In „De Gaulle - Zeit des Widerstands“ geht es natürlich um den späteren Staatspräsidenten der Fünften Republik unseres Nachbarlandes Frankreich und seine Rolle im Zweiten Weltkrieg. Das mit über zweieinhalb Stunden Laufzeit epische Dimensionen annehmende Historien-Biopic ist gerade auch aus deutscher Perspektive mit seinem Blick auf den Zweiten Weltkrieg sowie unverändert relevanten Themen wie Politik und Macht interessant.
Und dabei ist dies nur der erste Teil eines Doppelschlags, der zusammen kolportierte 80 bis 100 Millionen Euro an Produktionskosten verschlungen haben soll. Denn mit dem international „De Gaulle: The Sovereign Edge“ betitelten, bisher keinen deutschen Namen habenden zweiten Teil warten noch einmal 160 Minuten über den Mann auf euch.
Seine Weltpremiere feierte das Werk von „The Wolf’s Call“-Regisseur Antonin Baudry im Mai 2026 im Rahmen der Filmfestspiele von Cannes. Am 3. Juni kam es dann regulär in die französischen Kinos und war sofort ein Riesenhit. 3,21 Millionen Eintrittskarten wurden allein in Frankreich verkauft. Hierzulande startet „De Gaulle - Zeit des Widerstands“ bundesweit am 4. Februar 2027 in den Kinos.
In der Titelrolle ist der aus unter anderem „Überdosis“ oder Fatih Akıns „The Cut“ bekannte Simon Abkarian zu sehen. Weitere wichtige Parts werden unter anderem von gallischen Stars wie Niels Schneider („Sibyl - Therapie zwecklos“), Karim Leklou („Beating Hearts“), Florian Lesieur („Furies“), Benoît Magimel („Die Klavierspielerin“), Mathieu Kassovitz („La Haine - Hass“) und Noémie Schmidt aus „Plötzlich aufs Land“ übernommen. Als britischer Premierminister Churchill, US-Präsident Roosevelt und Alliierten-Oberbefehlshaber Eisenhower sind zudem Simon Russell Beale („The Outfit“), Campbell Scott („The Amazing Spider-Man 1+2“) beziehungsweise Daniel Betts aus „MobLand“ dabei.
Wir haben den Film in Cannes bereits gesehen und für euch rezensiert. Chefredakteur Christoph Petersen lässt seine starke 4 von 5 möglichen Sternen vergebende FILMSTARTS-Kritik mit diesem Fazit enden: „In seinem ebenso aufwändigen wie bildgewaltigen Biopic ‚De Gaulle - Zeit des Widerstands‘ zeigt Antonin Baudry den legendären Charles de Gaulle als Fels in der Brandung, der während des Zweiten Weltkriegs mit allen politischen Tricks für sein Land kämpft und mit viel Pathos und Selbstüberzeugung die Franzosen zum Widerstand animiert.“
"De Gaulle - Zeit des Widerstands": Das ist die Story
Juni 1940: Die Wehrmacht ist in Frankreich einmarschiert. Nachdem die Regierung das diktierte Waffenstillstandsabkommen unterzeichnet hatte, haben die Deutschen das Land faktisch übernommen. Während die Nation im Chaos versinkt, entscheidet sich der bis dahin eher unauffällige General Charles de Gaulle (Simon Abkarian), diese Kapitulation nicht zu akzeptieren und flieht nach London. Ohne seine Armee, ohne politische Unterstützung seiner Landsleute und ohne greifbare Perspektive hält er an der Überzeugung fest, dass Frankreich nicht aufgeben darf.
Getrieben von diesem Glauben versucht er, internationale Verbündete davon zu überzeugen, ihm zu helfen, den Kampf aufrechtzuerhalten. Zunächst stellen sich die Umstände immer wieder gegen ihn. Doch mit der Zeit schließen sich Widerstandskämpfer, Studenten und Soldaten in England, Nordafrika und vor allem in der Heimat den von ihm im Exil organisierten „Freien Französischen Streitkräften“ an. So formiert sich eine Bewegung, die dem vermeintlich besiegelten Ausgang des Krieges tatsächlich etwas entgegenzusetzen hat …
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