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    "Tote Mädchen lügen nicht": Dieses Logikloch in Staffel 2 habt ihr bestimmt übersehen
    Von Woon-Mo Sung — 29.05.2018 um 16:50
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    Seit kurzem ist die zweite Staffel „Tote Mädchen lügen nicht“ auf Netflix verfügbar und darin kommen jene zu Wort, die an Hannah Bakers (Katherine Langford) Selbstmord Schuld haben sollen. Dabei sorgt eine Figur für ein großes Logikproblem.

    Netflix

    Achtung, große Spoiler zu „Tote Mädchen lügen nicht“ folgen!

    Die erste Staffel „Tote Mädchen lügen nicht“ war 2017 eine der meistdiskutierten Serien überhaupt, die durch ihre Themen wie Selbstmord und Mobbing unter Jugendlichen für reichlich Aufsehen gesorgt hat. Nun steht die zweite Season beim Streaming-Giganten Netflix zum Abruf bereit, in der all die Figuren ihre Sicht der Dinge schildern können, die zuvor noch für den Selbstmord von Hannah Baker (Katherine Langford) verantwortlich gemacht wurden. Sicherlich ist es interessant, dabei neue Sichtweisen zu erhalten, aber eine Figur sorgt für riesige Logikprobleme – weil sie offenbar nichts weiß.

    Justin, das Unschuldslamm

    Am Ende der ersten Staffel reißt Justin (Brandon Flynn) aus und muss in der aktuellen Season erst von Clay (Dylan Minnette) und Tony (Christian Navarro) aufgefunden und zurückgebracht werden. Der mittlerweile drogenabhängige Justin soll vor Gericht gegen Bryce (Justin Prentice) aussagen und so Jessica (Alisha Boe) bei ihrem Vergewaltigungsfall unterstützen. Unterdessen finden sie und Sheri (Ajiona Alexus) allerdings heraus, dass es einen „Clubhouse“ genannten Schuppen gibt, in dem schon oft die beliebten Sportler der Schule mit Mädchen gefeiert, sie fotografiert und einige sogar vergewaltigt haben.

    Und genau hier liegt das Problem, denn Justin erweckt den Eindruck, dass er überhaupt nichts vom „Clubhouse“ gewusst hat. In der zehnten Episode der zweiten Staffel glaubt Sheri, dass die Fotos der Mädchen, die an diesem speziellen Ort entstanden sind, schon Jahre alt sein müssen. Justin fügt hinzu, dass es ja kein Wunder sei, dass diese Baseball-Typen so dicke seien, schließlich decken sie sich gegenseitig für die ekelhaften Dinge, die sie tun. Aber in Wahrheit müsste es doch Justin am besten von allen wissen!

    Lügt er oder nicht?

    Dass Justin offenbar nicht den blassesten Schimmer hatte, ist nicht zu erklären. Denn noch zu Beginn der ersten Staffel wurde er als einer der bekanntesten und beliebtesten Sportler der gesamten Schule eingeführt, der auch noch sehr eng mit Bryce, Zach (Ross Butler) und den anderen scheinbaren Alphamännchen befreundet war. Wie kann er, der selber Teil dieser Clique war, als einziger nie davon etwas erfahren haben? Zumal besonders Bryce ein sehr aktiver Besucher des „Clubhouses“ zu sein scheint.

    Justins Aussage nach könnte man den Eindruck bekommen, dass er nur deshalb nichts davon gewusst hatte, weil er nicht Teil des Baseballteams war. Das waren die anderen aber früher auch nicht – in Staffel eins waren sie Teil des Basketballteams und auch Football spielte für den ein oder anderen schon eine Rolle beim Schulsport. Und wenn zum Beispiel Zach als Star-Basketballer von Liberty High vom „Clubhouse“ wusste, warum also nicht auch Justin?

    Ob er einfach gelogen hat? Auch das ist unwahrscheinlich: Da es sehr wichtig ist, neben den ersten Polaroid-Bildern der Mädchen noch die anderen rechtzeitig zu finden, um genug Beweismaterial gegen Bryce zu sammeln, hätte Justin Clay auch einfach in die Irre führen können, um seinen Kumpel zu schützen, auf dessen Freundschaft er bis kurz vor Schluss viel gibt. Das tat er aber nicht, daher kann man wohl ausschließen, dass Justin bezüglich des „Clubhouses“ lügt.

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    Justin hat wirklich nicht das Geringste gewusst und so wie es aussieht, ist das schlichtweg der Unachtsamkeit der Autoren geschuldet und nicht etwa einem Umstand, der sich innerhalb der Serienwelt erklären ließe. Das allerdings bleibt das Problem von uns Zuschauern. Justin selbst wird wohl in Zukunft noch zur Genüge zu tun bekommen mit seinem Drogenproblem und seiner Dreiecksbeziehung mit Jessica und Alex (Miles Heizer) – wenn es denn überhaupt eine Zukunft gibt. Die Aussicht auf eine dritte Staffel finden wir jedenfalls ziemlich blödsinnig.

     

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