"Der Hobbit" ist ein ganz großes Geschäft, aber auch ein ganz kleiner Pub in England. In Southampton bietet Gastwirtin Stella Roberts seit über 20 Jahren ihren Gästen Cocktails und andere Köstlichkeiten an, welche nach den Helden aus J.J.R. Tolkiens Romanen benannt sind. Doch während Gandalf, Bilbo und Co. nach der "Der Herr der Ringe" zurzeit ein weiteres großes Mittelerde-Abenteuer auf der anderen Erdhalbkugel drehen, spielte sich in dem beliebten Pub ein kleines Drama ab. Auf der Suche nach jedweder Möglichkeit einer Patentrechtsverletzung, blies die Saul Zaentz Company (Rechteinhaber des Franchise) zum Angriff und verlangte von der völlig perplexen Gastwirtin den Namen ihres Pubs, sowie die "Frodo"- und "Gandalf"-Cocktails umzubenennen, andernfalls sollte sie eine horrende Summe wegen Verletzung eines Patentrechts zahlen. Da sich Roberts aber außerstande sah, den Pub völlig umzustrukturieren und das Bußgeld für sie unbezahlbar war, sah sie keinen anderen Ausweg als den Pub zu schließen.
Doch die Entrüstung über die, als überzogen empfundenen Sanktionen, löste eine Welle der Solidarität aus. Im sozialen Netzwerk Facebook wurde eine Seite gegründet, deren Anhänger sich bereits auf 58.000 User belaufen und selbst die Aufmerksamkeit von Stephen Fry ("Alice im Wunderland") auf sich zog, welcher derweil im fernen Neuseeland als Bürgermeister von Laketown ("The Master of Laketown") in Peter Jacksons "Der Hobbit" mitwirkt. Dieser zeigte sich ebenso empört wie die lokalen Anhänger der kleinen Trinkstube und twitterte seinen Unmut mit folgenden Worten: "Ehrlich gesagt, manchmal schäme ich mich für das Business von dem ich selbst ein Teil bin. Was für eine sinnlose, selbstzerstörerische Art mit so etwas umzugehen."
Doch anstatt es dabei zu belassen, schloss sich Fry mit Gandalf-Schauspieler Ian McKellen ("Der Herr der Ringe - Die Gefährten") zusammen und zahlte kurzerhand den gesamten Betrag, der für eine problemlose Weiterführung des Lokals benötigt wurde. Stella Roberts kann ihr Glück derzeit noch gar nicht fassen und steht noch zu sehr unter Schock, als dass sie sich richtig freuen kann. Bald kann sich die Wirtin jedoch persönlich bei den beiden großzügigen Rettern aus Neuseeland bedanken, diese kündigten bereits an, nach den Dreharbeiten zu "Der Hobbit" auf einen kurzen "Absacker" vorbeizuschauen.