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    Erste Reaktionen zu "Gemini Man": Das beste 3D aller Zeiten?
    Von Christian Fußy — 19.09.2019 um 09:55

    Ang Lees „Gemini Man“ kommt weltweit erst Anfang Oktober in die Kinos, einige Medienvertreter haben den Film jedoch bereits gesehen und in den sozialen Netzwerken ihre Meinung geteilt. In einer Sache sind sich alle einig: die 3D-Effekte überzeugen.

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    In „Gemini Man“ lässt Regisseur Ang Lee („Life Of Pi“, „Tiger And Dragon“) einen computergenerierten, 23-jährigen Will Smith auf die Welt und seinen realen, 50-jährigen Counterpart los. Statt Smith mittels De-Aging-Technologie zu verjüngen, wie es mit Schauspielern in Filmen wie „ES Kapitel 2“ oder „The Irishman“ gemacht wird, erschuf die Technik-Abteilung hinter „Gemini Man“ den Hollywoodstar einfach nochmal komplett am Computer neu. Eine Methode, die von Experten nicht nur Zuspruch findet, aber wohl zumindest das Publikum aus den Latschen hauen wird.

    Die ersten Medienvertreter, die „Gemini Man“ bereits gesehen haben, scheinen sich zumindest in der Hinsicht einig zu sein, dass Ang Lee einen technischen Meilenstein abgeliefert hat und es eine wahre Freude ist, die beiden Will Smith‘ gemeinsam auf der Leinwand zu sehen. Die riskante Entscheidung Lees, den Film mit 120 Bildern pro Sekunde zu zeigen, scheint ordentlich Zuspruch zu finden und auch der häufig als unnötig empfundene Einsatz von 3D-Technik wird von den Twitter-Stimmen abgefeiert. Viele gehen sogar so weit, zu behaupten, „Gemini Man“ sei der erste Film, der zwingend in 3D erlebt werden müsse.

    Richtungsweisende 3D-Technik und ein toller Will Smith

    Devindra Hardavar, Co-Moderator des /Film-Podcasts attestiert dem Film, so bahnbrechend zu wirken wie seiner Zeit James Camerons „Avatar“:

    „Ich zittere nach der Vorstellung von ‚Gemini Man‘ noch vor Aufregung. Der Film verwendet 120 FPS und 3D, um einige der aufregendsten Action-Sequenzen zu erschaffen, die ich seit Jahren gesehen habe. Es freut mich, dass Ang Lee zum Action-Genre zurückgekehrt ist, die Choreographie wirkt so intensiv, weil sie so realistisch aussieht.

    Das Drehbuch ist etwas generisch, aber ich denke die Schauwerte und Will Smith‘ Darbietung machen das wett. Was bahnbrechende visuelle Experimente angeht, fühlt sich dieser Film so wichtig an wie ‚Avatar‘. Die hohe Bildrate wurde im Vergleich zu ‚Die irre Heldentour des Billy Lynn‘ stark verbessert und der junge CG-Smith sieht überraschend realitätsgetreu aus.“

    Auch Max Evry von ComingSoon.net hebt die Actionszenen hervor und bezeichnet diese als „atemberaubend“:

    Ang Lees ‚Gemini Man‘ markiert einen gewaltigen Durchbruch für die Präsentation in 120 Bildern pro Sekunde. Action-Szenen sind in dem Format atemberaubend. Will Smith‘ einnehmende Darbietung zeigt das Level an Kontrolle, zu dem ein echter Filmstar fähig ist. Wenn ihr diesen Film nicht im Kino seht, verpasst ihr wahrhaft eine Erfahrung.“

    Brent Lang von Variety schließt sich dem allgemeinen Tenor an, dass die Technik auf der Leinwand zu sehen ein klares Kino-Highlight darstellt:

    „Habe gerade ‚Gemini Man‘ gesehen. Ang Lee liefert ein gutes Argument für 3D und hohe Bildraten, besonders, wenn es um die Action-Szenen geht. Schaut euch nicht die 2D-Version an. Er gibt zu, dass die Technologie noch in den Kinderschuhen steckt, aber sie funktioniert hier besser als in ‚Billy Lynn‘ und verdient es, gesehen zu werden.“

    Jordan Zakarin von SyFywire fühlte sich durch die Technologie gar wie ein Teil des Films:

    „Habe gerade die finale Schnittfassung von Ang Lees ‚Gemini Man‘ gesehen und er ist wahrscheinlich der einzige Film, den ich je gesehen habe, der absolut in 3D gesehen werden muss (und möglichst auch in 4K). Ich habe noch nie etwas Derartiges gesehen – ich habe mich gefühlt, als sei ich selbst in dem Film gewesen.“

    Unter dem ganzen Lob für die Technik und Hauptdarsteller Will Smith schwingt auch Kritik an der Geschichte, die „Gemini Man“ letztendlich erzählt, mit. Michael Reyes von Cinemablend war auch von der Technik weniger angetan als seine Kollegen:

    „‚Gemini Man‘ ist eine interessante Variation eines Bourne-esken Mythos mit zusätzlichem Science-Fiction-Dreh. Er ist interessant, braucht aber etwas mehr Story, in die man eintauchen kann. Unterhaltsame Versatzstücke, aber etwas dünn, wenn man das Gesamtbild betrachtet.

    Wir haben den Film außerdem in 120 FPS und 3D sehen dürfen. Er ist scharf und hell, wie ein guter 3D-Film sein muss, aber er sprengt nicht den Rahmen wie ‚Billy Lynn‘ es tat.“

    „Gemini Man“ startet am 3. Oktober 2019 in den deutschen Kinos.

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