Ahnungslos im abgelegenen Nirdgendwo in die Terrorfalle getappte Normalos, eine hünenhafte, nicht ganz bei Sinnen scheinende und noch dazu maskierte Bedrohung, garstige Gewalt und sich abseits des Bildes abspielender, ins Kopfkino des Publikums metzelnder Schrecken: Aus diesen Zutaten setzt sich nicht nur der Terrorkino-Klassiker „Blutgericht in Texas“ (nunmehr besser bekannt als „Texas Chainsaw Massacre“) zusammen, sondern auch ein riesiger Fundus an filmischen Nachahmern.
Die decken, wie das „Texas Chainsaw Massacre“-Franchise selbst, ein enormes qualitatives Spektrum ab – und die Reaktionen auf die neuste Hommage an extra fiesen, besonders galligen Grindhouse-Horror sind ebenfalls wild durchgemischt: „Dolly“ wird als stumpf und öde gescholten, als verstörend geachtet und in einer populären Review auf der Filmfan-Plattform Letterboxd als „heftig, grausam und absolut widerwärtig“ bejubelt.
Falls ihr nun selbst herausfinden wollt, wie der FSK-18-Horrorfilm bei euch ankommt: Diese Woche ist „Dolly“ uncut im Heimkino veröffentlicht worden – unter anderem als limitiertes 4K-Mediabook.
Das Mediabook enthält ein 24-seitiges Booklet sowie eine Blu-ray-Kopie des Films. Darüber hinaus ist der Horror-Reißer in einem 4K-Mediabook mit alternativem Cover* erschienen, sowie in Standardverpackung auf Blu-ray* und DVD*. Außerdem ist der Film unter anderem bei Prime Video* als VOD verfügbar und beim Prime Video Channel Bloody Movies* im Abo enthalten.
Darum geht es in "Dolly"
Der alleinerziehende Chase (Seann William Scott) will an einem abgelegenen Aussichtspunkt in den Wäldern Tennessees seiner Freundin Macy (Fabianne Therese) einen Heiratsantrag machen. Doch bereits auf dem Hinweg drücken haufenweise schauriger Porzellanpuppen die Stimmung. Und die sind noch das geringste Übel.
Denn als Chase endlich auf die Knie gehen will, stürmt eine hünenhafte, stets mit einem puppenhaften Porzellangesicht maskierte Gestalt namens Dolly (Max The Impaler) auf ihn zu, schlägt ihn nieder und verschleppt Macy. Die wird von Dolly daraufhin wie ein Baby behandelt – und Dolly ist wahrlich nicht das gnädigste Elternteil auf der Welt!
Schmierig, eklig, schmerzhaft
„Es ist allenfalls eine Frage von Sekunden, bis man nur noch mit schmerzverzerrtem Gesicht und zwischen den Fingern hindurch Richtung Leinwand starrt“, fasst FILMSTARTS-Chefredakteur Christoph Petersen in seiner 3/5-Sterne Kritik seine „Dolly“-Erfahrung zusammen. „Selbst ein mit dem Spaten durchtrenntes Schienbein ist nur Kindergarten im Vergleich zu dem, was danach kommt – zumal das Ergebnis schon rein optisch dermaßen grotesk aussieht, dass man im ganzen weiteren Verlauf des Films kaum wegschauen kann“, urteilt er weiter über Rod Blackhursts Regiearbeit.
Inhaltlich vermisst er nach dem brachialen Auftakt zwar die Überraschungen, dafür hat es ihm die bewusst schmierig-eklige Ästhetik des Films angetan: „Die körnigen 16mm-Aufnahmen von 'Dolly' treffen den Look der Vorbilder wie 'Texas Chainsaw Massacre' ziemlich gut“, so Petersen.
Und wenn es noch mehr Ekel sein darf: Im folgenden Artikel stellen wir euch einen berühmt-berüchtigten, gewollt abscheulichen Filmklassiker vor.
Selbst eine Hollywood-Legende musste sich im Kino übergeben – jetzt erscheint dieses Skandal-Meisterwerk erstmals in 4K*Bei den Links zum Angebot von Amazon handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf über diese Links oder beim Abschluss eines Abos erhalten wir eine Provision. Auf den Preis hat das keinerlei Auswirkung.