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    Anschauen: Thomas Jane in eigenem brutalen "Punisher"-Kurzfilm "Dirty Laundry"
    Von Tim Anton — 17.07.2012 um 14:49

    Manchmal stehen die größten Fans direkt selbst vor der Kamera. Schauspieler Thomas Jane, der 2004 als "The Punisher" im Kino zu sehen war, kam mit einem selbstproduzierten Kurzfilm im Gepäck zur Comic-Con. Und der hat es in sich, denn Jane schlüpft erneut in die Rolle des erbarmungslosen Frank Castle und zeigt, was noch alles im brutalen Rächer steckt.

    Als Thomas Jane ("Hung - Um Längen besser") im Jahr 2004 als Frank Castle alias "The Punisher" im Kino zu sehen war, war der Verfilmung der gleichnamigen Comic-Reihe aus den 80er Jahren kein sonderlich großer Erfolg vergönnt. Zwar wurden die Produktionskosten wieder eingespielt, doch Fans kritisierten die mangelnde Gewalt und bedingungslose Rücksichtlosigkeit, die die Figur ursprünglich auszeichnete - und das, trotzdem "The Punisher" hierzulande erst ab 18 Jahren freigegeben wurde.

    Nun probiert Hauptdarsteller Thomas Jane einen schlagkräftigen, neuen Anlauf in Eigeninitiative und schlüpft nochmals in die Rolle des Frank Castle: Auf der Comic-Con präsentierte der Darsteller einen selbstgemachten Kurzfilm, für den er sich mit Drehbuchautor Chad St. John ("Motor City"), Regisseur Phil Joanou ("Spiel auf Bewährung") und Schauspielkollege Ron Perlman ("Drive") zusammengetan hat. Das Ergebnis stieß auf Begeisterung bei den Fans und wurde für seine drastischen Darstellungen mehr gelobt als der ursprüngliche Film. Natürlich kamen auch prompt erste Forderungen, dass Marvel dem Punisher und Thomas Jane einen erneuten Leinwandauftritt ermöglicht.

    Im inoffiziellen neuen Abenteuer vom Punisher, das sich lediglich "Dirty Laundry" nennt, macht sich Frank Castle auf den Weg zu einem Waschsalon und wird dabei Zeuge, wie eine Straßengang zuerst eine Frau und anschließend einen kleinen Jungen brutal überfällt. Nachdem er die Hilferufe nicht mehr erträgt, spricht Frank mit einem verbitterten Ladenbesitzer (Perlman) und sieht ein, dass man vor dem Übel der Welt nicht immer die Augen verschließen kann.

    Auf die Frage eines Fans, ob Jane mit dem Kurzfilm eine bestimmte Absicht verfolge, sagte der Darsteller, dass er einen Film für eine Figur machen wollte, die er stets geliebt und immer an sie geglaubt habe – einen Liebesbrief an Frank Castle und seine Fans. Er beschrieb die Erfahrung am Set als unglaublich, da jeder der Beteiligten nur zum Spaß dabei war und es von Anfang bis Ende eine einzige Freude gewesen sei. Diese Freude merkt man dem fertigen Film an, denn die Hingabe, mit der sich Thomas Jane seiner Figur gewidmet hat, ist wirklich bemerkenswert und fängt den Geist der Vorlage in wenigen Minuten perfekt ein. Auch wenn Marvel derzeit mit ihrer Veröffentlichungspolitik von zwei Filmen pro Jahr schon für die nächste Zeit ausgelastet ist, bleibt zu hoffen, dass das Studio so viel Engagement und Spielfreude zu würdigen weiß und sich vielleicht doch noch zu einem neuen Auftritt des Punishers hinreißen lässt. Dieser könnte, sofern Thomas Jane etwas zu sagen hat, nämlich wirklich ein Erfolg werden. Freunde gutgemachter Action-Kracher sollten sich "Dirty Laundry" derweil auch nicht entgehen lassen.

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