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    Top-10-Listen: Die Lieblingsfilme der FILMSTARTS-Reaktion 2014
    Von Christoph Petersen (Mitarbeit: Yves Arievich) — 17.12.2014 um 16:07

    FILMSTARTS blickt auf das Filmjahr 2014 zurück - unsere Redakteure und Autoren präsentieren euch ihre Lieblingsfilme des Jahres.


    Top 10 von Christoph Petersen
    (Programmchef)


    Platz 10: "Guardians of the Galaxy"

    Ja, selbst Kritiker können im Kino auch einfach mal nur Spaß haben!

    Platz 9: "Verführt und verlassen"

    Ein Remake von „Der letzte Tango in Paris“, verlegt in ein Kriegsgebiet – obwohl die absurde Idee wie pures Kassengift klingt, wollen Regisseur James Tobak und Adam Baldwin in Cannes Geldgeber für das Projekt auftun. Das Ergebnis: Eine erhellend-doppelbödige Dokumentation über das Filmbusiness, die Kunst und das Leben an sich – gerade für mich, der schon mehrfach von den Filmfestspielen an der Cote d'Azur berichtet hat.

    Platz 8: "Rico, Oskar und die Tieferschatten"

    Das beste Beispiel dafür, dass Kinderfilme immer dann besonders begeistern, wenn die Macher nicht auf ihr Publikum hinabschauen, sondern ihm auf Augenhöhe begegnen – die Fortsetzung „Rico, Oskar und das Herzgebreche“ steht damit ganz weit oben auf meiner Liste der meisterwarteten Filme 2015.

    Platz 7: "A Most Wanted Man"

    Philipp Seymour Hoffman haut in einer seiner letzten Rollen noch mal richtig einen raus und das überraschende Finale hat mich (im positiven Sinne) so wütend gemacht wie kein anderer Film in diesem Jahr. Zudem ist „A Most Wanted Man“ für mich als Hamburger sowieso ein Must See – den so aufregend wie von Anton Corbijn wurde meine Stadt seit Wim Wenders „Der amerikanische Freund“ nicht mehr in Szene gesetzt.

    Platz 6: "Feuerwerk am helllichten Tage"

    Der diesjährige Gewinner des Goldenen Bären bei der Berlinale ist ein nihilistischer Serienmörder-Thriller-Drama, das sein Publikum mit vielen Auslassungen und Zeitsprüngen erzählerisch herausfordert, es dabei mit grandios-kalten Bildern und den faszinierendsten Plansequenzen des Jahres aber auch gebührend belohnt.

    Platz 5: "Planet der Affen: Revolution"

    Schon „Planet der Affen: Prevolution“ war ein überraschend großartiger Reboot – und die Fortsetzung ist nun sogar noch einen Tacken stärker: Thematisch noch reifer, erzählerisch noch mutiger und visuell noch brillanter präsentiert sich „Revolution“ als technisch bahnbrechender Sci-Fi-Blockbuster!

    Platz 4: "Die geliebten Schwestern"

    Auf Dominik Graf ist eben Verlass. Sein Liebesdreieck-Historiendrama (das ich glücklicherweise im auf der Berlinale gezeigten Director’s Cut sehen durfte) ist grandios gespielt und inszeniert, aber was vor allem heraussticht, ist seine wunderbare Sprache – da steht der auch für das Drehbuch verantwortliche Graf seinem Protagonisten Friedrich Schiller in nichts nach!

    Platz 3: "Nightcrawler"

    Der „Taxi Driver“ für das neue Millennium: eine bitterböse, sauspannende und grandios gespielte Medienschelte!

    Platz 2: "Winterschlaf"

    Der diesjährige Gewinner der Goldenen Palme in Cannes ist ein dreistündiges Porträt einer längst zerstörten Ehe in der rauen Einsamkeit des winterlichen Anatoliens. Sicherlich nicht für jeden geeignet (ein Geschwisterstreit dauert hier auch schon mal 15 Minuten am Stück), aber für mich eine der menschlich ergiebigsten und visuell erstaunlichsten Kinoerfahrungen des Jahres.

    Platz 1: "Die Wolken von Sils Maria"

    Der ziemlich doofe Trailer führt bewusst in die Irre und suggeriert eine lesbische Eifersuchtskiste, die es im Film selbst gar nicht gibt. Stattdessen entpuppt sich der neuste Streich von Olivier Assayas als vieldeutiges Charakterporträt und Kulturbetrieb-Drama, in dem der „Carlos“-Regisseur in seinen Absichten zwar bewusst wage bleibt, aber dabei so viele Denkanstöße zur Wahrnehmung der Zeit, der Idee des Alterns und das Verhältnis des Künstlers zur Kunst liefert, dass ich aus diesem Film für mich mehr herausziehen konnte als aus jedem anderen in diesem Jahr.

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