh seinem Kollegen Matt Reeves von sich aus seine Hilfe angeboten. Daraus sei eine Übereinkunft erzielt worden. Soderbergh, der ohnehin bereits in London weilt, wo die Dreharbeiten stattfinden, wird diese zeitnah fortsetzen. Das Ziel sei es, „eng mit dem Cast und der Crew zusammenzuarbeiten, um Matts Vision des Films umzusetzen.“
Auch Soderbergh macht in einer Stellungnahme klar, dass es nicht darum gehe, Reeves zu ersetzen, sondern den Film in seinem Sinn fortzuführen: „Ich fand Matt Reeves’ Arbeit an ‚The Batman‘ umwerfend; sie war durchdacht, präzise und kompromisslos kohärent. Das Ziel ist es hier, gemeinsam mit Matt und seinem Team Material zu produzieren, das sich nahtlos in das bereits Gedrehte einfügt, damit Matt seinen Film ordnungsgemäß fertigstellen kann.“
Via X äußerte sich auch Reeves selbst: „Nur um das klarzustellen: Ich verlasse ‚The Batman Part II‘ nicht. Ich bin Steven zutiefst dankbar, dass er mir in dieser herausfordernden Zeit zu Hilfe eilt, um mir beim Abschluss der Hauptdreharbeiten zu helfen. Vielen Dank an alle für eure Anteilnahme und die guten Wünsche.“
Noch ist wohl ein umfangreicher Teil des Drehs von „The Batman 2“ zu absolvieren. Verschiedene Insider-Quellen sprechen davon, dass noch rund ein Drittel der Dreharbeiten offen sei, auch von mehreren Wochen bis zu zwei Monaten ist zu hören. Der Plan ist, dass Reeves dabei von seiner Heimat Los Angeles regelmäßig im direkten Austausch mit Soderbergh steht.
Zudem hofft man, dass die Familiensituation dem „The Batman“-Regisseur erlaubt, die Post-Produktion wieder selbst zu übernehmen. So könnte er im Schnitt dafür sorgen, dass seine ursprüngliche Vision erhalten bleibt.
Keine neue "Justice League"-Situation
Bei vielen DC-Fans dürfte die Meldung erst einmal dunkelste Erinnerungen an Zack Snyders „Justice League“ wecken. Auch damals musste der Regisseur aufgrund einer familiären Ausnahmesituation, dem Suizid seiner Tochter, die Dreharbeiten kurzfristig verlassen. Kurz darauf heuerte Warner Joss Whedon an, um den Film fertigzustellen. Wie wir heute wissen, war man bei Warner damals aber schon mit Snyder unzufrieden und nutzte die Situation, um ihn auszutauschen. Der Filmemacher kehrte nicht mehr zum Projekt zurück und verlor jeglichen Einfluss auf den finalen Film.
Hier ist die Lage nach aktuellem Kenntnisstand anders. Soderbergh arbeitet eng mit Reeves zusammen. Es war nicht die Entscheidung des Studios, einen Ersatz anzuheuern, vielmehr bot der „Magic Mike“-Macher seinem Regie-Kollegen von sich aus Hilfe an, um das Projekt in dessen Sinne fortzuführen und zu retten. Zudem ist geplant, dass Reeves später wieder übernimmt und „The Batman 2“ im Schneideraum selbst fertigstellt.
Gerade die Personalie Steven Soderbergh dürfte Fans zudem hoffen lassen, dass der Wechsel am Regiestuhl im fertigen Film kaum auffallen wird. Der für „Traffic“ mit dem Oscar als bester Regisseur ausgezeichnete Filmemacher ist ein absoluter Routinier, der über fast 40 Jahre Erfahrung in den unterschiedlichsten Genres und Stilrichtungen verfügt. Soderbergh gilt als Chamäleon, das sich extrem anpassungsfähig zeigt. Ihm ist absolut zuzutrauen, dass er einen Film nahtlos im Stil eines Kollegen dreht. Ab dem 17. Februar 2028 sollen wir uns davon im Kino überzeugen können, wenn es keine weiteren Rückschläge gibt.
Derweil geht es bei DC übrigens auch mit dem großen übergreifenden Universum, dem DCU, voran. Gerade wurden zwei bedeutende Rollen besetzt. Mehr dazu gibt es im folgenden Artikel:
Nächste DC-Superhelden nach "Superman" und Co. gefunden: Star aus "Tribute von Panem" und "Terminator" in neuer Serie vom "Lanterns"-Macher