Mit neuen „Der Herr der Ringe“-Filmen im Kino, dem ersten „Game Of Thrones“-Spielfilm und einer „Harry Potter“-Serie im Streaming werden demnächst beliebte Fantasy-Franchises weiter ausgebaut – doch etwas frisches Blut ist immer gern gesehen, und deshalb dürfen sich alle Fans bildgewaltiger Fantasy auf den März 2028 freuen. Denn dann kommt Alex Garlands „Elden Ring“-Verfilmung ins Kino. Das Wort „Verfilmung“ zeigt, dass dieses Blut so ganz frisch zwar nicht ist, denn hier wird ein Computerspiel adaptiert – aber immerhin zum ersten Mal.
Und dieses Debüt will das Studio A24 gleich ganz groß aufziehen: Wie das Wall Street Journal berichtet, pumpt die für hochwertige Genre-Unterhaltung wie „Hereditary“, „Midsommar“ und „Backrooms“ sowie für Oscar-Gewinner wie „Everything Everywhere All at Once“ und „The Whale“ bekannte Independent-Schmiede A24 rund 200 Millionen US-Dollar in die Produktion von „Elden Ring“. Damit steigt das Studio endgültig zu einem der Big Player Hollywoods auf, nachdem der bislang teuerste Film von A24 „nur“ 70 Millionen gekostet hat: „Marty Supreme“.
"Elden Ring": Teuer – und hoffentlich gut!
Der Unterschied zu „Marty Supreme“ zeigt sich aber eben nicht nur im Budget, sondern auch in der Größe des gesamten Unterfangens: Mit „Elden Ring“ nimmt A24 zum ersten Mal einen effektelastigen Popcorn-Blockbuster mit Franchise-Potenzial unter seine Fittiche.
Gleichzeitig schüren der Name nicht nur des Studios, das bisher mit vielen qualitativ hochwertigen Produktionen gepunktet hat, sondern auch des Regisseurs und Autors die Erwartungen an eine Spieleverfilmung nicht nur mit teurem CGI-Gewitter, sondern auch mit Klasse: Alex Garlands Filmographie kann mit top bewerteten Filmen wie „Ex Machina“, „Auslöschung“ und „Warfare“ punkten.
Doch bis „Elden Ring“ ins Kino kommt, dauert es noch eine ganze Weile – was angesichts der gigantischen Fantasy-Welt, die größtenteils in der Postproduktion geschaffen werden dürfte und übrigens von „Game Of Thrones“-Autor George R.R. Martin mitentwickelt wurde, kaum überrascht. In den USA entert „Elden Ring“ am 3. März 2028 die Leinwand. Der Termin für Deutschland wurde noch nicht bestätigt, dürfte aber in einem ähnlichen Zeitfenster liegen. Nur knapp drei Monate vorher, nämlich am 16. Dezember 2027, kommt mit Andy Serkis‘ „The Hunt For Gollum“ der neuste „Der Herr der Ringe“-Film ins Kino.
Der Siegeszug von "Elden Ring"
Nach seiner Veröffentlichung im Jahr 2022 avancierte „Elden Ring“ im Rekordtempo zum weltweiten Fan-Liebling der Gaming-Community. Eine Überraschung ist dieser Triumph kaum: Schließlich zeichnet mit FromSoftware jenes Entwicklerstudio verantwortlich, das sich dank Titeln wie „Dark Souls“, „Bloodborne“ und „Sekiro“ längst einen erstklassigen Namen für kompromisslos fordernde Fantasy-Unterhaltung gemacht hat.
Für die Verfilmung wurden unter anderem Kit Connor („Heartstopper“), Ben Whishaw („James Bond 007 - Keine Zeit zu sterben“), Cailee Spaeny („Alien: Romulus“) und „Parks & Recreation“-Legende Nick Offerman vor die Kamera geholt.
Zur Handlung des Films und wie nah sich diese an der Spielevorlage orientieren wird, gibt es noch keine Informationen. „Elden Ring“ spielt im sogenannten Zwischenland, einem geheimnisvollen Reich in einer Phase des Umbruchs, dessen einstige Herrscherin Marika verschwunden ist. Nach der Zerstörung eines mächtigen Artefakts, des Eldenrings, streiten ihre Kinder, allesamt Halbgötter, um die Nachfolge. Nun treten die sogenannten „Befleckten“ auf den Plan, die aus ihrem Exil zurückkehren, um die Bruchstücke des Rings zu suchen und mit ihm die Ordnung wiederherzustellen.
Vom neuen „Der Herr der Ringe“-Film gibt es übrigens schon erste Bilder – schaut einfach in diesen Artikel rein:
Die ersten Bilder aus dem neuen "Der Herr der Ringe"-Film sind da: So sehen Frodo und das Auenland in "The Hunt For Gollum" aus