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    "Tribute von Panem": Nach dem Prequel-Film seht ihr die Reihe in neuem Licht
    Von Jan Felix Wuttig — 25.05.2020 um 15:17

    Zum gerade in Romanform erschienenen „Tribute von Panem“-Prequel „Das Lied von Vogel und Schlange“ ist schon ein Film geplant. Dort dürfte die tragische Vorgeschichte des großen Bösewichts Snow einen neuen Blick auf die bisherige Saga erlauben.

    Studiocanal GmbH / Murray Close

    Mit dem Sieg von Katniss (Jennifer Lawrence) und den Rebellen über Oberfiesling Coriolanus Snow (Donald Sutherland) und die Elite des Kapitols endete mit „Mockingjay Teil 2“ die „Tribute von Panem“-Filmreihe.

    Vorlagenautorin Suzanne Collins aber hat kürzlich das Prequel „Die Tribute von Panem X: Das Lied von Vogel und Schlange“ nachgelegt, dessen Verfilmung „Das Lied von Vogel und Schlange“ schon geplant ist. Spätestens mit dem Film dürften viele Fans eine neue Perspektive auf die Story der ganzen Saga gewinnen, denn in der Vorgeschichte wird die tragische Verwandlung eines durchaus idealistischen 18-jährigen Snow erzählt.

    Ob man den alten Snow in den Panem-Filmen anschließend immer noch so hassen kann wie jetzt?

    Vorsicht, Spoiler zu „Die Tribute von Panem X: Das Lied von Vogel und Schlange“!

    In „Das Lied von Vogel und Schlange“ entwickelt sich Snow durch bösartige Manipulation und eine unglückliche Liebe zum skrupellosen Machtmenschen.

    Der junge Snow ist im Buch der Sproß einer ehemals reichen Familie, die im Kapitol großes Ansehen genoss. Mit der Rebellion, wegen der dann die Hungerspiele eingesetzt werden, verliert Snow allerdings alles – das Ansehen, den Reichtum und auch seine Familie selbst.

    Bösartige Gehirnwäsche

    „Das Lied von Vogel und Schlange“ spielt 64 Jahre von „Die Tribute von Panem - Tödliche Spiele“ zur Zeit der 10. Hungerspiele. Das Trauma der Rebellion, die ihm seine Eltern nahm und im Kapitol zeitweise zu grauenhaften Szenen von Totschlag und Kannibalismus geführt hat, hat den jungen Snow schwer gezeichnet.

    Angeleitet wird er durch Dr. Volumnia Gaul, die als Kopf hinter den Hungerspielen gilt. Was zunächst wie eine Beziehung wohlwollender Förderung aussieht, entpuppt sich bald als knallharte Indoktrination, mit der Gaul den jungen Snow die Wichtigkeit der brutalen Spiele und der strengen Kontrolle der ehemals aufmüpfigen Distrikte einimpfen will.

    Liebe und Verrat

    Ihrem Willen nach soll der junge Mann sich bei den zum Zeitpunkt der Handlung aktuellen Hungerspielen des Mädchens Lucy als Mentor annehmen, die als Tribut des 12. Distrikts antritt. Beide verlieben sich ineinander, doch der nach Kontrolle strebende Snow hasst die Verletzlichkeit, die seine Gefühle mit sich bringen.

    Nachdem Snow einen engen Freund verrät, entscheidet sich Lucy ihrerseits für den Verrat an Snow und verlässt ihn schließlich, obgleich die beiden nach einem Sieg bei den Hungerspielen ein gemeinsames Leben geplant hatten. Desillusioniert und in Dr. Gauls Doktrin der brutalen Kontrolle bestärkt, gibt sich Snow ganz seinen machtlüsternen Ambitionen hin und wird schließlich zum Tyrannen Panems.

    Wann das „Panem“-Prequel in die Kinos kommt, ist noch nicht klar. Fest steht allerdings schon, dass Francis Lawrence wie bei dreien der vier „Tribute von Panem“-Filmen den Regieposten übernehmen wird.

    Wer nicht bis zum Kinostart auf Hungerspiele-Nachschub warten will, kann sich das Buch „Die Tribute von Panem X: Das Lied von Vogel und Schlange“ jetzt bei Amazon holen*.

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