Ob für Fleischgerichte, Gemüsepfannen oder Nudelsoßen: Knoblauch ist in der Küche eine echte Allzweckwaffe. Zwar wird regelmäßig darüber gestritten, wie viel von dem würzigen Gewächs die richtige Menge ist, schließlich ist die weiße Knolle ganz schön geruchsintensiv. Doch darüber, dass es nicht völlig ohne Knoblauch geht, sind sich fast alle einig – über alle kulinarischen Grenzen hinweg!
Wie sorgt man aber dafür, dass das aromatische Potenzial der Knoblauchzehe auch wirklich ausgeschöpft wird? Schneidet man sie einfach in Scheiben oder kleine Stückchen, verteilt sich der Geschmack nicht gleichmäßig im Essen – wenn man Knoblauch presst, kann es allerdings leicht passieren, dass er in der Pfanne verbrennt oder gar zu bitter schmeckt.
Mit diesem Trick aus "GoodFellas" wird der Knoblauch richtig aromatisch ...
Wer „GoodFellas – Drei Jahrzehnte in der Mafia“ (1990) gesehen hat, weiß um eine Alternative. Denn in dem Gangsterfilm-Meisterwerk von Martin Scorsese lernt man nicht nur die Regeln des organisierten Verbrechens in New York kennen, sondern bekommt in einer legendären Szene auch ausführlich erklärt, wie sich das Aroma des Knoblauchs perfekt entfaltet.
Von Henry Hill (Ray Liotta), aus dessen Perspektive wir die Geschichte erleben, erfahren wir nämlich, dass das Knastleben zumindest für hochrangige Mafia-Mitglieder gar nicht so schlimm ist, wie wahrscheinlich viele glauben. Als Beleg führt er die üppigen Mahlzeiten an, die Paulie Cicero (Paul Sorvino) und seine Mitinsassen in der Gefängnisküche zubereiten.
Während Vinnie (Charles Scorsese) als Spezialist für die Tomatensoße gilt und Johnny Dio (Frank Pellegrino) weiß, wie man Fleisch auf den Punkt brät, hat Paulie eine „phänomenale Methode“ entwickelt, den Knoblauch vorzubereiten. „Er schnitt ihn mit einer Rasierklinge in so hauchdünne Scheiben, dass diese mit ein wenig Öl in der Pfanne schmolzen“, erklärt Henry aus dem Off.
... aber klappt das auch in Wirklichkeit?
Aber funktioniert das wirklich? Tatsächlich haben sich schon einige Hobbyköche an Paulies berühmter Methode versucht. Die Antwort lautet: Ja – und nein. Denn anders als von Henry behauptet, schmilzt Knoblauch natürlich nicht. Die Scheiben lösen sich in heißem Fett nicht einfach auf.
Allerdings bietet Paulies Trick geschmacklich einigen Mehrwert, sofern man ihn richtig anwendet. Durch den extrem dünnen Schnitt wird der Knoblauch besonders fein und kann sein Aroma schnell an das Öl abgeben. Bei niedriger Temperatur garen die Scheiben sanft im Öl, werden butterweich und zerfallen später in der Soße fast vollständig, sodass sie sich perfekt im Essen verteilen.
Trotzdem ist beim Nachmachen Vorsicht geboten: Statt einer gefährlich scharfen Rasierklinge tut es sicher auch ein gutes Gemüsemesser oder ein sehr feiner Trüffelhobel. Und die Herdplatte darf auf keinen Fall zu heiß eingestellt sein, denn sonst verbrennen die papierdünnen Scheiben in Sekundenschnelle. Falls ihr das nun einmal selber ausprobieren wollt, wünschen wir euch auf jeden Fall guten Appetit!
Um einen Trick der ganz anderen Art dreht sich der nachfolgende Artikel:
George Lucas gelang in "Star Wars" einer der cleversten Tricks der Kinogeschichte: Lukes Landspeeder schwebt überhaupt nicht!