Viele heute berühmte Hollywood-Größen haben ihre ersten schauspielerischen Gehversuche in – oftmals eher zweitklassigen – Horrorfilmen gemacht. George Clooney spielte seine erste Kinorolle in „Return To Horror High“, während zu den ersten Filmen seines „Ocean's Eleven“-Co-Stars Brad Pitt der (in den Augen des Verfassers dieser Zeilen tatsächlich ziemlich gute) Slasher „Todesparty II“ gehört. Bei beiden Werken handelt es sich entgegen ihrer deutschen Verleihtitel übrigens nicht um Sequels …
… im Gegensatz zu „Critters 3“, in dem ein gewisser Leonardo DiCaprio sein Leinwand-Debüt gab. Sogar Tom Hanks trat zum allerersten Mal in einem Horrorfilm in Erscheinung („Panische Angst“ von 1980) – und auch seine „Schlaflos in Seattle“- und „E-Mail für Dich“-Partnerin Meg Ryan sammelte in der Frühzeit ihrer Karriere einschlägige Genreerfahrung. Davon will die heute 64-Jährige allerdings am liebsten nichts mehr hören!
Ihr allererster Film war im Jahr 1981 das Drama „Die wilden Reichen“, das zwar ziemlich in Vergessenheit geraten ist, bei dem es sich aber immerhin um den finalen Film des legendären Regisseurs und Oscar-Preisträgers George Cukor („My Fair Lady“) handelte. Anschließend stieß Ryan zum Ensemble der Seifenoper „Jung und Leidenschaftlich – Wie das Leben so spielt“, bevor sie 1983 in der zweiten Fortsetzung eines Haunted-House-Klassikers auftrat: „Amityville III“!
Wie beispielsweise auch der im selben Jahr erschienene dritte Eintrag in die „Der weiße Hai“-Reihe war „Amityville III“ Teil des kurzlebigen 3D-Booms der frühen 1980er-Jahre. Doch darüber hinaus gibt es nicht viele Gründe, sich heute noch an den Film zu erinnern. An den Kinokassen erwies er sich als absoluter Flop, und auch die Kritik ließ kein gutes Haar an dem Horrorfilm, in dem Ryan als Teenager Lisa zu sehen ist, die beste Freundin der Tochter des neuen Besitzers des Amityville-Hauses.
In einem Interview mit der Los Angeles Times erinnerte sich die „In The Cut“-Darstellerin mit folgenden Worten an die Dreharbeiten zurück: „Die einzige Anweisung, die wir jemals bekommen haben, war, alles in Richtung Kamera zu machen: ‚Greif richtig danach, Meg!‘ […] Mittlerweile muss ich wohl einfach zu dem ganzen Mist stehen, den ich damals gedreht habe.“
Immerhin ging es im Anschluss langsam bergauf. 1986 ergatterte sie eine Rolle im Tom-Cruise-Kulthit „Top Gun“, ein Jahr später feierte sie an der Seite ihres späteren Ehemannes Dennis Quaid mit der Fantasy-Komödie „Die Reise ins Ich“ Erfolge. 1989 folgte dann der endgültige Durchbruch – der RomCom-Klassiker „Harry und Sally“ machte Ryan über Nacht zum Weltstar!
Wusstet ihr eigentlich, dass Ryan neben den bereits erwähnten Titeln noch zwei weitere Filme mit Tom Hanks gedreht hat? Zum einen die unterschätzte Komödie „Joe gegen den Vulkan“ – und zum anderen einen Kriegsfilm, bei dem sie sogar auf dem Regiestuhl Platz nahm und von dem die wenigsten überhaupt Notiz genommen haben:
Mit diesem Weltkriegsfilm gab eine Hollywood-Ikone ihr Regiedebüt – und scheiterte auf ganzer Linie!