Keanu Reeves statt "Reacher"-Star: Netflix holt einen Actionfilm nach 33 Jahren aus der Versenkung
von Björn Becher
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Der Macher eines der größten Netflix-Hits aller Zeiten soll einen bereits 1993 geplanten Actionfilm realisieren. Jetzt ist offenbar Keanu Reeves an Bord des Projekts, nachdem ursprünglich ein ganz anderer Hauptdarsteller vorgesehen war.

Lionsgate / Amazon / Netflix

Keanu Reeves ist ohne Frage dank „Matrix“ und vor allem der „John Wick“-Reihe eine der größten Action-Ikonen Hollywoods. Trotzdem verwundert der Hauptdarstellerwechsel beim Netflix-Thriller „Maelstrom“ auf den ersten Blick. Denn noch im Juli 2026 sah es so aus, als würde ein völlig anderer Action-Star die Hauptrolle übernehmen. Wie wir damals berichteten, befand sich „Reacher“-Darsteller Alan Ritchson in Verhandlungen für das Projekt. Daraus ist offenbar nichts geworden.

Statt des muskelbepackten Ritchson soll nun der 62 Jahre alte Keanu Reeves den Film anführen, wie die New York Post in ihrem Magazin Page Six Hollywood unter Berufung auf Insider berichtet. Warum es zu dem Wechsel gekommen ist und ob Ritchson das Projekt aus terminlichen oder anderen Gründen verlassen hat, ist bislang nicht bekannt. Es ist jedoch davon auszugehen, dass das Drehbuch angesichts dieses deutlichen Wechsels in der Hauptrolle noch einmal angepasst werden muss. Das ist bei „Maelstrom“ immerhin Gewohnheit.

"Maelstrom": "Stirb langsam" trifft Naturkatastrophen-Action

Als Bruce Willis zu Beginn der 1990er-Jahre zwei „Stirb langsam“-Filme zu weltweiten Kino-Hits gemacht hatte, wiesen sämtliche Studiobosse ihre Teams an, nach ähnlichen Drehbüchern Ausschau zu halten. Das Ziel war es schließlich, reihenweise Einzelkämpfer-Action-Hits mit Stars zu produzieren. Im Zuge dessen sicherte sich Warner 1993 auch das Drehbuch zu „Maelstrom“ von Autor Gregory Fitzpatrick, der mittlerweile früh verstorben ist, ohne je den Durchbruch in Hollywood geschafft zu haben. Zur Umsetzung kam es damals allerdings nie, doch aktuell sucht Netflix wieder gezielt nach solchen Action-Stoffen. Der Streaminggigant soll sogar alle Hollywood-Agenturen gebeten haben, die besten nie realisierten Drehbücher einzureichen. Auf diesem Weg landete auch „Maelstrom“ bei Netflix und soll nun nach über drei Jahrzehnten endlich gedreht werden.“

Dafür musste das Skript modernisiert werden, was Mark Bianculli, der Autor des kommenden „Cliffhanger“-Reboots, übernahm. Im Mittelpunkt der Story steht dabei ein US-Marshal, der die Verlobte eines skrupellosen Waffenhändlers beschützen soll. Die Frau will ins Zeugenschutzprogramm aufgenommen werden, doch bevor sie in Sicherheit gebracht werden kann, bricht ein gewaltiger Hurrikan über die Region herein. Sämtliche Kommunikationswege werden unterbrochen, Verstärkung ist nicht mehr erreichbar.

Als wäre die lebensgefährliche Naturkatastrophe nicht schon schlimm genug, bekommt es das Duo auch noch mit den bewaffneten Handlangern des Waffenhändlers zu tun. Innerhalb einer einzigen Nacht müssen sich die beiden in bester „Stirb langsam“-Manier gegen die Angreifer wehren und angesichts der tobenden Naturgewalten ums nackte Überleben kämpfen.

Der "Carry-On"-Regisseur soll es richten

Dass das Projekt nun tatsächlich vor die Kamera geht, ist auch dem Erfolg des Netflix-Actionthrillers „Carry-On“ zu verdanken. Der Film mit Taron Egerton und Jason Bateman wurde 2024 zu einem der größten Filmhits des Streamingdienstes. Auch dieser Film basiert auf einem Drehbuch, das zuvor über ein Jahrzehnt ungenutzt in der Schublade gelegen hat. Seit dem Erfolg will Netflix mehr Filme mit Regisseur Jaume Collet-Serra auf den Weg bringen. „Maelstrom“ ist eines von diversen Projekten, die der Thriller-Spezialist hinter Filmen wie „Non-Stop“, „Run All Night“ oder „Unknown Identity“ für Netflix inszenieren soll.

Wann die Dreharbeiten beginnen und wann der Thriller schließlich bei Netflix erscheinen könnte, ist bislang allerdings noch nicht bekannt. Mehr zu einem Netflix-Thriller, der gerade aktuell die Charts beim Streamingdienst dominiert, gibt es dagegen im folgenden Artikel:

Nach 3 Jahren Wartezeit direkt in 42 Ländern auf Platz 1: Netflix-Thriller-Hit feiert gewaltiges Comeback

Björn Becher
Björn Becher
-Mitglied der Chefredaktion
Seit mehr als 25 Jahren schreibt Björn Becher über Filme und Serien. Hier bei FILMSTARTS.de kümmert er sich um "Star Wars" und alles, was gerade im Kino läuft.
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