Der Hype-Train, der die 80er-Jahre hochleben lässt, tourt seit „Super 8“ sowie spätestens „Stranger Things“ unaufhörlich durch die Filmtheater und Streaming-Plattformen dieser Welt – und dürfte wohl allerfrühestens mit dem demnächst ins Haus stehenden Finale des Netflix-Hits einen Halt einlegen. In der Zwischenzeit sind aber auch die 90er bereits in ziemlich weite Ferne gerückt. Und auch wenn hier und da aktuelle Produktionen auf jene Dekade verweisen, ein großes Revival in Film und Fernsehen hat noch nicht stattgefunden …
… bis jetzt! Während momentan nämlich an der Rückkehr einiger Kult-Hits wie etwa „Buffy - Im Bann der Dämonen“ gearbeitet wird, handelt es sich bei dem im vergangenen August in den Kinos angelaufenen „Caught Stealing“ um ein brandneues Original, das sich allerdings ganz so anfühlt, als wäre es uns direkt aus den 90ern überbracht worden! Keine plumpe Nostalgie-Parade mit oberflächlichen Retro-Vibes, sondern ein Film, der genauso gut in der Ära von „Pulp Fiction“ und „Snatch - Schweine und Diamanten“ entstanden sein könnte. Mit dem Unterschied, dass er eben ein Vierteljahrhundert auf sich warten ließ.
Wie es Arthouse-Meister Darren Aronofsky („Black Swan“, „Pi“) mit seinem neuesten Film gelungen ist, sich irgendwo zwischen Quentin Tarantino und Guy Ritchie zu positionieren? Davon wollten sich im Kino nicht allzu viele Menschen überzeugen. Gerade einmal 32 Millionen Dollar und damit nicht einmal sein Produktionsbudget von geschätzten 40 Millionen Dollar konnte der Crime-Thriller weltweit umsetzen – und auch an den deutschen Kassen spielte der Film mit Shooting-Star Austin Butler („Dune 2“) und Zoë Kravitz („Mad Max: Fury Road“) keine große Rolle. Doch das Nachholen lohnt sich – und ist derzeit auf Netflix möglich, allerdings nicht mehr lange: „Caught Stealing“ kann nur noch bis einschließlich 27. Oktober 2026 bei Netflix gestreamt werden! Alternativ gibt's den Streifen natürlich auch auf DVD, Blu-ray und 4K-Blu-ray:
"Caught Stealing": Brutal, skurril und saumäßig unterhaltsam
Nachdem aus seiner Baseball-Karriere nichts wurde, verdingt sich Hank Thomas (Austin Butler) mittlerweile als Barkeeper in New York. Und es läuft richtig gut für ihn! Während er das Leben mit seiner Freundin Yvonne (Zoë Kravitz) genießt, kommt auch noch sein Lieblingsteam überraschend ins Meisterschaftsfinale. Doch das Schicksal schlägt schon bald mit voller Kraft zu:
Als sein Nachbar Russ (Matt Smith) eines Tages bei ihm klingelt und ihn bittet, ein paar Tage auf seine Katze aufzupassen, ahnt Hank noch nicht, was für Probleme er sich damit eingebrockt hat. Doch ehe er sich versieht, stehen auch schon jede Menge zwielichtige Gestalten vor seiner Tür, die alle etwas von ihm wollen…
FILMSTARTS-Chefredakteur Christoph Petersen wollte anhand einer Beschreibung der „Caught Stealing“-Figuren von ChatGPT wissen, von welchem Regisseur der Thriller denn wohl stammen könnte – und erhielt dabei drei naheliegende, absolut zutreffende Namen: Tarantino, Ritchie sowie „Brügge sehen… und sterben?“- sowie „Three Billboards Outside Ebbing, Missouri“-Macher Martin McDonagh. Und tatsächlich:
„Die mitunter extremen Gewaltspitzen sowie der oft rabenschwarze Humor passen perfekt zu den genannten Regienamen“, wie es unter anderem in der FILMSTARTS-Kritik heißt. Am Ende gab es von uns dafür 4 von 5 möglichen Sternen und eine uneingeschränkte Empfehlung für alle, die die 90er vermissen oder sich die Zeit bis zu den nächsten Werken von Tarantino und Konsorten standesgemäß vertreiben wollen.
Apropos Tarantino: Der Kult-Regisseur hat jetzt verraten, dass das Drehbuch zu seinem zehnten und letzten Film offenbar schon fertig ist. Mehr dazu erfahrt ihr im folgenden Artikel:
Das Drehbuch zum 10. und letzten Film von Quentin Tarantino ist fertig: Darum wird er aber trotzdem noch Jahre auf sich warten lassenDies ist eine aktualisierte Wiederveröffentlichung eines bereits zuvor auf FILMSTARTS erschienenen Artikels.
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