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    Amazon: Online-Versandhändler will unbedingt einen Oscar gewinnen und 16 Kandidaten pro Jahr sollen es richten
    Von Björn Becher — 29.12.2015 um 10:11

    Nachdem Amazon zuerst in die Serien- und mittlerweile auch in die Filmproduktion eingestiegen ist, will man damit hoch hinaus. So ist es unter anderem geplant, möglichst bald einen Oscar zu gewinnen.

    Amazon Studios
    Nach Serieneigenproduktionen wie „Hand Of God“, „Bosch“, „Transparent“ oder zuletzt „The Man In The High Castle“ veröffentlichte Online-Versandhändler Amazon über seine eigene Video-Plattform in den USA gerade mit „Chi-Raq“ von Spike Lee den ersten großen eigenen Spielfilm. Der kam gleichzeitig auch in die Kinos und ist damit für die Oscars qualifiziert. Eine Strategie, die noch ausgebaut werden soll, damit möglichst bald auch der Gewinn eines Goldjungen zu verzeichnen ist.

    Wie Amazon-Chef Jeff Bezos im Interview mit der Tageszeitung Die Welt verriet, sei es das erklärte Ziel, nachdem man bereits Golden Globes und Emmys gewonnen hat, auch einen Oscar zu bekommen. Dafür wolle man 16 Filme pro Jahr produzieren. Der Versandhandel hat dafür bereits ein eigenes Filmstudio in Los Angeles gegründet und will große Namen anwerben. Man wolle Meistern wie Spike Lee oder Woody Allen (der für Amazon eine Serie entwickelt) eine neue Plattform bieten, so Bezos gegenüber der Welt. Einen Grund, warum diese Filmemacher zu Amazon statt zu einem der klassischen Filmstudios gehen sollen, hat er auch auf Lager: „Wir sind in der Lage, solchen Könnern kreative Kontrolle und vor allem viel Freiheit zu gewähren.“

    Momentan wird in den USA heiß diskutiert, ob „Chi-Raq“ von Spike Lee und vor allem „Beasts Of No Nation“, der bis dato prestigeträchtigste Spielfilm von Amazons Konkurrent Netflix, Außenseiterchancen im Oscarrennen haben. Einige Insider vermuten dabei, dass die Filme der VoD-Plattformen unabhängig von ihrer Qualität momentan noch keine Chance auf Academy-Auszeichnungen haben. Denn zu viele der alteingesessenen, konservativeren Oscar-Wähler stünden der parallelen Veröffentlichung online und im Kino kritisch gegenüber.




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