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    "Vorhersehbar" und "ohne Charme": Erste Kritiken zu "Barefoot", dem US-Remake von Til Schweigers "Barfuß"
    Von Björg Prüßmeier — 18.02.2014 um 11:46
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    Til Schweigers romantische Komödie "Barfuß" über die ungewöhnliche Beziehung zwischen einem Versager und einer behüteten Patientin einer psychiatrischen Anstalt hat sich längst in die Herzen der deutschen Bevölkerung gespielt. Nun wurde erstmals das US-Remake "Barefoot" vorgestellt und die ersten internationalen Pressestimmen klingen nicht gerade begeistert…

    Mit seiner Regiearbeit "Barfuß" hat Til Schweiger 2005 sein Händchen für unkonventionelle romantische Komödien gezeigt. Zwar konnte er nicht jeden mit seiner Liebesgeschichte zwischen einem arbeitslosen Versager und einer Patientin einer Nervenklinik, die durch ihre behütete Erziehung nicht mit der gefährlichen Außenwelt klarkommt, überzeugen, doch vielen Deutschen ging "Barfuß" ans Herz. Und mit "Keinohrhasen", "Kokowääh" und Co. feiert Til Schweiger seitdem in Deutschland großen Erfolg mit seinen romantischen Komödien.

    An diesem Erfolg will auch Hollywood teilhaben, weshalb sie nun ein US-amerikanisches Remake von "Barfuß" mit Scott Speedman ("Für immer Liebe") und Evan Rachel Wood ("The Ides of March - Tage des Verrats") in den Hauptrollen als Jay und Daisy ins Rennen schicken. Und "Barefoot" kommt in den ersten internationalen Pressestimmen bisher noch nicht so gut an:

    Roger Moore von Movie Nation sieht Andrew Flemings ("Ein ungleiches Paar") Regiearbeit sehr gemischt: Er hebt besonders Evan Rachel Woods Darstellung als "rehäugige, unschuldige" Daisy hervor, die in den Momenten, in denen sie nicht gerade zusammenbricht, sehr fesselnd und sehr lustig sei. Allerdings sei "Barefoot" selbst "nie mehr als vollkommen vorhersehbar und konventionell".

    Dennis Harvey von Variety geht noch weiter und behauptet, dass "Barefoot" keinen Charme und wenig Plausibilität habe und unwillkommen sei. Die Figur des Jay sei anhand einer Checkliste von Klischees aufgebaut worden, die One-Night-Stands, Strip Clubs und düstere Gestalten, denen er Geld schuldet, beinhaltet - er sei der "Standard-Medium-Bad-Boy". Und "Barefoot" sei ein "besonders ungeheuerliches Beispiel einer romantischen Komödie, zu der die logische Antwort auf das Happy End 'Ich gebe ihnen höchstens eine Woche' lautet."

    Wir bleiben gespannt, ob "Barefoot" in Deutschland die Zuschauer so mitreißen wird, wie das Original. Er hat zwar noch keinen Starttermin, doch hier könnt ihr schon einmal einen Blick in den Trailer werfen:

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