"Es gab ungefähr 7 Fortsetzungen, alle waren furchtbar": Stephen King rechnet hart mit dieser Horrorfilm-Reihe ab – dabei hat er die Vorlage geschrieben!
von Michael Bendix
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Vor 42 Jahren wurde eine Kurzgeschichte von Stephen King verfilmt – und war im Kino so erfolgreich, dass daraus ein mittlerweile elf Filme umfassendes Franchise wurde. Doch King selbst ist auf die Reihe nicht sonderlich gut zu sprechen!

Es gibt kaum einen Autoren, dessen Werke so oft verfilmt worden sind wie die von Stephen King. FILMSTARTS-Redakteur Pascal Reis beispielsweise hat schon 61 Filme und Serien gesehen, die auf Büchern und Kurzgeschichten des Star-Schriftstellers basieren – und das sind längst nicht alle. Jedes Jahr kommen dabei weitere Adaptionen hinzu, zuletzt Mike Flanagans Serien-Adaption von „Carrie“.

Somit ist King nicht nur für literarische, sondern auch zahlreiche filmische Meisterwerke verantwortlich. Eine Auswahl: Brian De Palmas Leinwand-Umsetzung von „Carrie“ aus dem Jahr 1976, Stanley Kubricks „Shining“, das Jugend-Abenteuer „Stand By Me“ oder auch das Gefängnis-Drama „Die Verurteilten“, welches seit jeher die Liste der 250 besten Filme aller Zeiten laut den Usern der IMDb anführt.

Doch angesichts der schieren Menge an Verfilmungen ist klar, dass es auch weniger gelungene Vertreter gibt. Dazu zählt sicherlich „Kinder des Zorns“ (1984), die Spielfilm-Version einer Kurzgeschichte, die King im Jahr 1977 für das Magazin Penthouse verfasst hatte.

Kinder des Zorns
Kinder des Zorns
1 Std. 33 Min.
Von Fritz Kiersch
Mit Peter Horton, Linda Hamilton, R.G. Armstrong
User-Wertung
2,8

Die Prämisse ist simpel: Ein junges Paar (Peter Horton und Linda Hamilton) gerät auf der Durchreise in das Dorf Gatlin in Nebraska, das wie ausgestorben scheint. Schon bald offenbart sich ihnen der erschreckende Grund dafür: Eine fanatische Kindersekte hat sämtliche Erwachsenen ermordet, um sie einer unheimlichen Macht im Maisfeld zu opfern.

„Kinder des Zorns“, mit dem B-Movie-Regisseur Fritz Kiersch sein Regiedebüt gab, wurde von der Kritik nicht sonderlich gnädig aufgenommen. Grund dafür waren nicht nur ausbaufähige Spezialeffekte und eine holprige Inszenierung, sondern auch gravierende Eingriffe in die Buchvorlage. King selbst äußerte später seine Unzufriedenheit in Bezug auf das finale Drehbuch, in dem das düstere Ende seiner Vorlage stark abgeschwächt wurde.

Kommerziell erwies sich der Horror-Thriller jedoch als Erfolg: Bei einem schmalen Budget von drei Millionen US-Dollar spielte er an den weltweiten Kinokassen 14,6 Millionen US-Dollar ein. Es dauerte immerhin acht Jahre, bis mit „Kinder des Zorns 2 - Tödliche Ernte“ eine Fortsetzung erschien – der zwar nur etwa die Hälfte des Vorgängers erwirtschaftete, dafür aber auch deutlich günstiger und damit sogar noch ein wenig lukrativer war.

Es gibt mittlerweile 11 "Kinder des Zorns"-Filme – Stephen King findet sie alle "furchtbar"!

Dieser Erfolg bildete den Startpunkt für ein erstaunlich langlebiges Franchise: Bis heute sind insgesamt elf „Kinder des Zorns“-Filme entstanden – neben acht Fortsetzungen, die größtenteils direkt für den Videomarkt produziert wurden, erschienen im Laufe der Zeit auch ein TV-Remake sowie 2020 ein Kino-Prequel, das von der Kritik zerrissen wurde und heftig floppte. Mit Kings Vorlage hatten die zahlreichen Nachzügler natürlich rein gar nichts mehr zu tun – und so ist wenig verwunderlich, dass der 79-Jährige nur wenig Gefallen an der Reihe fand.

„Mir fallen eine ganze Menge Filme ein, bei denen ich die Zähne zusammenbeißen muss“, so King im Interview mit CBS News. „Es gab ungefähr sieben Fortsetzungen von ‚Kinder des Zorns‘ – und alle waren furchtbar.“ Da hat der „Es“-Autor die Zahl sogar leicht zu niedrig angesetzt!

Der Verfasser dieses Artikels hat übrigens nur drei Filme der „Kindes des Zorns“-Reihe gesehen – und fand speziell den dritten Teil (in dem niemand Geringeres als Charlize Theron ihren allerersten Filmauftritt hatte!) tatsächlich ziemlich gelungen!

Wusstet ihr eigentlich, dass Stephen King vor 30 Jahren einen Film mit Michael Jackson gedreht hat? Hier erfahrt ihr mehr darüber:

Vor 30 Jahren taten sich Stephen King und Michael Jackson für einen Film zusammen – und ihr habt mit Sicherheit noch nie davon gehört!

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Michael Bendix
Michael Bendix
-Redakteur
Schaut pro Jahr mehrere hundert Filme und bricht niemals einen ab. Liebt das Kino in seiner Gesamtheit: von Action bis Musical, von Horror bis Komödie, vom alten Hollywood bis zum jüngsten "Mission: Impossible"-Blockbuster.
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