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    Netflix-Warnung: Dieser miese Action-Thriller der "Twilight"-Regisseurin ist eure Zeit nicht wert – schaut lieber das Original!
    Von Benjamin Hecht — 13.04.2021 um 12:00

    Netflix hat seit heute das Remake eines genialen Actionthrillers im Programm. Doch was die „Twilight“-Regisseurin Catherine Hardwicke mit „Miss Bala“ angestellt hat, ist echt nicht zu empfehlen. Das mexikanische Original ist um Welten besser!

    Sony / Netflix

    In Hollywood ist es schon lange gängige Praxis, geniale ausländische Filme mit bekannten Stars und in englischer Sprache für den US-amerikanischen Markt neu aufzulegen, etwa das südkoreanische Neo-Noir-Meisterwerk „Oldboy“, den genialen argentinischen Thriller „In ihren Augen“ oder den Anime-Meilenstein „Ghost in the Shell“.

    Das Ergebnis beim US-Remake ist leider in den allermeisten Fällen schlechter als das Original und „Miss Bala“, der seit heute bei Netflix läuft, ist keine Ausnahme.

    Das Original aus dem Jahr 2011 lief beim Cannes Filmfestival, war Mexikos Kandidat für die Oscars und bekam überwiegend gute Kritiken. Auch in unserer FILMSTARTS-Kritik haben wir dem „düster-dreckige[n] Schlachtengemälde mit durchschlagender Wirkung“ satte 4,5 von 5 Sternen verliehen.

    Den Original-„Miss Bala“ können wir euch also bedenkenlos empfehlen, auch wenn der Film leider aktuell bei keinem Streaming-Dienst in der Flatrate läuft. Als VoD oder DVD bzw. Blu-ray ist er natürlich trotzdem käuflich zu erwerben, zum Beispiel bei Amazon:

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    Darum ist das "Miss Bala"-Remake auf Netflix so mies

    Das Remake von 2019 hat leider nicht mal einen Hauch der Brillanz des Originals. Der heutige Netflix-Neustart bietet mit Gina Rodriguez („Auslöschung“, „Jane The Virgin“) und Marvel-Star Anthony Mackie („The Falcon And The Winter Soldier“) zwar bekannte Gesichter, aber nicht viel mehr.

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    War die Vorlage noch ein vielschichtiges Crossover aus Thriller-, Arthouse- und Doku-Drama, das dem Zuschauer auch dank seiner Authentizität immer wieder Gänsehaut bescherte, serviert uns „Twilight“-Regisseurin Catherine Hardwicke mit der „Miss Bala“-Neuauflage einen unglaubwürdigen, unoriginellen und auf Hochglanz polierten Action-Kracher, beim dem alles wirkt wie eine wahllose Aneinanderreihung von Shootouts.

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    Die eigentlichen Qualitäten des Originals gehen somit fast völlig verloren. Statt einem düsteren, rohen und authentischen Thriller erwartet euch auf Netflix eine weichgespülte Hollywood-Kopie ohne Ecken und Kanten.

    Die FILMSTARTS-Kritik zum "Miss Bala"-Remake

    Handlung & Trailer von "Miss Bala"

    Wenn ihr jetzt noch nicht völlig abgeschreckt seid, wollen wir euch die Story von „Miss Bala“ natürlich nicht vorenthalten. Im Remake, das die Geschichte des Originals etwas abwandelt, geht es um Gloria (Gina Rodriguez), die nach dem Tod ihrer Eltern in die USA ausgewandert ist, nun aber zu Besuch in ihrer Heimatstadt Tijuana ist. Dort wollte sie eigentlich eine schöne Zeit mit ihrer Freundin Suzu (Cristina Rodlo) verbringen, doch die beiden werden von einer kriminellen Bande entführt.

    Gloria wird nun gezwungen, für die Gangster zu arbeiten. Da sie anerkannte US-Bürgerin ist, soll sie den Mexikanern dabei helfen, Drogen über die Grenze schmuggeln. Doch die DEA (Drug Enforcement Administration) ertappt sie dabei und nun soll sie ihre Position als Schmugglerin dazu nutzen, um den Polizisten bei der Jagd auf den Kartellboss Lino (Ismael Cruz Córdova) zu helfen. Von beiden Seiten erpresst, muss sich Gloria auf ein gefährliches Spiel einlassen...

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