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    Meerjungfrau in "Splash": Auf Disney+ dürfen Po und Brüste nicht nackt zu sehen sein
    Von Tobias Mayer — 14.04.2020 um 09:45

    Disney Plus soll familienfreundlich sein. Deswegen werden sogar manche Filme nachträglich verändert. In der Komödie „Splash“ ist die nackte Meerjungfrau Madison (Daryl Hannah) plötzlich deutlich weniger nackt – dank eines schlechten Computereffekts.

    The Walt Disney Company

    Disney will Zuschauer für den als Netflix-Konkurrenz gedachten Streamingdienst Disney+ gewinnen, indem dort viele der Klassiker des Mäusestudios angeboten werden. Doch einige der älteren Filme würden heute so nicht mehr entstehen, weil dort zum Beispiel geraucht wird, weil die Darstellung bestimmter Kulturen fragwürdig ist – oder weil es nackte Körperteile zu sehen gibt. Disney versieht diese Filme mit Warnhinweisen – und verändert sie für Disney+, so wie „Lilo & Stitch" (2002) und die Fantasy-Komödie „Splash - Eine Jungfrau am Haken" (1984).

    Po und Brüste verdeckt

    Am Anfang von „Splash“ steht ein Hinweis, wonach der Film gegenüber der Originalversion verändert wurde. Auf Twitter heben Nutzer drei Stellen des Ron-Howard-Films hervor, an denen die Meerjungfrau Madison (Daryl Hannah) in der Disney+-Fassung anders zu sehen ist:

    Ab ca. 24:49, als Madison Allen (Tom Hanks) küsst und ins Wasser rennt, wird ihr nackter Po von digital verlängerten Haaren verdeckt (die selbst im schlecht aufgelösten Twitter-Video mies aussehen):

    Ab ca. 28:55 geht die nackte Madison zur New Yorker Freiheitsstatue an Land und erfreut damit eine Reisegruppe. Ihr Po aber wurde abgedunkelt. Im Finale ab ca. 1:43:53 wiederum wurde der Bildausschnitt an einer Stelle verkleinert, damit Madisons nackte Brüste verschwinden.

    Gerade in den USA wird Nacktheit in Filmen und Serien als eine Darstellung gesehen, die Erwachsenen vorbehalten sein sollte, selbst wenn sie wie bei „Splash“ außerhalb von Sexszenen passiert. Disney möchte den Streamingdienst Disney+ als familienfreundliche Netflix-Alternative positionieren, weshalb dort generell keine Filme und Serien mit Erwachsenenfreigabe im Programm sind.

    Bei den Veränderungen von Filmen, die bereits woanders liefen, ist Disney jedoch nicht sonderlich konsequent, wie Twitter-Nutzer ERod aufzeigt („Thor 3" ab ca. 1:04:27):

    Disney-Plus-Probewoche

    Falls ihr noch kein Disney+ habt, könnt ihr den Dienst für sieben Tage kostenfrei testen. Das Jahresabo kostet 69,99 Euro, wer monatlich kündigen will, zahlt pro Monat 6,99 Euro.

    Disney+ hat "Die Simpsons" verhunzt – aber bald wird alles wieder gut!

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