Kehrtwende: "Justice League" liegt auf Eis – Warten auf den Erfolg von "Superman: Man Of Steel"

Ein Drehbuch ist bereits geschrieben, zahlreiche Darsteller wurden schon gehandelt und sogar mit verschiedenen Regisseuren gesprochen. Doch weiter soll es bei "Justice League" vorerst nicht gehen, denn Warner will nun erst einmal abwarten, ob "Superman: Man Of Steel" ein Erfolg wird.

Schien Warner in den vergangenen Wochen "Justice League" voranzutreiben und es schien nur noch eine Frage von Tagen bis der Regisseur bekannt gegeben wird, nun also eine Kehrtwende. Diese hat vor allem seine Ursache in einer Veränderung an der Führungsspitze von Medien-Gigant Warner: Dort wurde Kevin Tsujihara  zum neuen Chef ernannt und in einem Bericht über die Personalie schrieb das Branchenblatt Variety, dass man nun entschieden habe, das Resultat von "Man of Steel" an den Kinokassen abzuwarten bevor man mit "Justice League" voranschreite. Dies passt zur kürzlich kolportierten Meldung, dass sich "Justice League" auch vom bislang anvisierten Termin 2015 auf 2016 verschieben könnte.

Bei Warner scheint es mehr und mehr Bedenken hinsichtlich der Rentabilität der Comic-Rechte aus dem Hause DC zu geben. Denn abgesehen von Christopher Nolans "Dark Knight"-Trilogie produziert man in den vergangenen Jahren nur Fehlschüsse ("Green Lantern", "Superman Returns", gescheiterte "Wonder Woman"-Serie). Dazu passt auch, dass Jeff Robinov, Chef der Warner-Filmabteilung und verantwortlich für die Comic-Verfilmungen der jüngeren Vergangenheit, im Rennen um den CEO-Posten bei Warner Tsujihara unterlag. Während Robinov an die Einnahmen von DC-Comic-Adaptionen weiter glaubte, scheint Tsujihara skeptischer zu sein.

Es sieht also so aus, als läge auf den Schultern von Zack Snyders "Superman: Man Of Steel" nicht nur die Zukunft von "Justice League", sondern auch die Frage wie der allgemeine Kurs bei Warner hinsichtlich der Adaption von Comics in der Zukunft aussehen wird.

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